Niederlage in Finnland

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft ist mit einer Niederlage in die IFAF American Football Europameisterschaft 2025/26 gestartet. Im Myyrmäen Jalkapallo Stadion im finnischen Vantaa musste sich das Team von Head Coach Sebastian Ayernschmalz dem Gastgeber Finnland mit 7:21 geschlagen geben.

Die Partie begann für die deutsche Auswahl denkbar unglücklich. Bereits im ersten Spielzug des zweiten Viertels fing Finnlands Oona Saarinen einen Pass der deutschen Quarterback Julia Schlatow ab und trug den Ball über 48 Yards zum ersten Touchdown der Partie in die Endzone. Der anschließende Extrapunkt brachte Finnland mit 7:0 in Führung. Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit tat sich das deutsche Team schwer, offensiv Akzente zu setzen. Nach einem geblockten Punt startete Finnland an der deutschen vier Yard Linie und baute die Führung durch einen kurzen Pass von Quarterback Lea Kaszas auf Aino Joro weiter aus. Kurz vor der Halbzeitpause folgte ein weiterer Rückschlag: Ein Interception-Return brachte Finnland in aussichtsreiche Position, die mit einem Pass auf Suvi Partanen zum 21:0 Zwischenstand nach zwei Vierteln Spielzeit genutzt wurde.

Trotz des deutlichen Rückstands zeigte die deutsche Mannschaft im Schlussviertel Moral. Nach einer Interception von Maha Baltes gegen Finnlands Quarterback konnte die Offense Fahrt aufnehmen. Drei Läufe von Caroline Jankowski und ein Screen-Pass von Deborah Joachim auf Stella Martin brachten schließlich den verdienten Touchdown. Kickerin Jennifer Gerndt verwandelte den Extrapunkt zum 21 Endstand aus finnischer Sicht.

Head Coach Sebastian Ayernschmalz hatte bereits im Vorfeld auf die schwierigen Rahmenbedingungen in der Vorbereitung hingewiesen: "Nur etwa 70 Prozent der Spielerinnen konnten an den intensiven Camps teilnehmen, und auch im Coaching Staff gab es kurzfristige Umstellungen." Dennoch lobte er den Teamgeist und die positiven Ansätze seiner Mannschaft: "Unsere Defense hat ein herausragend gutes Spiel gezeigt und über weite Strecken sehr stabil agiert. Auch die Offensive Line konnte im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Schritt nach vorne machen – besonders im Laufspiel waren positive Ansätze erkennbar. Ärgerlich ist jedoch, dass wir über die gesamte Partie hinweg zu viele individuelle Fehler gemacht haben. Zudem ist es uns nicht gelungen, die erkennbaren Schwächen des Gegners im Angriff konsequent auszunutzen. Genau an diesen Punkten werden wir jetzt gezielt ansetzen, um uns weiter zu stabilisieren und unser Spiel auf das nächste Level zu bringen."

Sportdirektor Oliver Duchene sieht trotz der Niederlage viel Potenzial: "Auch wenn das Ergebnis mit 7:21 aus unserer Sicht enttäuschend ist, spiegelt das Ergebnis nicht das wahre Potenzial unserer Mannschaft wider. Wir wissen, was in diesem Team steckt, und werden die richtigen Schlüsse aus der Partie ziehen. In Vorbereitung auf das Spiel gegen Spanien werden wir gezielt daran arbeiten, optimale Bedingungen zu schaffen, damit die Mannschaft ihre Qualitäten auf dem Platz zeigen kann. Ich bin überzeugt, dass wir eine deutliche Leistungssteigerung erreichen werden."

Die Frauen Europameisterschaft 2025/26 wird im Rundenturnier ausgetragen. Neben Deutschland und Finnland sind Titelverteidiger Spanien und Großbritannien dabei. Die beiden bestplatzierten Teams der Vorrunde qualifizieren sich für das Goldmedaillen Spiel im August 2026, die übrigen beiden Nationen spielen um Bronze. Für Deutschland geht es am 30./31. August 2025 mit einem Heimspiel gegen Spanien weiter – eine Woche nachdem Finnland in Großbritannien antritt. Die weiteren Partien folgen im Frühjahr 2026.

Schlüter - 29.05.2025

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