Browns düpieren Bengals im Regen

Dustin Hopkins (Cleveland Browns)Für die Cleveland Browns hätte die Saison nicht besser starten können. Dank einer Defense, welche die hohen Erwartungen nicht nur erfüllen sondern sogar übertroffen hat, gewannen die Browns ihr erstes Heimspiel der Saison mit 24:3 gegen die favorisierten Cincinnati Bengals. Dennoch war das Spiel lange Zeit offen. Im strömenden Regen fanden beide Mannschaften nur selten zu einem ansehnlichen Angriffsspiel. Die Browns erzielten immerhin zwei Touchdowns und drei Field Goals durch ihren neuen Kicker Dustin Hopkins, während die Offense der Bengals um QB Joe Burrow einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

Die Offense der Bengals vermittelte zu keinem Zeitpunkt die Gefährlichkeit der vergangenen Saison. Falsche Passrouten durch die Receiver, verpatzte Blocks der Offensive Line und ein völlig neben sich stehender QB Joe Burrow hinterließen einen desolaten Eindruck. In Cincinnati werden nun die Diskussionen, ob es klug von Head Coach Zac Taylor ist seine Stammspielern nicht in den Testspielen einzusetzen, wieder neue Nahrung erhalten. Es wirkte nämlich nicht nur so, als würde die Mannschaft das erste Mal in dieser Besetzung zusammen spielen.

Das darf die herausragende Vorstellung der Defense der Browns aber nicht schmälern. Defensive Coordinator Jim Schwartz ließ acht Defensive Linemen permanent rotieren, damit stets frische Kräfte auf die Jagd nach Joe Burrow gehen können. Das funktionierte wie aus dem Lehrbuch. Burrow zeigte mit 82 Yards Raumgewinn die mit Abstand schlechteste Leistung seiner bisherigen Laufbahn.

"Diese Niederlage ist schwer zu verdauen. Wir haben unser Leistungsvermögen nicht erreicht, ich vor allem habe mein Leistungsvermögen nicht erreicht", sagte Burrow nach der Partie und ergänzte: "Das passiert halt, wenn der Quarterback wochenlang nicht am Training teilnehmen kann." Burrow musste wegen einer Wadenverletzung die gesamte Vorbereitung von der Seitenlinie verfolgen. Und auch jetzt scheint die Verletzung nicht vollständig auskuriert. Es war schon auffällig, wie sehr sich Burrow mit eigenen Läufen in der Partie zurück hielt.

Auch in der Offense der Browns funktionierte nicht alles perfekt, aber es reichte mit Unterstützung der Defense das Spiel deutlich für sich zu entscheiden. QB Deshaun Watson, der insgesamt einen eher mäßigen Auftritt hatte, erlief kurz vor der Halbzeit selbst das 10:0 für die Browns. Im vierten Viertel fügte er noch einen Touchdown-Pass über drei Yards auf TE Harrison Bryant bei. K Dustin Hopkins steuerte noch drei Field Goals (42, 34 und 43 Yards) zum am Ende dann doch noch ungefährdeten Sieg bei.

Der strategische Ansatz der Browns war perfekt für dieses Wetter gewählt. Ein starkes Laufspiel mit RB Nick Chubb (106 Yards Raumgewinn) und eine aggressive Defense, die Joe Burrow keine ruhige Minute gönnte und damit das gefürchtete Passspiel der Bengals weitgehend ausschaltete, war der Grundstein für den Erfolg. So blieb WR Tee Higgins, der im Vorfeld erklärt hatte er werde neue persönliche Bestleistungen in dieser Saison aufstellen, komplett ohne einen Catch.

Bengals-Head-Coach Zac Taylor, der bisher in seinen fünf Anläufen noch nie gegen die Browns gewonnen hat, wies auch noch einmal auf das Wetter hin: "Eine Partie in solchem Regen mussten wir schon sehr lange nicht mehr spielen. Die Browns haben es einfach besser verstanden, unter solchen Bedingungen erfolgreich zu sein."

Korber - 11.09.2023

Dustin Hopkins (Cleveland Browns)

Dustin Hopkins (Cleveland Browns) (© Getty Images)

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