Unicorns übernehmen die Tabellenführung

Lars KozlowskiVor 1.317 Zuschauern zeigten die Schwäbisch Hall Unicorns am Samstag im Optima Sportpark bei ihrem Green Game eine solide Leistung gegen die ifm Razorbacks Ravensburg. Trotz vieler Ausfälle konnten die Gäste mit 49:17 bezwungen werden. In der Tabelle der SharkWater GFL Süd zieht man damit an den punktgleichen Munich Cowboys vorbei auf Platz Eins.

Viele Namen im Haller Team hörten die Zuschauer im Optima Sportpark am Samstag zum ersten Mal. Kein Wunder, denn die Unicorns haben derzeit 26 verletzungs- und Corona-bedingte Ausfälle zu beklagen. Head Coach Jordan Neuman hatte keine andere Wahl, als in seinem 75-Mann-Kader nicht nur die zweite, sondern auch die dritte Reihe zu aktivieren. Nach dem Spiel war Neuman froh, dass er sagen konnte: "Die Jungs haben das heute sehr gut gemacht."

Das Spiel selbst sollte das Personalproblem, unter dem auch die Gäste derzeit zu leiden haben, auf beiden Seiten allerdings noch vergrößern. Sowohl die Razorbacks als auch die Unicorns mussten in der Partie weitere Verletzungen beklagen. Bei den Unicorns traf es ausgerechnet und sehr früh im Spiel die beiden Imports und Publikumslieblinge Cody Pastorino und Tyler Rutenbeck mit einer Bein- beziehungsweise Fingerverletzung. Die Folge war, dass die Haller ab dem zweiten Viertel ohne amerikanische College-Erfahrung auf dem Platz spielten, denn auch Quarterback Reilly Hennessey wurde geschont. Für ihn startete zum zweiten Mal in diesem Jahr James Slack und machte dabei erneut eine sehr gute Figur.

Die Unicorns zeigten von Anfang an, wer Herr im Optima Sportpark ist. Mit vier schnellen Touchdowns von Aurieus Minton, Giuseppe Della Vecchia, Lars Kozlowski, und Tyler Rutenbeck (alle PAT Tim Stadelmayr) lag man nach zehn Minuten bereits mit 28:0 in Führung. Zwischen Touchdown drei und vier verstrichen dabei lediglich 23 Spielsekunden. Besonders Stark präsentierte sich in dieser Phase Giuseppe Della Vecchia, der das 14:0 mit einem abgefangenen und über 20 Yards zum Touchdown getragenen Razorbacks-Pass erzielte. Den Touchdown von Rutenbeck bereitete er dadurch vor, dass er dem Ravensburger Finn Kearns den Ball aus der Hand schlug, sodass Cody Pastorino diesen für Hall sichern konnte.

Auf den frühen Rückstand reagierten die Gäste im zweiten Viertel mit einem Field Goal von Daniel Lindblom und einem Touchdown von Tim Müller (PAT Lindblom) zum 28:10. Dem am Samstag stärksten Haller Ballträger Maurice Schüle gelang zwar der Touchdown zum 35:10, ein 14-Yard-Pass von Matthew O’Meara auf Kearns egalisierten diesen aber zum 35:17 mit dem Halbzeitpfiff.

Außergewöhnlich viele Yards schenkten die Haller den Razorbacks durch Strafen. Neun Regelverstöße ahndeten die Schiedsrichter auf Seiten der Haller, die ihnen insgesamt 147 Yards Raumverlust einbrachten. Einige dieser Strafen unterstützten auch den Ravensburger Angriffszug direkt nach der Pause. Bis zur Haller 6-Yard-Linie konnten sie sich vorarbeiten und der nächste Razorbacks-Touchdown lag bereits in der Luft. Doch die Unicorns drehten den Spieß um: Man zwang die Gäste im letzten Down zu einem Field Goal-Versuch, blockte diesen und Niclas Lux trug den freien Ball über 73 Yards bis zur Ravensburger 15-Yard-Linie. Drei Spielzüge später bediente Slack über elf Yards Aurieus Minton zum 42:17.

Wenig später schied der 19 Jahre junge Ravensburger Spielmacher Matthew O’Meara, der bei den Gästen wie Slack bei Hall für Hennessey als Backup-Quarterback in das Spiel gestartet war, verletzt aus. Der bis dahin stärkste Razorbacks-Ballträger Lennies McFerren musste übernehmen, fehlte den Gästen fortan an anderer Stelle und ihr Angriff war dadurch deutlich geschwächt. Hall erhöhte zu Beginn des letzten Viertels durch Yannick Baumgärtner noch auf 49:17 und hielt danach die eigene Endzone sauber.

Nicht nur in der Aufstellung gab es am Samstag neue Gesichter. Durch den Ausfall von Defensive Coordinator Johannes Brenner mussten auch an der Seitenlinie Rollen neu verteilt werden. In die Bresche sprang David Zeller und seine Aufgaben als Special Teams Coordinator übernahm Primo Lursini. "David und Primo haben einen tollen Job gemacht", lobte Jordan Neuman seine beiden Assistenztrainer nach dem Spiel. "Die Verletzungen von Tyler und Cody sind sehr bedauerlich und wir waren gezwungen, drei Viertel lang ohne amerikanische Spieler auf dem Feld zu bestreiten. Ich bin sehr stolz darauf, dass die Jungs das so gut bewältigt haben."

Zuschauer: 1.317

Die Punkte für Hall erzielten: Aurieus Minton (12), Tim Stadelmayr (7), Guiseppe Della Vecchia (6), Lars Kozlowski (6), Tyler Rutenbeck (6), Maurice Schüle (6) und Yannick Baumgärtner (6).

Viertelergebnisse: 28:0 / 7:17 / 7:0 / 7:0 / Final: 49:17

Alle Punkte:
7:0 – Aurieus Minton – 9-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
14:0 – Giuseppe Della Vecchia – 20-Yard-Interception-Return (PAT Tim Stadelmayr)
21:0 – Lars Kozlowski – 15-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)
28:0 – Tyler Rutenbeck – 43-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
28:3 – Daniel Lindblom – 30-Yard-Field-Goal
28:10 – Tim Müller – 17-Yard-Pass von Matthew O‘Meara (PAT Daniel Lindblom)
35:10 – Maurice Schüle – 18-Yard-Lauf (PAT Tim Stadelmayr)
35:17 – Finn Kearns - 14-Yard-Pass von Matthew O‘Meara (PAT Daniel Lindblom)
42:17 – Aurieus Minton – 11-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)
49:17 – Yannick Baumgärtner – 6-Yard-Pass von James Slack (PAT Tim Stadelmayr)


Streich - 03.07.2022

Lars Kozlowski

Lars Kozlowski (© Unicorns/Löffler)

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