Michigan, das bislang in dieser Saison noch nicht ernsthaft gefordert worden war, zeigte mit dem 24:15-Erfolg bei Penn State, dass es auch gegen ebenbürtige Gegner bestehen kann. In einem Spiel, das einen stark an Big Ten Football in den 70ern erinnerte, mit Kampf um jeden Zentimeter an der Line of Scrimmage, viel Laufspiel und wenig Passspiel setzten sich die Wolverines letztlich verdient durch, weil sie die besseren Running Backs hatten. Die treibende Kraft war dabei Blake Corum, der mit 145 Yards mehr als die Hälfte von Michigans offensiver Ausbeute holte und zwei Touchdowns erzielte. "Wir gingen in das Spiel mit dem Wissen, dass das Laufspiel Priorität haben würde. Ich denke, unsere Jungs an der Linie hatten sich fest vorgenommen, zu dominieren, und unsere Running Backs arbeiteten besonders hart", sagte Offensive Coordinator Sherrone Moore, der bis zum Ende der Regular Season in den Spielen die Aufgaben des gesperrten Head Coachs Jim Harbaugh übernimmt, anschließend zur Leistung seines Teams.
Dass man von einem Spiel, in dem zwei der besten Defenses dieser Saison auf dem Feld standen, nicht gerade ein Punkte-Festival erwarten durfte, war von vornherein klar, und so wurde das Spiel denn auch von den Defenses, vor allem den "Front Seven" beider Teams dominiert. Michigans Vorteil bei diesem Spielverlauf war, dass es dank Corum und Donovan Edwards, der den dritten Touchdown zum Erfolg beisteuerte, aus den wenigen Lücken, die man in Penn States Abwehr reißen konnte, mehr machen konnte. In der zweiten Halbzeit warf QB J.J. McCarthy keinen einzigen Pass. Penn State musste dagegen, auch weil es ab der vierten Minute des zweiten Viertels immer hinten lag und wusste, dass es nur wenige Chancen, zu punkten, bekommen würde, mehr passen. Dabei wirkte der erst 19-jährige QB Drew Allar aber oft überfordert.
Michigan führte dank zweier Touchdown-Läufe (3 Yards von Corum zum 7:3 und 22 Yards von Edwards zum 14:3) zur Halbzeit mit 14:9 und baute die Führung im Anschluss an einen Fumble von Allar an der eigenen 49-Yard-Linie im dritten Viertel mit einem 22-Yard-Field-Goal auf 17:9 aus. Die Vorentscheidung fiel dann, als Penn State viereinhalb Minuten vor Spielende an der eigenen 30-Yard-Linie einen vierten Versuch ausspielte anstatt zu punten und damit scheiterte (erfolgloser Pass von Allar). Im nächsten Spielzug schufen der linke Guard und der linke Offensive Tackle eine Lücke, durch die Corum zu einem 30-Yard-Touchdown zum 24:9 sprintete. Penn State schaffte zwei Minuten vor Spielende zwar noch den Touchdown zum 15:24, scheiterte anschließend aber mit dem Onside-Kick-Versuch und kam so nicht noch einmal in Ballbesitz.
Hoch - 11.11.2023

RB Blake Corum war die treibende Kraft in Michigans Angriff beim 24:15-Sieg bei Penn State. (© Getty Images)
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