Oregon fängt an, die hohen Preseason-Erwartungen zu bestätigen. Nach zwei enttäuschenden, wenn auch siegreichen Auftritten gegen das unterklassige Idaho und Boise State kam der Dritte der AP Preseason Top 25 im Lokalderby bei Oregon State, das für gewöhnlich eher hart umkämpft ist, zu einem klaren 49:14-Erfolg. "Ich bin wirklich stolz auf unsere Jungs und ihre Vorstellung. Ich denke, sie hat gezeigt, wozu wir fähig sind. Letztlich wollten wir vom Feld kommen und sagen können, dass wir das härtere, das physisch stärkere Team waren. Ich denke, dass hat sich in der zweiten Halbzeit gezeigt", sagte Head Coach Dan Lanning anschließend. Sein Hinweis auf die zweite Halbzeit war passend, denn in der ersten Halbzeit erinnerte das Spiel an die Partie gegen Boise State, in der man es bei aller Offensivstärke nie geschafft hatte, sich einen Vorsprung zu erarbeiten und man sich so gegen einen eigentlich potenziell schwächeren Gegner zum Sieg gezittert hatte.
Gegen Oregon State schien es in der ersten Halbzeit für Oregon genauso weiterzugehen. Die Offensive schloss ihre drei Angriffe in der ersten Halbzeit konsequent mit Touchdowns ab, dennoch führte man zur Halbzeit nur mit 22:14, weil die Abwehr Oregon States Offense nie in den Griff bekam. Die Gastgeber waren vor der Pause letztlich etwas mehr als 21 Minuten in Ballbesitz, schlossen zwei lange Angriffe mit je sechseinhalb Minuten Ballsitz mit Touchdowns ab und hatten am Ende des ersten knapp fünfminütigen Angriffs sogar noch einen Field-Goal-Versuch vergeben. Hätte das alles nur an der Stärke von Oregon States Offensive gelegen, wäre es okay gewesen, aber erneut machte Oregons Abwehr an der Linie keine gute Figur. Es wirkte beim Betrachten des Spiels schon befremdlich, wie leicht Oregon States Offensive Line Löcher in Oregons "Front Seven" reißen konnte.
In der zweiten Halbzeit änderte sich das schlagartig. Warum? Beziehungsweise warum erst jetzt? "Ich denke, es war eine Frage der Einstellung. Wir mussten an der Linie einfach unsere Aufgaben richtig machen. In der zweiten Halbzeit traten wir offensichtlich mit der richtigen Mentalität auf", sagte LB Teitum Tuioti dazu. Die Folge davon war, dass Oregon State Offensive in der zweiten Halbzeit immer nur kurz auf dem Feld war und nur noch magere 81 Yards holte, während die Offensive der Ducks von Oregon States Abwehr nie gestoppt werden konnte. Nach zwei "Three-and-Outs" der Gastgeber zu Beginn der zweiten Halbzeit baute Oregon seine Führung mit einem Field Goal und einem weiteren Touchdown auf 32:14 aus. Damit war das Spiel gut viereinhalb Minuten vor dem Ende des dritten Viertels bereits vorentschieden.
Hoch - 15.09.2024

QB Dillon Gabriel warf bei Oregons Sieg bei Oregon State zwei Touchdown-Pässe und erlief einen weiteren Touchdown. (© Getty Images)
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