Die Ausgangslage für die finnische Nationalmannschaft vor dem letzten Gruppenspiel gegen Frankreich war günstig. Nachdem die Franzosen fast sensationell zu Hause gegen Tschechien verloren hatten, konnten sich die Finnen sogar eine Heimniederlage mit maximal 14 Punkten Unterschied leisten. So mussten die Gastgeber im Myyrmäki Stadion von Vantaa nicht volles Risiko gehen. Folglich entwickelte sich ein von den Verteidigungsreihen dominiertes Spiel.
Für die Finnen war die günstige Ausgangslage besonders von Bedeutung, da man auf Stamm-Quarterback Ambro Urjansson verzichten musste, der sich beim 28:6-Sieg gegen Tschechien verletzt hatte und noch nicht wieder einsatzfähig war. Als Ersatz lief Rasmus Laalo auf, der sein Debüt als Stamm-Quarterback der finnischen Nationalmannschaft gab. Laalo spielte ein fehlerfreies Spiel und brachte über 70 Prozent (12 von 17) seiner Pässe für insgesamt 63 Yards an den Mann.
Zur Halbzeit führte Frankreich mit 6:3, da Stephane Fortes mit einem Return sechs Punkte für die Gäste geholt hatte, wohingegen die Finnen nur ein Field Goal von Anssi Ruohonen aufs Scoreboard bringen konnten. Doch mehr sollte den Franzosen auch nach der Pause nicht gelingen, sodass die Finnen kein übermäßiges Risiko eingehen mussten. Endgültig den Einzug ins Halbfinale machte Tom Suoste klar, der in der letzten Minute einen Touchdown erzielen konnte. Der erfolgreiche PAT von Ruohonen brachte dann sogar noch den knappen Sieg für die Gastgeber.
Finnland trifft damit im Halbfinale voraussichtlich auf Italien, wohingegen das zweite Halbfinale im Normalfall Deutschland gegen Österreich lauten sollte. Ein Desaster ist die EM 2024/24 für den Europameister von 2018. Die Franzosen werden nächstes Jahr um die Plätze 9-12 spielen. Gegner dürften dann Serbien, Schweiz und/oder Großbritannien sein.
Wittig - 27.10.2024

Stephane Fortes spielte 2022 für die Dresden Monarchs in der GFL. Sein Touchdown in Finnland reichte für Frankreich nicht zum Weiterkommen. (© Brock)
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