Kirchdorf bereit für die GFL

Der Kern des GFL-Teams für 2024 in Kirchdorf steht.Nach dem anfänglichen Schock für die Wildcats, dass es keine Relegationsspiele geben wird nach der Absage der Ravensburg Razorbacks, schalteten die Verantwortlichen und das Team schnell wieder in den Zukunfts-Modus. Vergangenen Samstag fand in der In(n) Energie Arena ein Teammeeting zusammen mit der Vorstandschaft der Wildcats statt, um über den direkten Aufstieg in die GFL zu diskutieren.

Schnell wurde klar, dass der Großteil der Mannschaft und auch die Trainer den Schritt in die höchste deutsche Spielklasse wagen wollen. Präsident Wolfgang Höfelsauer begrüßte 50 Spieler der ersten und zweiten Mannschaft und deren Trainer und eröffnete die Diskussionsrunde. Routinier Jürgen Weigl war es, der den Auftakt machte. Da er selbst schon 2018 und 2019 in der GFL gespielt hatte, konnte er seine Argumente überzeugend vorbringen: "In der GFL ändert sich die Dynamik des Spiels. Fehler werden schneller bestraft, und das Coaching ist besser und flexibler", erklärte der Defensive Lineman. Für ihn führt kein Weg am Aufstieg vorbei, wenn die Mannschaft sich entwickeln möchte.

Ins selbe Horn blies auch Offensive Coordinator Tom Schmidtke: "Wir stecken fest in einer Sackgasse. Das Niveau der GFL 2 war heuer nicht gut. Da müssen wir raus", so der Coach. Dies geht über ein verstärktes Recruiting für neue Spieler und Trainer, so Schmidtke. Auch Head Coach Christoph Riener gab bereits einen Rahmen vor, der benötigt wird für die GFL. "Wir müssen mit allen Teams gemeinsam trainieren. Wir werden vier Importspieler benötigen, und wir brauchen Hilfe in allen Abteilungen", so Riener. "Es wird nicht reichen, dass wir eine Mannschaft haben und eine Vorstandschaft, die sich um die Orga und die Finanzen kümmert. Wir brauchen Helfer rund um das Team, und die müssen wir selbst organisieren", prophezeit der Cheftrainer.

Viele weitere Redner hatten eine ähnliche Meinung und stellten auch klar fest, dass das Training intensiviert werden muss. Auf dem Platz und auch im Kraftraum muss jeder Spieler sich steigern. Zwischendurch erklärte Wolfgang Höfelsauer noch eine mögliche Einteilung der Liga. "Es werden wieder zwölf Spiele in zwei Gruppen sein. Es kann uns natürlich passieren, dass wir ein zugelostes Interconference-Spiel im schlechtesten Fall in Kiel bestreiten müssen. Dafür sind fast alle anderen Spiele richtig geile Derbys", so Höfelsauer. Auch Vertreter der U19 wurden gehört und die Spieler der 2. Mannschaft.

Nach 60 Minuten, in denen alle Argumente ausgetauscht wurden, übernahm Präsident Höfelsauer das Wort. Er stellte fest, dass in den letzten zwei Jahren der Verein viele richtige Schritte getan hat. Den Wiederaufbau des Flag-Teams und der U19, die mit neuen Trainern und Teammanagern ausgestattet wurden. Die zweite Mannschaft, aus der heuer schon viele Spieler im GFL-2-Team aufgelaufen seien, und natürlich die Bundesligamannschaft, die eine grandiose Meisterschaft gespielt hat und überzeugend Meister geworden ist.

"Jetzt ist es Zeit für den nächsten Schritt. Ich bin mir sicher, dass wir das schaffen. Wir werden die nötigen finanziellen Mittel auftreiben, und wenn wir einen guten Kader aus unseren Spielern zusammenstellen, was soll dann passieren", fragte der Präsident in die Runde. Am Ende wurde abgestimmt, und mit nur wenigen Enthaltungen stimmten alle Beteiligten dem Aufstieg zu. "Wir werden jetzt unser Votum dem Verband mitteilen, und ab heute planen wir für die GFL 2024", waren die Schlussworte des Präsidenten.

Auerbach - 18.09.2023

Der Kern des GFL-Teams für 2024 in Kirchdorf steht.

Der Kern des GFL-Teams für 2024 in Kirchdorf steht. (© Kirchdorf Wildcats)

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