Spiel gewonnen, Spieler verloren

Chez Mellusi,Wisconsin begann die Spiele innerhalb der Big Ten Conference mit einem letztlich souveränen 38:17-Erfolg beim letztjährigen Teilnehmer am Big Ten Championship Game, Purdue, aber die Freude darüber wurde getrübt durch eine wahrscheinlich schwere Verletzung von RB Chez Mellusi, einem der wichtigsten Spieler in Wisconsins Offensive. Mellusi, der in den ersten drei Partien der Badgers 258 Yards und vier Touchdowns erlaufen hatte, verletzte sich sechseinhalb Minuten vor Spielende, als am Ende eines 1-Yard-Laufes ein Verteidiger in sein linkes Bein fiel. Head Coach Luke Fickell sagte später, dass man die Schwere der Verletzung noch nicht kenne, aber, dass es nicht gut aussehe. Die nur einmal gezeigte Wiederholung der Szene während der TV-Übertragung lässt den Bruch des Sprunggelenks vermuten.

Wisconsin begann stark und schloss seine ersten drei Angriffe mit Touchdowns zu einer 21:3-Führung ab, was vor allem auch der Offensive Line zu verdanken war, die sowohl immer wieder Räume für erfolgreiche Läufe schuf, als auch QB Tanner Mordecai bei Pässen gut schützte. Purdue dagegen bekam gegen Wisconsins bissige Abwehr nur wenig zustande und schadete sich auch noch selbst. Bei ihrem zweiten Angriff kosteten die Boilermakers Holding-Strafen gegen die Offensive Line 39 Yards und zwei First Downs. Schließlich verzog P Jack Ansell auch noch den Punt (nur 20 Yards), was zu Ballsitz Wisconsin an Purdues 38-Yard-Linie und dem Touchdown zum 14:0 (6-Yard-Lauf von Mordecai) sieben Spielzüge später führte. Purdue anwortete zwar mit einem 34-Yard-Field-Goal zum 3:14, aber im Gegenzug zauberte Wisconsin den besten Angriff des Spiels (16 Spielzüge, 75 Yards, acht Minuten und 41 Sekunden Ballbesitz) aufs Feld und baute die Führung mit einem 14-Yard-Lauf von RB Braelon Allen auf 21:3 aus. Als Wisconsin den ersten Angriff der zweiten Halbzeit mit einem 38-Yard-Field-Goal zum 24:3 abschloss, schien alles auf einen ungefährdeten Erfolg der Bagders rauszulaufen.

Kurioserweise kam es anders. Purdues Angriff kam plötzlich immer besser in Fahrt, während Wisconsins bis dahin starke Abwehr beim Tackling schlampiger wurde. Purdue kam so mit Hilfe zweier Touchdown-Läufe von RB Tyrone Tracy (19 Yards) und QB Hudson Card (6 Yards) bis zum Ende des dritten Viertels auf 17:27 heran. Und auch als Wisconsin nach Cards Touchdown ein weiteres Field Goal (48 Yards) zum 30:17 erzielte, hatte man in dieser Phase das Gefühl, dass das Spiel komplett kippen könnte, wenn Purdue ein Touchdown zum 24:30 gelänge. Dazu kam es dann doch nicht, weil die nächsten beiden Angriffe der Gastgeber mit einer Interception an Wisconsins 34-Yard-Linie und einem erfolglos ausgespielten vierten Versuch an Wisconsins 33-Yard-Linie endeten. Die Entscheidung wurde dann gut eineinhalb Minuten nach der Verletzung von Mellusi eingeleitet - auf kuriose Weise. Bei einen Pass-Spielzug an Purdues 36-Yard-Linie verlor Card bei einer Attacke von hinten den Ball, bevor er eine Passbewegung machen konnte. RB Devin Mockobee nahm den Ball auf der rechten Seite auf Höhe der Line of Scrimmage zwar auf, blieb aber einfach stehen, weil er glaubte, dass der Spielzug mit einem unvollständigen Pass beendet sei. Die Schiedsrichter beendeten den Spielzug aber nicht, weil sie die Situation als Fumble von Card werteten, was anschließend überprüft und bestätigt wurde. Wisconsins DE Darian Varner schlug Mockobee den Ball aus der Hand und sicherte ihn an Purdues 26-Yard-Linie. Drei Spielzüge später erzielte Braelon Allen mit einem 4-Yard-Lauf durch die Mitte den Touchdown zum 38:17.

Hoch - 23.09.2023

Chez Mellusi,

Chez Mellusi, (© Getty Images)

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