Das erste SEC Championship Game, das erst in der Verlängerung entschieden wurde, war trotz der Spannung nicht unbedingt ein Leckerbissen. Beim 22:19-Erfolg von Georgia gegen Texas kamen vor allem die Fans starker Defenses auf ihre Kosten. Beide Abwehrreihen zwangen die gegnerische Offense immer wieder dazu, sich mit Field Goals zufriedenzugeben. Letztlich hatte Georgia knapp und nicht unverdient die Nase vorn, weil es nach einer schwachen ersten Halbzeit in der Offensive noch zulegen konnte, vor allem im Laufspiel. "Dieses Team gibt einfach nie auf", sagte Head Coach Kirby Smart anschließend über seine Mannschaft, die zum wiederholten Mal in dieser Saison und zuletzt zweimal in Folge verpennte erste Halbzeiten überstanden hat. Mit Blick auf die Playoffs ist der Hang zu schwachen Starts aber ein Spiel mit dem Feuer.
Der Spielverlauf war einigermaßen skuril. In der ersten Halbzeit war Texas im Grunde drückend überlegen, nur merkte man das gar nicht so richtig. Die Longhorns waren mehr zwei Drittel der Spielzeit in Ballbesitz, wiesen doppelt so viele Spielzüge (42 gegenüber 21) und fast fünfmal so viele Yards (260 gegenüber 54) auf wie der Gegner. Allerdings machten die Longhorns daraus viel zu wenig. Ihnen gelangen lediglich zwei Field Goals. Dazu kamen ein vergebener Field-Goal-Versuch und bei ihrem ersten Ballbesitz eine Interception in Georgias Hälfte. Das Problem war, dass man zwar ein paar Mal mit Hilfe längerer Pässe von QB Quinn Ewers schnell voran kam, die Angriffe dann aber immer wieder stockten, weil die Offensive Line kaum einmal Löcher für gute Läufe schaffen konnte und zu viel Druck auf Ewers zuließ (6 Quarterback Sacks), der in Sachen Mobilität immer noch durch eine Knöchelverletzung behindert wird. So führte man zur Pause nur mit 6:3 und das rächte sich.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ging Georgia mit einem langen Angriff (10 Spielzüge, 75 Yards) erstmals in Führung (10-Yard-Lauf von RB Trevor Etienne) und zog anschließend zwei weitere lange Angriff auf, mit denen man sich einen klaren Vorteil beim Ballbesitz erarbeitete. Weil den Bulldogs aber auch bei diesen langen Angriffe nur kurze Field Goals gelangen, blieb Texas ergebnismäßig in Reichweite und schaffte nach einer Interception an der eigenen 17-Yard-Linie und einem anschließendem 17-Yard-Return bis an die eigene 34-Yard-Linie zweieinhalb Minuten vor Ende der regulären Spielzeit doch noch den Ausgleich. In der Verlängerung musste Texas zuerst ran, kam aber ohne die Option eines vernünftigen Laufspiels allein mit Ewers' Pässen nicht in die Endzone und konnte wieder mal nur ein Field Goal erzielen. Bei Georgias Angriff wurde es dann noch dramatisch. Nach drei erfolgreichen kurzen Pässen von QB Gunner Stockton, der in der zweiten Halbzeit für den kurz vor Ende der ersten Halbzeit verletzten Carson Beck spielte, und einem 2-Yard-Lauf von Etienne wurde Stockton am Ende eines 8-Yard-Laufes so hart attackiert, dass er vom Feld musste. So kam der verletzte Beck nochmal für einen Spielzug aufs Feld, um den Ball an Etienne abzugeben, der dann mit einem 4-Yard-Lauf durch die Mitte das Spiel entschied.
Hoch - 09.12.2024

RB Trevor Etienne holte bei Georgias 22:19-Sieg gegen Texas im SEC Championship Game die entscheidenden Punkte. (© Getty Images)
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Texas nutzte am Tag nach Thanksgiving die letzte Chance, sich dem Playoff Selection Committee trotz seiner drei Niederlagen als playoff-würdig zu präsentieren. Mit einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit kamen die Longhorns zu einem 27:17-Erfolg gegen Texas A & M, was den zuvor ungeschlagenen Lokalrivalen letztlich den Einzug ins SEC Championship Game kostete. "Diese Mannschaft hat viel...
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