Rund 500 Zuschauer verfolgten die Partie des Landsberg X-press gegen die Nürnberg Rams. Trotz einer 22:33-Niederlage zeigte der X-press seine beste Saisonleistung. Präsident Markus Gruberbauer lobte die Mannschaft: "Die ganze Truppe ist über sich hinausgewachsen und hat prächtig dagegengehalten. Die Nürnberger waren zur Halbzeit nervös." In der Regionalliga Süd bleibt der Landsberg X-Press auf dem 4. Tabellenplatz. Für die Nürnberger bedeutete der Sieg, gepaart mit der Niederlage der Franken Knights in Neu-Ulm, den Aufstieg in die GFL 2 Süd als Regionalligameister.
Das Spiel im Sportzentrum Landsberg begann erwartungsgemäß mit einer starken Defensive der Rams, die den ersten Drive der X-Men unterband und durch einen Touchdown von Wide Receiver Sven Thiemel mit 6:0 in Führung ging. Die anschließende 2-Point-Conversion gelang jedoch nicht. Die Landsberger Offensive, durch den Abgang von Dwayne Milton zum Umdenken gezwungen, kam im Laufe des Spiels immer besser zurecht. Quarterback Brad Jones glänzte mit abwechslungsreichen und unberechenbaren Aktionen. Er warf Pässe auf Hannes Haug, Patrick Brüsselbach, Lucas Dombo und Bryant Hayes, übergab das Leder an Simon Legath und Sulaiman Bello oder übernahm bei Läufen selbst die Initiative. Im ersten Viertel erzielten die X-Men durch ein Field Goal von Hannes Haug ihre ersten Punkte und verkürzten auf 3:6.
Die X-Men zeigten im weiteren Verlauf Flexibilität und Stärke. Trotz eines weiteren Touchdowns von Thiemel, der zum 3:12 führte, blieb die Mannschaft kämpferisch. Ein Touchdown durch Sulaiman Bello verkürzte den Abstand auf 10:12. Beim anschließenden Ballbesitz der Gäste stand Thiemel erneut völlig frei und konnte das Ei unbedrängt in der Endzone fangen, wodurch der Spielstand auf 10:18 anwuchs. Doch die X-Men ließen sich nicht beeindrucken. Läufe von Bello und Hayes standen beim nächsten Drive im Mittelpunkt, und letzterer brachte das Ei schließlich zum Touchdown in die Endzone. Der Versuch der X-Men, eine 2-Point-Conversion zu erzielen, scheiterte, aber die Defensive zeigte vollen Einsatz und brachte das 16:18 in die Halbzeit.
In der Pause blieben die X-Men optimistisch. "Wir brauchen nur schnell den Ball, dann ist alles möglich", sagte Quarterback Jones. Und tatsächlich, nach einem Fumble der Rams gelang es den X-Men schnell, den Ball zurückzugewinnen. Zwei Pässe auf Hannes Haug und ein Touchdown-Lauf von Bryant Hayes brachten das 22:18 für die X-Men. Eine wiederum misslungene 2-Point-Conversion verhinderte eine höhere Führung. Linebacker Luis Launer sagte nach der Partie: "Vielleicht haben wir uns schon zu sicher gefühlt, jedenfalls sind wir wieder in alte Muster verfallen und haben schlecht verteidigt." Die Rams nutzten diese Schwächen und drehten das Spiel. Zwei weitere Touchdowns der Rams setzten den Endstand von 33:22 für die Gäste.
Die X-Men konnten im letzten Viertel keine entscheidenden Akzente mehr setzen, und die Rams brachten das Ergebnis clever über die Zeit. Trotz der Niederlage zeigte sich die Mannschaft stolz auf ihre Leistung. "Die erste Hälfte war bombastisch, und das Spiel hat insgesamt großen Spaß gemacht", meinte X-Man Quirin Heinlein nach der Partie. "Was in der zweiten Halbzeit los war, ist mir allerdings auch ein Rätsel. Aber ich habe von den Rams die Info bekommen, dass sie durchaus beeindruckt waren."
Den Applaus im letzten Heimspiel der Saison hatte sich die Mannschaft mehr als verdient. "Es war ein wunderschönes, spannendes und interessantes Footballspiel. Ich denke, wir haben dem Publikum das geboten, was wir wollten und gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben", resümierte Vizepräsident Harald Göbel. "Die Nürnberger haben sich das bestimmt leichter vorgestellt. Am Ende fehlten einfach die Kraft und die Konzentration."
Auch wenn es kein Spiel mehr vor der heimischen Kulisse geben wird, ist die Saison für den Landsberg X-press noch nicht vorbei. Am 10. August steht die Partie bei den Passau Pirates auf dem Programm, für das die Mannschaft von Head Coach Gabriel Chambers besonders motiviert sein dürfte. Der Anpfiff ist um 15 Uhr.
Auerbach - 06.08.2024

Landsberg hatte Tabellenführer Nürnberg in der ersten Hälfte am Rand einer Niederlage. (© Landsberg X-Press)
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