Düsseldorf mit Defense zum Sieg

James Agwu Okike (links im Bild) durfte auch gegen Pforzheim wieder feiern.Die Düsseldorf Panther haben das Duell der GFL-Aufsteiger mit zwei Touchdowns in der ersten Hälfte und anschließender guter Verteidigung und Ballkontrolle durch die Offense mit 14:7 gegen die Pforzheim Wilddogs gewinnen können. Die Partie war zunächst ausgeglichen, die Gäste aus Pforzheim lagen zuerst in Führung, konnten später aber keine entscheidenden Akzente mehr setzen und scheiterten selbst bei Erreichen der Düsseldorfer Red Zone.

Der Aufsteiger der Nordstaffel begann an diesem heißen Tag bei über 30 Grad in schwarzen Trikots mit der Offensive, wurde jedoch direkt gestoppt. Die Wilddogs-Offense versuchte es zu Beginn mit drei Pässen – keiner kam an. Ein Bild, das sich im weiteren Spielverlauf für die Wilddogs noch oft wiederholen sollte: fallen gelassene Bälle und unglückliche Würfe. Es zeigte sich deutlich, dass der Ausfall von Theo Michel und Luca Hirschberger die Pforzheimer Offense sichtbar schwächte. Zwar konnten die Running Backs Rene Kopec und Raymond Fragosa im späteren Spielverlauf immer wieder Akzente setzen, doch dominierten auf beiden Seiten schon hier die Defensivreihen.

Pforzheims Quarterback Dre Harris übernahm schließlich Verantwortung, lief selbst und hielt so den Ball im Spiel. Schließlich fand er Tino Werner in der Endzone zum ersten Touchdown der Partie. Es sollten die letzten Punkte der Wilddogs bleiben. Sein Gegenüber Cole Stenstrom von den Düsseldorf Panthern bediente erst seinen Nummer-eins-Receiver James Okike zum Big Play und wenig später Anton Beemelmanns zum Ausgleich. Okike sollte auch im weiteren Spielverlauf immer wieder eine tragende Rolle im Düsseldorfer Angriff spielen. Im zweiten Viertel erhöhte Christopher Köhler schließlich auf 14:7 – was zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnte: Es waren die letzten Punkte des Tages und das bereits Mitte des zweiten Viertels.

Danach liefen die Wilddogs diesem Rückstand vergeblich hinterher. Zwei Mal standen sie zwar tief in der Red Zone der Panther – und gingen beide Male leer aus. Einmal wurde der Ball durch eine Interception in der Endzone verloren, ein anderes Mal warfen sich die Pforzheimer durch Fouls und unglückliche Aktionen so weit zurück, dass keine Punkte mehr möglich waren. Selbst ein erfolgreicher Punt Fake durch Luca Faschian konnte kein Momentum für sie generieren. Es lief nicht rund im Angriff.

Düsseldorf hingegen bewegte den Ball weiterhin gut und verbrauchte geschickt die Spielzeit. Die starke Defense der Wilddogs hielt ihr Team bis zum Ende der Partie im Rennen, vergeblich, denn auch der eigene Angriff kam zu keinen weiteren Punkten. Am Ende war es ein absolut verdientes Resultat für beide Seiten, wobei die Pforzheimer ein gleichwertiger Gegner waren, aber an den eigenen Fehlern scheiterten. "Wir haben uns heute nicht gut präsentiert. Es gab viele Fehler, insgesamt wirkte unser Auftritt nicht überzeugend. Das müssen wir im Training aufarbeiten. Zwei von drei Auswärtsspielen zu verlieren, ist bitter. Jetzt geht es zu Hause ins Rückspiel gegen die Munich Cowboys - das wird nicht einfacher", sagte Pforzheims Quarterback-Coach Stefan Fegg.

Doch das Ergebnis ist nicht das einzige Problem der Wilddogs: Das ohnehin schon angeschlagene und im Passspiel aktuell anfällige Defensive Backfield verlor mit Colin Zimmerman einen Schlüsselspieler. Er wurde noch in Düsseldorf ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem er sich einen Mittelhandbruch sowie zwei gebrochene Finger zugezogen hatte. Für den Rest der Saison fällt er aus. Einziger Lichtblick: Die Rückkehr von Luca Hirschberger zum kommenden Heimspiel scheint realistisch.

In der kommenden Woche muss sich also einiges tun. Wenn die Wilddogs nicht wieder die Form der ersten drei Spiele finden, wird das Heimspiel am Samstag – der SWP-Gameday gegen die Munich Cowboys – ein echter Härtetest für die Nerven aller Beteiligten. Die Baustellen bei den Wilddogs sind aktuell groß – und sie werden durch die Ausfälle nicht kleiner, der Traum von der Playoff-Teilnahme könnte gerade in der eng beieinander liegenden Südstaffel ins Wanken geraten.

Auerbach - 29.06.2025

James Agwu Okike (links im Bild) durfte auch gegen Pforzheim wieder feiern.

James Agwu Okike (links im Bild) durfte auch gegen Pforzheim wieder feiern. (© Thomas Sobotzki)

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