Army siegt mit starker Abwehr

Army gewann die 124. Auflage des Traditionsduells gegen Navy mit 17:11 und holte sich damit die Commander-in-Chiefs Trophy, die Auszeichnung für das beste Team in den Spielen der drei Militärakademien untereinander. Die Black Knights hatten am 5. November auch gegen Air Force gewonnen (23:3). Zugleich verhinderten sie mit dem vierten Sieg in Folge eine "Losing Season". Für die entscheidenden Aktionen sorgte dabei die Abwehr. Im ersten Viertel fing sie einen Pass an der eigenen 35-Yard-Linie ab, im zweiten Viertel stoppte sie Navys Offense bei einem ausgespielten vierten Versuch an der 37-Yard-Linie, im vierten Viertel schlug LB Kalib Fortner Navys QB Tai Lavatai den Ball aus der Hand und erzielte anschließend mit einem 44-Yard-Fumble-Return den Touchdown zum 17:3, und drei Sekunden vor Spielende stoppte sie Lavatai bei einem kurzen Lauf durch die Mitte im vierten Versuch Zentimeter vor Erreichen der Goal Line und entschied damit das Spiel. "Irgendwie ist es immer so. Du führst mit 14 Punkten, und eine Sekunde vor Spielende stehen sie vor der Endzone mit der Chance, den Ausgleich zu machen. Unwirklich", sagte Armys Head Coach Jeff Monken anschließend, und spielte damit auch auf das packende Ende der letztjährigen Partie der Beiden an. Damals hatte sein Team kurz vor Schluss mit einem Field Goal den 10:10-Ausgleich erzielt und die Verlängerung erzwungen, in der Army dann einen 20:17-Erfolg geholt hatte.

In einem Spiel, in dem beide Offenses über weite Strecken wenig zustande brachten, hatte man nach einer 10:0-Führung für Army zur Halbzeit nicht den Eindruck, als würde Navy das Spiel noch drehen können. Im Anschluss an die erwähnte Interception war Army mit dem längsten Angriff der Partie (12 Spielzüge, sieben Minuten und 13 Sekunden Ballbesitz) mit 7:0 in Führung gegangen (4-Yard-Pass von QB Bryson Daily auf TE Tyson Riley), begünstigt durch einen Fehler in Navys Abwehr, die zu spät sah, dass man Riley, der bei diesem Spielzug rechts als Wide Receiver aufgestellt war, vergessen hatte. Und nach dem ebenfalls schon erwähnten gestoppten vierten Versuch 65 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit baute Army die Führung mit einem Field Goal bei ablaufender Spielzeit auf 10:0 aus. Knapp fünf Minuten vor Spielende schien dann die Vorentscheidung gefallen zu sein, als Fortner bei einem Pass-Spielzug ungehindert auf Lavatai zustürmte, diesem den Ball aus der Hand schlug, bevor er zum Pass ausholen konnten, den freien Ball aufnahm und zum 17:3 in die Endzone trug.

Dann lief es plötzlich mal in Navys Offense. Lavatai brachte vier Pässe in Folge ins Ziel, den ersten für 13 Yards bei einem vierten Versuch und sieben zum First Down benötigten Yards an der eigenen 44-Yard-Linie und den letzten für 14 Yards auf WR Jayden Umbarger zum Touchdown zum 9:17. Der folgende Onside Kick war ebenso erfolglos wie zuvor der Versuch einer Two-Point Conversion (erfolgloser Pass von Lavatai auf WR Eli Heidenreich). Aber: Army begann seinen nächsten Angriff mit zwei False-Start-Strafen und musste kurz darauf punten. Navy kam so eine Minute und 39 Sekunden vor Spielende an der eigenen 27-Yard-Linie noch einmal in Ballbesitz und arbeitete sich mit vier weiteren erfolgreichen Pässen von Lavatai für 58 Yards schnell bis an Armys 6-Yard-Linie vor. Nach zwei erfolglosen Pässen sowie einem für vier Yards versuchte man im vierten Versuch mit einem Lauf von Lavatai durch die Mitte, in die Endzone zu kommen, wurde aber gestoppt. Freuen konnte sich Army aber erst, nachdem der Spielzug überprüft worden war. Anschließend lief Daily bei drei verbliebenen Sekunden zum Safety aus der Endzone.

Hoch - 10.12.2023

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