Wir stehen jedes Mal wieder auf für euch!

Tom StickelLinebacker Tom Stickel stellt sich kurz vor Beginn der fünften Spielwoche in der European League of Football den Fragen. Der gebürtige Marbacher spielt seit 2021 für die Stuttgart Surge. Er ist eines der Talente aus der Region, die Martin Hanselmann zu Leistungsträgern entwickeln will. In der Premierensaison zeigte er trotz Verletzungspausen bereits gute Ansätze.

Hallo Tom, stell dich doch bitte vor.

Tom Stickel: Hi, mein Name ist Tom Stickel, ich bin 21 Jahre alt und spiele seit 2016 Football. Angefangen habe ich damals bei den Ludwigsburg Bulldogs und bin dann 2019 in die U19 zu den Stuttgart Scorpions gewechselt. Mein erstes Herrenjahr im Jahr 2021 hatte ich direkt bei Stuttgart Surge.

Wie kam es, dass du 2021 zu den Stuttgart Surge gewechselt bist?

Tom Stickel: Im Jahr 2020, also meinem Senior-Year, wäre ich eigentlich für die Stuttgart Scorpions aufgelaufen und ich muss sagen, wir hätten ein sehr gutes Team für diese Saison gestellt. Wir hatten zum Beispiel Louis Geyer und Marcel Dabo, welche beide Rookie of the Year in der ELF wurden. Auch Ben Wenzler, der noch immer mit mir bei den Surge ist. Ich trauere dieser Saison wirklich etwas nach, da sie wegen Corona nicht stattfinden konnte. Letztendlich bin ich dann schon im Sommer 2020 zu den Herren der Scorpions aufgestiegen, da ich trotzdem die Trainings-Competition des Teams mitnehmen wollte. Ich hatte ohnehin schon gute Verbindungen zu den Coaches, weil ich früher schon häufiger mit der Herrenmannschaft mit trainieren durfte. Ich hatte schon viel mit Andy Meyer, unserem jetzigen Defensive Coordinator, und mit Mike Zeyda, unserem Linebacker Coach, zu tun. Auch Martin Hanselmann konnte ich damals schon kennenlernen. Ursprünglich sollte es ja so sein, dass die Scorpions das ELF-Team stellen sollten. Doch dies wurde in der Mitgliederversammlung dann gekippt und so wurden die Stuttgart Surge gegründet. Die Surge haben dann auf der vollen Bandbreite nach Spielern gesucht und so konnten sie auch sehr gute Spieler aus unteren Ligen rekrutieren, zum Beispiel Paul Steigerwald. Da es der Surge zusätzlich auch sehr wichtig ist, Homegrown Player aufzubauen und die Coaches das Potenzial in mir sahen, wurde ich gefragt, ob ich mitmachen wollte. Martin Hanselmann hat sich auch ganz groß auf die Kappe geschrieben, Homegrown Spieler zu fördern. Er will gerade uns jungen Spielern die Chance geben, auf diesem Level zu spielen, uns zu entwickeln und vielleicht, wie Marcel, in die NFL zu kommen. Das ist ein absolut geiles Konzept und ich finde es cool, dass es bei uns so gut umgesetzt wird.

Die ersten vier Spiele der Saison 2022 sind vorbei und ihr steht jetzt mit 0:4 auf dem letzten Platz der Central Conference. Was ist bisher alles schief gelaufen und gab es auch positives, was ihr aus den Niederlagen ziehen konntet?

Tom Stickel: Es ist eine Menge schief gelaufen. Da kommen leider viele Dinge zusammen und die Summe aller Dinge ergeben nun das 0:4. Darunter zählen individuelle Fehler, die die Drives zerstören, aber auch unglückliches Play Calling, um es vorsichtig zu formulieren. Etwas Positives in dieser Situation zu finden, ist schwer. Für mich im zweiten Jahr bei Surge war das nun die 11te Niederlage in Folge. Das zermürbt auf Dauer. Aber, da kann ich eine positive Bilanz ziehen, das Team steht zusammen. Wir halten an uns fest, wir wissen, was wir können, was jeder einzelne leisten kann, welches Potenzial darin steckt und wir werden weiter kämpfen. Spiel für Spiel, 60 Minuten 100 Prozent. Wir geben so viel, es wird uns und den Fans noch zurück gegeben!

Im nächsten Spiel trefft ihr auf die Leipzig Kings, die am letzten Wochenende ihren ersten Sieg eingefahren haben. Wie bereitet ihr euch auf die Kings vor und was ist der Schlüssel zum Sieg?

Tom Stickel: Wir bereiten uns intensiv mit der Videoanalyse der letzten Spiele vor, installieren neue Dinge, die Leipzig so noch nicht gesehen hat. Versuchen, ihre Schwächen zu treffen und hart zuzuschlagen. Wir wissen, was kommt. Leipzig hat eine starke Defense. In Folge dessen muss und wird unsere Defense besser sein. Ohne mich da groß aus dem Fenster legen zu wollen, hat das die Surge-Defense immer wieder bewiesen. In unserer Offense gab es personelle Veränderungen, da muss man abwarten, wie sich das entwickelt, aber ich bin guter Dinge. Gerade unsere Waffen, wie zum Beispiel Moritz Riedinger, werden den Unterschied machen.

Immer weniger Fans kommen zu euren Heimspielen. Hast du eine Nachricht an sie?

Tom Stickel: Ich bitte alle Surge-Fans zu kommen. Es ist uns jedes mal eine unglaubliche Freude, euch zu sehen und jeder von uns wünscht sich, euch eure Treue zurück zu zahlen. Es gibt leider Dinge, die wir Spieler nicht kontrollieren können. Es bricht uns das Herz, jedes einzelne Mal, aber wir stehen immer wieder auf für euch, versprochen!


Foot Bowl - 30.06.2022

Tom Stickel

Tom Stickel (© Frank BAUMERT)

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