Aaron Donald beendet Laufbahn

Aaron Donald bei der Opening Night vor Super Bowl LIIILos Angeles Rams Superstar Aaron Donald beendet seine Karriere. Der 32-jährige Defensive Tackle wird - so er keinen Rücktritt vom Rücktritt hinlegt (wir schauen in Tom Bradys Richtung) - damit in fünf Jahren in die Hall Of Fame aufgenommen werden. Er war sicherlich der beste Defensive Tackle seiner Generation und - möglicherweise diskutabel - auch der beste Verteidiger.

Nicht zuletzt dank eines Rekords im 40 Yard Sprint für einen Defensive Tackle (4,68) wurde er nach seiner Zeit am College bei den Pitt Panthers zum Erstrundenpick: Die Rams holten ihn mit dem 13. Pick im Draft 2014. Eine Wahl, die die Rams nie bereuten: 2017, 2018 und 2020 wurde er als Defensivspieler des Jahres ausgezeichnet und in allen zehn Jahren seiner Karriere wurde er zum Pro Bowl geschickt. Er und Barry Sanders, ehemals Running Back der Detroit Lions, sind die einzigen Spieler, die mindestens zehn Jahre spielten und in allen zehn Jahren auch zum Pro Bowl entsandt wurden (danke an Evan Kaplan / ESPN).

Achtmal First Team All Pro haben außer ihm auch nur wenige Spieler geschafft.

Dementsprechend gut war Donald, der sich seines Status absolut bewusst war und auch nicht vor Holdouts zurückschreckte, bezahlt: Seit 2014 hat der in einem einfachen Arbeiterviertel Pittsburghs aufgewachsene Star bei den Rams gut 157 Millionen Dollar verdient.

Das zahlte er aber auch mit Leistung zurück: Von 154 Partien im Dress der Rams startete er 150, erzwang dabei 24 Fumbles, eroberte sieben Fumbles, brachte 111 Mal den gegnerischen Quarterback zu Fall und setzte 543 Tackles. Und das alles, obwohl er fast durchgehend gegen Double Teams in der gegnerischen Offensive Line antreten musste.

Bereits bei den ersten Berichten aus dem Rams Camp 2014 waren sich die Experten einig, dass hier ein ganz Großer heranwachsen würde, wenn er denn verletzungsfrei bleiben könnte. Das klappte durchaus gut: In seinen zehn Jahren verpasste er nur neun Partien, die meisten davon in der Spielzeit 2022, als er gleich sechs mit einer Knöchelverletzung am Ende aussetzen musste. Da waren die Rams allerdings sowieso weit vom sportlichen Erfolg des Vorjahres entfernt, so dass dies nicht weiter ins Gewicht fiel.

In den zehn Jahren gab es auch einige wenige Kontroversen: Einmal wurde er bestraft, weil er einen Schiedsrichter geschubst hatte, zweimal würgte er Gegenspieler, die ihn zuvor durchgehend provoziert hatten (nicht, dass es die Aktionen entschuldigt - lediglich zur besseren Einordnung).

Einig waren sich aber alle, dass es in der NFL-Geschichte kaum einen besseren NFL Tackle gegeben hat und er den Vergleich sicher mit niemand scheuen muss.

Mit den Rams qualifizierte er sich in der Saison 2018 für die Playoffs dank einer hervorragenden 13-3 Bilanz; am Ende mussten sie sich jedoch in Super Bowl LIII mit 3:13 geschlagen geben. Besser klappte es drei Jahre später, als das "All In-Team" der Rams mit einer 12-5 Bilanz in die Endrunde einzog und nach Siegen über die Arizona Cardinals (Wild Card Runde), bei den Tampa Bay Buccaneers (Divisional Runde) und gegen die San Francisco 49ers (NFC Championship Game) im Endspiel stand. Dort besiegten die favorisierten Rams auch die Cincinnati Bengals mit 23:20 und Aaron Donald hatte an diesem Triumph keinen kleinen Anteil mit vier Tackles, drei davon Solo Tackles und vor allem zwei Sacks gegen Joe Burrow.

Bereits damals mehrten sich die Gerüchte, dass Donald über einen Abschied vom Profileben nachdenken würde, aber letztendlich blieb er noch zwei Spielzeiten länger - betonte jedoch, nur von Saison zu Saison zu denken.

Jetzt ist offensichtlich der Punkt gekommen, wo er - trotz immer noch Bestleistungen - genug hat.

Viele Offensive Lineman werden angesichts dieser Nachricht aufatmen.

Carsten Keller - 15.03.2024

Aaron Donald bei der Opening Night vor Super Bowl LIII

Aaron Donald bei der Opening Night vor Super Bowl LIII (© Carsten Keller)

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