Dominanter Auswärtssieg

Dak Prescott stellte mit vier Touchdown-Pässen den Franchiserekord der Cowboys einDie Tampa Bay Buccaneers haben ihr Spiel der Wild Card-Runde gegen die Dallas Cowboys mit 14:31 deutlich verloren; den Buccaneers gelangen erst mit auslaufender Uhr im dritten Viertel die ersten Punkte überhaupt. Da war die Partie aber faktisch schon fast entschieden. Mit vier Touchdown-Pässen stellte Dak Prescott den Playoff-Franchiserekord der Cowboys ein. Sieggarant war aber eine herausragende Abwehrleistung der Gäste, so dass Dallas erstmals seit 1993 (NFC Championship Game in San Francisco) wieder auswärts in den Playoffs und nach sieben Misserfolgen erstmals gegen Tom Brady gewinnen konnte.

Bei den Buccaneers verletzte sich kurz vor Ende der Partie Wide Receiver Russell Gage bei einem Tackle und musste nach minutenlanger Verletzungspause vom Feld gefahren werden. Der Umfang der Verletzung war zunächst nicht klar.

Zu Beginn des Spiel gelang Dallas Offensive wieder wenig: Zwei schnelle Three & Outs der Offense ließen die Fans der Cowboys Schlimmes befürchten. Allerdings dominierte die Defense wie zu den besten Zeiten in dieser Saison, so dass diese Sorgenfalten von Minute zu Minute weniger wurden. Vor allem das Laufspiel der Buccaneers war – wie so oft in dieser Spielzeit – überhaupt kein Faktor. Gerade einmal zwölf Läufen der Running Backs Rachaad White und Leonard Fournette (für 52 Yards) standen 66 Passversuche von Tom Brady gegenüber (von denen er 35 anbringen konnte).

Die im Vorfeld oft gehörte Statistik, dass die Cowboys nur eine von fünf Partien in dieser Saison auf Naturgras gewonnen hatten (in Tennessee), stellte sich eben nur als Statistik heraus.

Nachdem die Gäste Mitte des ersten Viertels durch einen Touchdown-Pass zu Tight End Dalton Schultz über 22 Yards erstmals in Führung gegangen waren, drohte der Ausgleich durch die Buccaneers, die bis zur Dallas 5 Yard-Linie marschierten. Dann fing jedoch Safety Jayron Kearse einen für Slot Wide Receiver Russell Gage bestimmten Pass von Tom Brady in der Endzone ab.

Die Gäste wurden methodisch von Dak Prescott über das Feld geführt und vergoldeten das Turnover mit sechs Punkten, als der Quarterback bei 4. & 1 das letzte Yard doch selbst erlaufen konnte. 0:12 Mitte des zweiten Viertels und damit noch nicht genug: Vor der Pause erhöhte Dallas noch durch einen Pass von Prescott auf Dalton Schultz für dessen zweiten Touchdown zum 0:18 Halbzeitstand.

Wer gedacht hatte, dass eine Justierung des Angriffplans der Buccaneers zu schnellen Erfolgen in der zweiten Hälfte führen würde, wurde schnell eines Besseren belehrt. Der erste Touchdown gelang erst zum Ende des dritten Viertels durch einen weiten Pass von Brady auf Wide Receiver Julio Jones Ende des dritten Viertels, der zweite gut zwei Minuten vor Schluss durch Pass auf Tight End Cameron Brate hatte nur noch statistischen Wert.

Die Cowboys hatten bis dahin ebenfalls bereits zwei weitere Touchdowns durch Pässe von Prescott auf die Wide Receiver Michael Gallup und CeeDee Lamb erzielt und konnten nach einem letzten defensiven Stopp, verbunden mit einem Turnover on Downs, die Partie in der Victory Formation beenden.

Cowboys Kicker Brett Maher hatte einen Abend zum Vergessen: Während er in der Saison 50 von 53 Extrapunktversuchen verwandelt hatte, vergab er gleich vier in Folge in dieser Partie. So viele misslangen vor ihm noch keinem Spieler in der Super Bowl-Ära – weder in der Vorrunde noch in den Playoffs. Es bleibt abzuwarten, ob die Cowboys genug Vertrauen haben, mit ihm weiter zu gehen oder ob es diese Woche noch einige Tryouts geben wird. Nachdem Tampa Bay aufgrund des deutlichen Rückstands gleich zweimal eine Two Point Conversion versuchte, gab es überhaupt nur einen einzigen erfolgreichen Extrapunktkick (von Maher im Schlussviertel) zu sehen.

Damit stehen jetzt gleich alle drei für die Playoffs qualifizierten Teams der NFC East in der Divisional Round.

Der Preis für den Sieger stand schon weit vor der Partie fest: Ein Trip zur besten Defense der Liga / dem Rookie Quarterback "Mr Irrelevant" Brock Purdy und seinen San Francisco 49ers. Kickoff ist am Sonntag um 22:30 Uhr deutscher Zeit. Auf Naturrasen. Gegen die 49ers waren die Cowboys im Vorjahr gleich in der Wild Card-Runde ausgeschieden, was sicher noch niemand in Texas vergessen hat.

Bei den Buccaneers geht jetzt das Spekulieren um die Zukunft von Quarterback Tom Brady erst richtig los. Sowohl eine Fortführung der Karriere ist vorstellbar wie auch der Wechsel ins Kommentatorenfach, wo er bereits einen hochdotierten Vertrag für die Zeit nach der aktiven Karriere unterzeichnet hat.

Carsten Keller - 17.01.2023

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Dak Prescott stellte mit vier Touchdown-Pässen den Franchiserekord der Cowboys ein (© Getty Images)

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