Wenn man der erfolgreichste Head Coach zweier SEC-Football-Programme ist, kann man im College Football sagen, was man will und wann man will. Steve Spurriers legendärer Status als Meister der schlagfertigen Sprüche und der ungefilterten Meinung bewies diese Woche erneut sein Können, als er Arch Mannings Status als Favorit für die diesjährige Heisman Trophäe infrage stellte und sicherlich kein Liebesbrief an die Familie Manning versandte.
Dabei gilt als sicher, dass seine Abneigung gegen die Mannings eine lange Vorgeschichte kennt. Schon 1997 sagte er bei einer Gators Fanveranstaltung 1997: "Citrus ist nicht ohne U-T buchstabierbar." Tennessee wurde damals von Quarterback Peyton Manning angeführt und in den beiden vorherigen Saisons hatten Spurrier und Florida die Vols vernichtend geschlagen und sie so aus dem Rennen um die nationale Meisterschaft geworfen. Tennessee erreichte von 1995 bis 1998 unter Phil Fulmer eine Bilanz von 45:5, wobei drei dieser Niederlagen gegen Spurrier zustande kamen. Und während Mannings Amtszeit blieben die Vols sieglos, darunter befand sich eine 33:20 Niederlage, obwohl Tennessee 353 Yards und drei Touchdowns erzielte. "Es ärgert mich, dass wir Florida nie geschlagen haben, aber hey, ich kann nicht beeinflussen, wie andere Tennessee oder meine Karriere sehen", sagte Manning nach der Niederlage. "Ich bin sicher, Coach Spurrier wird wieder ein paar Witze über uns machen. Das ist okay. Er hat ein gutes Team."
Achtundzwanzig Jahre später setzt Spurrier seine Rivalität folgerichtig fort und enttäuscht seine Fans nicht. Arch Manning, der Neffe von Peyton und Eli, startet in diesem Herbst als ehemaliger bestplatzierter Rekrut des Landes in seine erste Saison als Starter der Longhorns und wird mit vielen Vorschusslorbeeren bedacht. Ob dieser Hype wirklich berechtigt ist, steht auf einem anderen Blatt. und wird sich im Herbst zeigen. Er spielte im vergangenen Herbst hinter Quinn Ewers, glänzte zweimal als Starter, während Ewers auf dem Weg der Besserung war. Mannings neun Touchdown-Pässe als Backup reichen nicht aus, um Spurrier zu beeindrucken, der mehr sehen wollte. "Ich glaube, die meisten tippen auf Texas als neuer SEC Champion", sagte Spurrier vor wenigen Tagen. " Meine Frage ist: Wenn Arch Manning so gut ist, warum haben sie Quinn Ewers letztes Jahr die ganze Zeit spielen lassen? Er wurde schließlich nur ein Siebtrunden-Pick."
Die Interpretation von Spurrier ist natürlich etwas zu einfach. Ewers war ebenfalls ein Top-Rekrut und hatte Texas ein Jahr zuvor zum ersten Big-12-Titel seit 15 Jahren geführt. Ewers fehlte nur noch ein Pass in der Ecke der Endzone, um Washington zu besiegen und die Longhorns in das National Championship Game zu führen, bevor das Team in die SEC aufgenommen wurde. Er zählte landesweit zu den Top 10 Spielern auf dieser Position. In drei Jahren als Starter der brachte Ewers 64,9 Prozent seiner Pässe an den Mann und erzielte 9.128 Yards, beziehungsweise 68 Touchdowns. Texas ist das einzige Team mit aufeinanderfolgenden Playoff-Teilnahmen, und Ewers trug maßgeblich dazu bei. Sein Spielzug beim vierten Versuch und noch 13 Yards zu gehen gegen Arizona State ist ein Alltime-Klassiker geworden und machte ihn zu einer Legende des Teams. Quinn Ewers hätte noch zwei weitere Pässe benötigt, um Texas' Saison im Peach Bowl zu retten.
Laut Spurrier hätte Manning jedoch, wenn er so gut gewesen wäre wie behauptet, Ewers vom Thron gestoßen und wäre der erste Mann für die Longhorns schon letztes Jahr geworden. Longhorns Head Coach Steve Sarkisian wollte natürlich Arch Manning langsam aufbauen und nicht unnötig und zu früh verheizen. Natürlich sieht dass Altmeister Spurrier ganz anders, mochte er vom satten Orange Tennessees, über das gebrannte Orange Texas bis hin zum hellsten Farbton Clemsons, die Farbe noch nie so richtig und daher dürfte es keine Überraschung sein, dass er noch nicht von Arch Mannings Qualitäten überzeugt ist.
Schlüter - 25.06.2025

Steve Spurrier war schon immer ein Anhänger der schnellen Worte. (© Getty Images)
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