Neuigkeiten der ELF beim "Kickoff Event"

Die Zuschauerränge beim Endspiel werden noch besser gefüllt sein wie im Finale 2021Die European League Of Football hat mit einem "Kickoff Event" in Düsseldorf auf die anstehende dritte Spielzeit seit Gründung eingestimmt. In einer unterhaltsamen guten Stunde feierte man sich selbst, erklärte die Neuigkeiten, bot Sponsoren eine Plattform und leitete in den noch lange andauernden inoffizielllen Teil des Abends ein, in dem weiter gefachsimpelt werden durfte.

Insgesamt soll alles noch etwas "größer, besser und wilder" werden, wie gleich mehrmals in dem von Jennifer Becks moderierten Abend angesprochen wurde.

Dazu reflektierten zunächst Commissioner Patrick Esume und CEO Zeljko Karajica kurz über die ersten beiden Spielzeiten und gingen dann auf die anstehenden Änderungen ein: Bereits in dieser Saison wird es sechs Playoffteams geben. Nachdem man usprünglich vier Teams bei zwölf teilnehmenden Mannschaften in den Semi-Finals hatte, wird es künftig – bei 18 Mannschaften – sechs Playoffteams geben. Dazu qualifizieren sich die drei Conference-Sieger (East, Central, West) und die drei Teams mit der besten Bilanz, so dass theoretisch auch drei Teams einer Conference in der Endrunde stehen können.

Neben der Aufnahme der bereits verkündeten sechs neuen Teams für 2023 (Prag, München, Paris, Zürich, Fehervar und Mailand) würde man im Moment "vor allem im Hintergrund arbeiten, um die Liga attraktiver und digitaler zu machen", wie Karajica erklärte. Insgesamt wird es in dieser Spielzeit 107 Partien geben und man könne jetzt "die Fans überall erreichen". Dabei wird man nicht mehr immer von vor Ort produzieren, sondern 70 Spiele aus München, wohin zunächst alle Signale gesteuert und dann weiterverteilt würden. Empfänger hätte man künftig auf vier Kontinenten und in insgesamt 20 Ländern, darunter auch die USA und China.

Mit Unterstützung von künstlicher Intelligenz möchte man Highlights binnen Sekunden kreieren und potenziellen Interessenten zur Verfügung stellen; die Highlightschnippsel sollen so eine um zehn- bis zwanzigmal höhere Reichweite erreichen, was natürlich auch die Sponsoren erfreut, die sich merkbar erhöht haben.

Ein wunder Punkt war in den ersten beiden Jahren das Merchandising, das zum Teil online überhaupt nicht funktionierte, wie Karajica selbstkritisch einräumte. "Manchmal kam es gar nicht oder dauerte sehr lange", weswegen jetzt ein kompletter Neustart mit neuem Logistikpartner und neuer Kollektion durchgeführt worden wäre. Der CEO versprach, dass alle Produkte zum Saisonstart zur Verfügung stehen und binnen 48 Stunden nach Bestellung auch beim Empfänger sein werden.

Ansonsten will man mit einem neuen Fantasy Manager die Faninteraktion erhöhen – genauso wie mit einem Stickeralbum der Firma Panini.

Während im ersten Jahr "dank" Corona nur 80.000 Zuschauer in den Stadien waren, steigerte man sich im Vorjahr auf 240.000 und peilt für diese Saison eine halbe Million an. Im Jahr darauf möchte man endgültig die Millionenmarke knacken, wenn man bei 24 teilnehmenden Teams sein will.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde denn auch Madrid für 2024 als erster Neuzugang und insgesamt 19. Team angekündigt.

Anschließend kamen ran Sportchef Alexander Rösner sowie die beiden ELF-Experten Kasim Edebali und Volker Schenk auf die Bühne. Viel Neues gab es hier jedoch nicht zu vernehmen. Die Pressekonferenz der Redaktion zur ELF fand bekanntlich bereits Mitte April statt. Zentraler Punkt sind zwei Spiele am Sonntag bei ProSieben Maxx plus ein Samstagspiel im ran.de Stream. Das Endspiel in Duisburg am 24. September wird dann sogar auf ProSieben zu sehen sein. Hierfür wurden bereits 25.000 Tickets abgesetzt, so dass mit ausverkauftem Haus (32.000) gerechnet werden kann.

Von den insgesamt sechs neuen Franchises hatten vier – Paris, München, Zürich und Mailand – ihre General Manager nach Düsseldorf geschickt. Natürlich wollen alle bei diesem Endspiel am Start sein.

Den offiziellen Teil beschlossen Rhein Fire Head Coach Jim Tomsula und sein Quarterback Jadrian Clark bei "ihrem Heimspiel". Ein kurzweiliger Abend, der durchaus unterhalten konnte.

Carsten Keller - 21.05.2023

Die Zuschauerränge beim Endspiel werden noch besser gefüllt sein wie im Finale 2021

Die Zuschauerränge beim Endspiel werden noch besser gefüllt sein wie im Finale 2021 (© Carsten Keller)

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