Steelers senden ein Lebenszeichen

Mason Rudolph überraschte Alle mit seiner Leistung.Die Pittsburgh Steelers können doch noch gewinnen. Nach drei deutlichen Niederlagen schlugen die heimischen Steelers die favorisierten Gäste aus Cincinnati überraschend deutlich mit 34:11. Damit haben die Steelers ihren Fans zumindest das Weihnachtsfest gerettet und erstmals seit 2019 wieder beide Saisonspiele gegen die Bengals gewonnen. Für die Playoffs wird es bei beiden Teams aber wohl nicht mehr reichen.

Die Partie war bereits zur Halbzeit entschieden und zahlreiche Ergänzungsspieler, die durch die Verletzungen der etablierten Kräfte in die Startelf gespült wurden oder auf neuen Positionen spielen mussten, sorgten für die spielentscheidenden Situationen zu Gunsten der Steelers. QB Mason Rudolph, LB Myles Jack, SS Eric Rowe und CB Patrick Peterson trugen mit ihren Aktionen maßgeblich zum Erfolg bei.

Mit QB Mason Rudolph erreichte die Offense bereits mit ihrem zweiten Spielzug die Endzone. Rudolph, der eine großartige Partie zeigte, warf einen kurzen Pass auf WR George Pickens. Zwei Verteidiger der Bengals behinderten sich gegenseitig und den Rest erledigte Pickens Schnelligkeit. 86 Yards später erreichte er die Endzone zum frühen 7:0. Dieser schnelle Start schien das ganze Team zu beflügeln.

QB Mason Rudolph spielte so gut, dass es für Tomlin gar nicht so einfach sein wird ihn wieder auf die Bank zu setzen, wenn Kenny Pickett wieder einsatzfähig sein sollte. Eine Vollständigkeitsrate von 63 Prozent, 290 Yards Raumgewinn und 2 Touchdowns summieren sich zu einem Rating von 124 Punkten. Das schaffte auch Pickett in dieser Saison noch nicht. Seit Bestwert liegt bei 108,5, erreicht im Spiel gegen die Raiders.

Wenig später hatte CB Patrick Peterson, der wegen der personellen Misere der Steelers erstmals von Beginn an als Free Safety agieren musste, seinen großen Auftritt. Die Bengals hatten sich bereits bis zur 16-Yard-Linie der Steelers vorgearbeitet, als Bengals QB Jake Browning auf der Flucht vor dem Pass Rush der Steelers einen Risiko-Pass in die Endzone warf. Peterson hatte nur wenig Mühe den unpräzisen Pass abzufangen. Daraus folgte ein Drive über 80 Yards, den WR Calvin Austin mit einem Lauf über sieben Yards zum 14:0 abschloss.

Mitte des zweiten Viertels war es am zweiten Safety Eric Rowe zu zeigen wozu er fähig ist. Er selbst war vor wenigen Wochen noch im "Übungskader" der Steelers und rutschte für dieses Spiel nun sogar in die Startelf. Rowe fing einen weiteren Pass von Browning ab und trug diesen bis zur 14-Yard-Linie der Bengals zurück. Vier Spielzüge später tankte sich RB Najee Harris durch die Defense zum 21:0.

Und als der nächste Drive der Bengals an der 5-Yard-Linie der Bengals gestoppt wurde, antworteten die Steelers mit einem Drive über 64 Yards und einem Field Goal durch Chris Boswell zum 24:0 zur Halbzeit. Dies war die höchste Führung der Steelers seit der Saison 2016 (29 Punkte gegen Kansas City).

Die Überlegenheit der Defense der Steelers war erdrückend. Das Laufspiel der Bengals war weitgehend gestoppt worden und im Passspiel konnte Browning immer wieder unter Druck gesetzt und zu Fehlern gezwungen werden. Selbst die Mitte der Defense der Steelers, die am schwersten von den Ausfällen betroffen war, stand wie eine Mauer. Immer am Ort des Geschehens war dabei ILB Myles Jack, den die Steelers extra aus dem Ruhestand geholt hatten. Nachdem dann auch noch ILB Elandon Roberts ebenfalls verletzungsbedingt ausscheiden musste, übernahm Jack sogar die Rolle des "Play Callers" für die Defense.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Head Coach Mike Tomlin nach dem Spiel: "Das war ein toller Sieg. Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft und ihrem Einsatz. Es war ein großartiger Sieg der gesamten Mannschaft, in allen Bereichen; Offense, Defense und Special Teams. Und Mason hat großartig gespielt. Obwohl er so lange keinen Einsatz hatte, merkte man das seinem Spiel überhaupt nicht an."

Und was sagte der Gelobte selbst dazu: "Das war sehr befriedigend heute für das ganze Team und natürlich auch für mich. Ich bin einfach nur dankbar dass ich wieder auf dem Feld stehen durfte und solch eine gute Leistung zeigen konnte."

Mitte des zweiten Viertels wurde er von den Fans sogar mit Sprechchören gefeiert. Das hat Rudolph sehr genossen, wie er nach dem Spiel zugeben musste. Er sei ja schließlich auch nur ein Mensch. Doch auch dass kann er inzwischen einordnen: "Das kann sich von Woche zu Woche ändern. Ich stand auch schon am anderen Ende und bin ausgebuht worden. Ich will das deshalb nicht überbewerten. Am Ende muss man das ausblenden und sich auf das Spiel und seine Leistung konzentrieren."

Korber - 24.12.2023

Mason Rudolph überraschte Alle mit seiner Leistung.

Mason Rudolph überraschte Alle mit seiner Leistung. (© Getty Images)

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