Steelers holen Offensive Tackle in 1. Runde

Broderick JonesWenige Tage vor der Draft hatte Steelers-Head-Coach Mike Tomlin noch verkündet, dass die Steelers keine Schwachstellen im Team hätten und der Draft deshalb ganz gelassen entgegen sehen können. Auch wenn man dies nicht zu ernst nehmen und als "Propaganda" abhaken sollte, die Aktion der Steelers am ersten Tag der Draft zeugen doch von einer gewissen "Dringlichkeit".

Die Steelers einigten sich mit den New England Patriots auf einen Tausch, um von der ursprünglichen 17. an die 14. Stelle vor zu rücken. Die Patriots erhielten dafür zusätzlich Pick 120 (Runde 4) der Steelers. Diese Aktion war nötig geworden, weil die Steelers wohl von Beginn an einen Spieler auf dem Radar hatten und wussten, dass die New York Jets an 15 ebenfalls ein Auge auf ihn geworfen hatten. Die Rede ist von OT Broderick Jones (Georgia).

Durch diese Aktion kamen sie den Jets zuvor und konnten so den dringend benötigten Left Tackle zum Schutz von QB Kenny Pickett holen. Nach bereits zwei Gehirnerschütterungen in seiner ersten Saison benötigt er mehr Schutz als die Steelers ihm bisher bieten konnten. Insofern ist dies auch eine Investition in Pickett und dessen Zukunft. Jones bringt mit 196 cm Körpergröße und 142 Kilo Gewicht die optimalen Voraussetzungen mit, um die "Sorgen-Position" der Steelers in einer Stärke zu verwandeln.

Bei den Fans rief dies wie üblich eine geteilte Reaktion hervor. Zwei fast gleichgroße Lager scheinen sich hier gegenüber zu stehen. Die "Cornerback-Fraktion" hätte es lieber gesehen, wenn die Steelers CB Christian Gonzalez, für viele der beste Cornerback der gesamtem Draft, geholt hätten. Nun landete der mit dem 17. Pick bei den Patriots.

Die Kritiker verweisen bei Jones auch zu recht darauf hin, dass er bei den Georgia Bulldogs nur eine Saison wirklich gespielt habe, er also noch völlig grün hinter den Ohren ist und vieles, was in der NFL wichtig ist, noch erlernen muss. Tatsächlich ist der erst 21jährige ein großes Talent mit herausragenden athletischen Fähigkeiten, doch noch lange kein NFL-Spieler. Vor allem im technischen Bereich hat er zahlreiche Mängel.

Um aus ihm einen guten NFL-Tackle zu machen, benötigt es auch einen guten Offensive Line Coach. Und genau daran hapert es bei den Steelers seit einigen Jahren, behaupten die Kritiker. Insofern sehen diese Fans Jones als verschenkten Pick an. In spätestens zwei Jahren werden wir es wissen.

Und die Aussicht für den zweiten Tag der Draft ist ausgezeichnet. Noch zu haben ist u.a. CB Joey Porter jr., den viele Medienleute schon in der ersten Runde den Steelers zugeordnet hatten. So könnten die Steelers ihre größten Schwächen schon mit ihren ersten beiden Picks erfolgreich angehen.

Korber - 28.04.2023

Broderick Jones

Broderick Jones (© Getty Images)

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