Die Ära Zachary Cavanaugh bei den Berlin Adlern gehört am 31. Oktober 2024 nun endgültig der Vergangenheit an, da man sich vor dem Arbeitsgericht auf einen Vergleich geeignet hat, wie der ehemalige Head Coach der Männer und der Jugend in einer eigenen Pressemitteilung (siehe nachfolgend) der Öffentlichkeit zugänglich machte. Die Einigung folgt den üblichen Usancen bei Arbeitsgerichtsprozessen und ist daher mit der Überschrift "rechtlicher Totalerfolg" eher übertrieben positiv dargestellt. Außerdem war von Seiten der Adler zu hören, dass man mitnichten "... die gegen mich erhobenen Vorwürfe, die im Zusammenhang mit meiner Kündigung stehen ..., nicht aufrecht" erhält. Das die Kündigung auch von dem neuen Vorstand für unbedingt notwendig gehalten wurde, spricht hier auch eine deutliche Sprache
Das Statement von Cavanaugh:
Rechtlicher Totalerfolg: Vergleich mit AFC Berlin Adler abgeschlossen
Die wahrscheinlich größte Krise des AFC Berlin Adler aus der German Football League (GFL) führte vor zwei Monaten zu einem Zwangsabstieg und dem Entzug der Lizenz. Missmanagement und Selbstüberschätzung der Verantwortlichen führten dazu, dass ein sportlich erfolgreicher Verein in kürzester Zeit total abstürzte.
Die Verantwortlichen versuchten, mich als Sündenbock und Nestbeschmutzer für das von ihnen verursachte Desaster darzustellen. Mir wurde fristlos gekündigt, und es folgte eine gezielte Verleumdungs- und Rufmordkampagne gegen meine Person. In Presse, Funk, Fernsehen und sozialen Medien wurden schwerwiegende Anschuldigungen erhoben, darunter auch angebliche Straftaten, die mir zur Last gelegt wurden.
Selbstverständlich wehre ich mich gegen diese Lügen. Ich vertraue auf unseren Rechtsstaat und gehe gegen diese Kampagne auf den erforderlichen Ebenen vor: arbeitsrechtlich, strafrechtlich und, falls nötig, auch sportrechtlich.
Was den arbeitsrechtlichen Teil meiner Verteidigung betrifft, kann ich nun mitteilen, dass dieser abgeschlossen ist. Die Adler, vertreten durch den Vorstand, Vereinspräsident Christoph Sonka, und ich haben einem Vergleich vor dem Arbeitsgericht Berlin, 36. Kammer (Aktenzeichen: 36 Ca 10809/24), zugestimmt. Dieser Vergleich ist rechtsgültig und umfasst im Wesentlichen folgende Punkte:
Die Adler haben sich verpflichtet, meine fristlose Kündigung in eine betriebsbedingte Kündigung zum Ende meiner Vertragslaufzeit (31.10.2024) umzuwandeln. Bis dahin bin ich "freigestellt". Zudem werden sie mir meine ausstehenden Gehälter sowie eine Abfindung zahlen.
Viel wichtiger für mich als der materielle Teil des Vergleichs ist jedoch Folgendes: Die Adler halten die gegen mich erhobenen Vorwürfe, die im Zusammenhang mit meiner Kündigung und in einer skrupellosen Schmutzkampagne in den Medien verbreitet wurden, "nicht aufrecht".
Darüber hinaus verpflichteten sich die Adler, mir ein Zeugnis auszustellen, das meine Leistung und mein Verhalten im Arbeitsverhältnis widerspiegelt. Sie stimmten zu, dass die Gesamtbewertung sowie die Einzelbewertungen mit der Note "sehr gut" erfolgen.
Ich betrachte diesen Vergleich als ersten Teilerfolg und als ersten Schritt auf dem Weg zur Wiederherstellung meiner vorsätzlich und böswillig beschädigten Reputation.
Zachary Cavanaugh
Wittig - 29.10.2024

Zachary Cavanaugh (© Sonja Matysiak)
Leser-Bewertung dieses Beitrags:
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