Leistung kleiner - Co2-Ausstoß größer

Chip Kelly weiß, warum de Offense Leistung kleiner geworden ist. Die College Football Saison 2023/24 ist seit einigen Wochen beendet und doch läuft die Debatte über Nachhaltigkeit, Qualität und die Einschätzung dieser Spielzeit zwischen Coaches und Spielern weiter. Auffällig waren aus sportlicher Sicht vor allem die geringen Punkte, die ein Team im Durchschnitt pro Spiel erobert hat. Es waren genau 27,78 und damit ist zum dritten Mal hintereinander ein schlechterer Wert zum Vorjahr ermittelt worden. So etwas hat es seit 1937, also dem Jahr, als die NCAA anfing, Statistikwerke zu erstellen, nicht mehr gegeben. Gleichzeitig ist es der geringste Wert seit 2009. Auch der total Offense Wert, wird mit 385,70 Yards pro Spiel und Team allgemein als ein lausiger Wert angesehen. Es handelt sich um die schlechteste Ausbeute seit 2010.

Also muss es eine oder mehrere Entwicklungen gegeben haben, die einen Einfluss auf das College Football Spiel im letzten Jahr gehabt hatten. Zuerst muss berücksichtigt werden, dass die neue "First-Down-Regel rund fünf Spielzüge pro Spiel verhindert. Auch haben sich Defensive Line Spieler in den letzten Jahren verändert. Sie sind schneller und leichter geworden und damit den Offensive Linemen überlegender. "Wenn Du auf die Statistiken in der NFL und im College Football schaust, wirst Du die gleiche Entwicklung feststellen. Die Anzahl der Offense Punkte geht zurück", weiß ex UCLA Head Coach Chip Kelly zu berichten. "Das ist das schöne am College Football, es geht niemals in die eine Richtung und damit ist ein 30-jähriger Trend durchbrochen, der von 1993 bis 2002 andauerte. Schau Dir einfach mal Michigan an. Letztes Jahr scheiterten Sie in den Playoffs, weil sie eine lausige Defense hatten (Nummer 95 im College Football). 2023/24 wurden sie National Championship und stellten die beste Defense in der FBS Klasse."

Nachhaltigkeit und Sport passen oft nicht gut zusammen. Eingesetzte Kunstrasen gelten als ökologische Dreckschleudern, doch Fahrten zu auswärtigen Gegnern können selbst in den USA bald einem Thema werden. Durch das Realignment 2023/2024 hat sich die Struktur der Conferences Big Ten und ACC komplett verändert. Ihr Gebiet erstreckt sich ab sofort über das gesamte Land, also von Küste zu Küste. Und weil zum Beispiel UCLA 2024 in der Big Ten spielen wird, werden die Bruins nicht nur einmal nach Hawaii zu einem Non-Conference Spiel fliegen, sondern auch Nebraska, Penn State, Rutgers, und Washington besuchen. Für alle Auswärtsfahrten zusammengerechnet, beträgt die geflogene Distanz 22275 Meilen, oder anders ausgedrückt: 89 Prozent des Weges "Einmal um den Aquätor fliegen". Bei jedem Hin-und Rückflug verursacht übrigens jeder Passagier 3,65 Tonnen Co2. Fliegt ein College Team also von Kalifornien nach Hawaii und zurück und nimmt es 100 Personen mit, werden rund 365 Tonnen oder 131035 Kubikmeter Co2 in die Stratosphäre gepustet. Als es die Pac-12 noch gab, betrug die Gesamtreisedistanz einer Saison nur ein Fünftel der erwähnten 22275 Meilen. Nachhaltigkeit sieht natürlich anders aus. Dass sich das aktuelle große Realignment als relevanter Klimakiller erweisen könnte, hat sich in US-College Football Kreisen offensichtlich noch nicht herum gesprochen.

Schlüter - 20.02.2024

Chip Kelly weiß, warum de Offense Leistung kleiner geworden ist.

Chip Kelly weiß, warum de Offense Leistung kleiner geworden ist. (© Getty Images)

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