Owls schlagen Lions im Spitzenspiel

Nach der Partie gegen die Lausanne Owls gab es bei den Luzern Lions einigen RedebedarfBei bestem Sommerwetter baten die Luzern Lions zum Spitzenkampf im heimischen Leichtathletikstadion Hubelmatt. Der Gast aus der Romandie hieß Lausanne Owls, gegen welche die Lions vor ihrer dreiwöchigen Spielpause auswärts knapp mit 21:14 gewinnen konnten. Doch im Rückspiel sollte es nicht ganz so gut klappen. Die Gäste entführten mit 22:14 den Sieg und haben dank das Acht-Punkte-Vorsprungs nun auch den direkten Vergleich gewonnen. Allerdings haben die Owls aktuell schon ein Niederlage mehr auf dem Konto.

In der Tabelle stehen Lausanne als auch Luzern nun bei fünf Siegen, allerdings haben die Lions noch ein Spiel mehr zu spielen und können sich so den ersten Platz aus eigener Kraft sichern. Am Pfingstmontag steht das erste der beiden verbleibenden Spiele an: die Leuchtenstädter empfangen die Jets aus Biel, welche am vergangenen Wochenende die zu Beginn als Titelanwärter gehandelten Langenthal Invaders schlugen. Kickoff ist um 14:30 im Leichtathletikstadion Hubelmatt. Danach muss man noch bei den Argovia Pirates antreten, die am ersten Spieltag überraschend Lausanne geschlagen hatten. Zwei Siege sind wahrscheinlich für die Lions Pflicht, denn die Owls haben nur noch ein Partie bei den Bienna Jets auszutragen.

Nachdem die Lions-Defense die Westschweizer im ersten Drive nach nur sechs Plays zum Punt zwang, zeigte die Lausanne-Defense ihre Stärke. Owls-Safety Benjamin Reymond konnte den Passversuch von Lions-Quarterback Luca Kneubühler abfangen und erst zehn Yards vor der Luzerner Endzone gestoppt werden. Lausanne konnte die hervorragende Feldposition jedoch nicht in einen Punktgewinn ummünzen und so wechselte der Ballbesitz an der Luzerner 2-Yard-Linie. Mit dem Rücken zur Wand kam Running Back Erich Oberholzer nicht aus der Endzone heraus – das Tackling in der Endzone bescherte den Westschweizern mit einem Safety die ersten zwei Punkte des Spiels. Die Defensivschlacht war lanciert.

Die Luzerner Verteidigung konnte die Owls erneut stoppen und den Ball für die Offense zurückerobern. Der Drive, der über das halbe Feld führte, fand aber kein glückliches Ende. Die Romands rissen Quarterback Kneubühler den Ball aus den Händen und trugen ihn bis in die Endzone zum ersten Touchdown und dem neuen Spielstand von 0:9. Das Pech scheint nun an den Luzerner Händen zu kleben: der darauffolgende Drive endete in einem erneuten Turnover, der bis tief in die Red Zone der Luzerner getragen wurde. Die Leuchtenstädter blieben jedoch erneut standhaft und holten den Ball für die Offense zurück. Unter Druck gesetzt von Linebacker Kimi Panayotopoulos warf Owls-Quarterback Jules Braconne den Ball in die Hände von Defense-Captain Raffael Truttmann. Der lange Return bis an die gegnerische 40-Yard-Linie wurde aber durch eine Strafe stark verkürzt. So musste die Luzerner Offense nur 14 Yards vor der eigenen Endzone wieder ans Werk. Die Lausanner Verteidigung hielt jedoch dicht und zehn Plays später konnten die Westschweizer den ersten Offense-Touchdown der Partie erzielen. Nach erfolgloser Two-Point-Conversion stand es neu 0:15. Mit diesem Spielstand gingen die Teams auch in die Kabine nach einem denkbar knapp verschossenen Field-Goal-Versuch der Lions.

Die zweite Hälfte startete mit einem Paukenschlag: Lausanne konnte die Verwirrung im Luzerner Kickoff-Return-Team nutzen und den Ball für sich erobern. Unmittelbar darauf fing der Luzerner Linebacker Panayotopoulos einen Passversuch von Owls-QB Braconne ab und brachte so seine Offense wieder aufs Feld. Nach erfolglosen Drives auf beiden Seiten fand sich die Luzerner Offense einmal mehr in schwieriger Feldposition. Wider Receiver Marco Meier verschaffte mit einem gut platzierten Ball von Quarterback Timon Fellmann seinen Farben etwas Luft zum Atmen. Kurz darauf erfolgte aber schon der nächste Nackenschlag: ein Cornerback der Romands konnte erneut einen Ball aus der Luft pflücken und bis in die Endzone tragen. Der Rückstand wuchs damit auf 0:22 an.

Die Luzerner Offense agierte aber weiterhin glücklos. Auch ein vierter Versuch kurz vor der Lausanner Endzone konnte nicht in Punkte verwandelt werden. Den Startpunkt des Luzerner Comebacks setzte Cornerback Fabian Bieler. Er fing einen Pass des Lausanner Quarterbacks ab und brachte den Ball bis zurück in die Endzone. Lions-Quarterback Fellmann konnte eine erfolgreiche Two-Point-Conversion für sich verbuchen und den Spielstand auf 8:22 stellen.

Es war nun ein Spiel gegen die Zeit. Lions-Defensive-Tackle Scott Bauz sorgte für die nächste Gelegenheit für die Luzerner Offense: Er eroberte den Ball nach einem missratenen Handoff im Backfield der Romands. Der darauffolgende Drive stand im Zeichen von Wide Receiver Marco Meier: nach zwei Catches für 15 und 10 Yards krönte er seine Leistung mit einem Touchdown-Catch für 15 Yards. Die Two-Point-Conversion blieb jedoch erfolglos, womit das Score bei 14:22 blieb. Weitere Punkte sollten nicht mehr fallen, sodass die Aufholjagd der Gastgeber nicht belohnt wurde.

Die Luzerner Flag-Footballer zogen ebenfalls ein durchwachsenes Wochenende ein. Das Damenteam, die "Lionesses", mussten sich sowohl den Zürich Renegades als auch den Winterthur Warriors geschlagen geben. Die U16 Youngsters unterlagen zwar den Langenthal Invaders und den Geneva Seahawks, konnten aber gegen die Geneva Whoppers einen klaren 49:12-Sieg verbuchen.

Wittig - 03.06.2025

Nach der Partie gegen die Lausanne Owls gab es bei den Luzern Lions einigen Redebedarf

Nach der Partie gegen die Lausanne Owls gab es bei den Luzern Lions einigen Redebedarf (© LL/Jonas Amsler)

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