Utah gewann mit einem 47:24-Erfolg gegen USC in Las Vegas zum zweiten Mal in Folge die Championship der Pac-12 Conference und beendete damit zugleich USCs Hoffnungen auf den Einzug in die Playoffs. Entscheidend für den Ausgang der Partie waren vor allem zwei Dinge, zum einen, dass sich USCs Quarterback-Star Caleb Williams in der ersten Halbzeit eine Oberschenkelverletzung zuzog, die ihn, obwohl er bis zum Ende durchspielte, massiv behinderte und zu einer leichten Beute für Utahs Verteidiger machte, und dass USCs bekanntermaßen anfällige Abwehr nicht in der Lage war, Utahs Angriff ausreichend in Schach zu halten. Ein weiterer Faktor war die Motivation, darauf verwiesen sowohl Head Coach Kyle Whittingham als auch die Spieler anschließend immer wieder hin. "Wir haben die Botschaft, dass man uns unterschätzt, uns keine großen Chancen einräumt, laut und deutlich gehört. Unsere Jungs sind die letzten, mit denen man so etwas tun sollte", sagte Whittingham dazu unter anderem. Und auch QB Cameron Rising schlug verbal in die gleiche Kerbe. "Ich denke, wir haben den Mangel an Respekt ein bisschen persönlich genommen. Wir wollten einfach etwas beweisen", sagte er.
Das Spiel lässt sich klar in zwei Phasen mit völlig anderem Verlauf teilen, der vor der Verletzung von Williams (Zerrung im linken Oberschenkel) und der danach. Diese Feststellung schmälert Utahs Leistung nicht, gehört aber zu Geschichte dieses Spiels. Zu Beginn war USC überlegen und schien seiner Favoritenrolle klar gerecht zu werden. Williams war dabei, wie erwartet, der bestimmende Mann. Er eröffnete das Spiel mit einem 11-Yard-Lauf, erlief wenig später bei einem vierten Versuch drei Yards zum neuen First Down und war mit seinen drei Pässen erfolgreich, mit dem letzten zum Touchdown zur 7:0-Führung (2 Yards auf WR Tahj Washington). Im zweiten Spielzug von USCs zweitem Angriff verletzte sich Williams bei einem sehenswerten 59-Yard-Lauf bis an Utahs 11-Yard-Linie. Zunächst wirkte sich die Verletzung noch nicht aus. Williams führte sein Team anschließend zum zweiten Touchdown (3-Yard-Pass auf RB Raleek Brown) und beim dritten Angriff der Trojans zu einem kurzen Field Goal (20 Yards) zum 17:3-Zwischenstand - auch wenn man da schon sehen konnte, dass etwas nicht stimmte, weil Williams nur bei einem der zwölf Spielzüge selbst mit dem Ball lief.
Danach lief Williams nicht mehr und passte nur noch. Utahs Abwehr reagierte darauf, indem es versuchte, den Druck an der Linie zu erhöhen, was auch gelang und sich unter anderem in sieben Quarterback Sacks niederschlug. USCs Offensive wurde so komplett lahmgelegt. Nach dem erwähnten Field Goal zum 17:3 in der dritten Minute des zweiten Viertels war USC bei fünf Angriffen im Rest des zweiten Viertels und im dritten Viertel nie länger als vier Spielzüge in Ballbesitz. In dieser Phase machte Utah aus dem 3:17 ein 27:17. Nach einem erfolglos ausgespielten vierten Versuch der Trojans an Utahs 37-Yard-Linie erzielten die Utes elf Spielzüge später das 10:17 (8-Yard-Lauf von RB Ja'Quinden Jackson) und mit dem folgenden Angriff (14 Spielzüge, 81 Yards) das 17:17 (4-Yard-Pass von Rising auf WR Jaylen Dixon). USCs Head Coach Lincoln Riley sagte später, dass er irgendwann daran gedacht habe, Williams aus dem Spiel zu nehmen, dieser das aber nie zugelassen hätte. Für Riley war Williams' Leistung "die vielleicht couragierteste Vorstellung, die ich jemals gesehen habe".
Im dritten Viertel folgte drei Spielzüge nach einem kurzen Punt der Trojans (39 Yards) der Touchdown zum 24:17 (57-Yard-Pass von Rising auf WR Money Parks) und in den Anfangssekunden des vierten Viertels ein 35-Yard-Field-Goal zum 27:17. Im Gegenzug gelang USC nochmal ein guter Angriff (9 Spielzüge, 75 Yards), der mit dem 24:27 (12-Yard-Pass von Caleb Williams auf WR Mario Williams) abgeschlossen werden konnte, aber nur zwei Spielzüge danach gelang Utah der nächste Touchdown zum 34:24 (60-Yard-Pass von Rising auf TE Thomas Yassmin). Die letzten beiden Angriffe der Trojans endeten dann mit einer Interception an Utahs 10-Yard-Linie (mit anschließendem 29-Yard-Return) und einem Fumble von Williams an der eigenen 38-Yard-Linie bei einem Quarterback Sack. Nach beiden Ballverlusten erzielte Utah jeweils in drei Spielzügen Touchdowns zum 47:24-Endstand.
Hoch - 04.12.2022

Eine Verletzung von QB Caleb Williams brachte USC im Pac-12 Championship Game aus dem Tritt. (© Getty Images)
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