Positionskämpfe in vollem Gang

Christian Strong und die Cologne Crocodiles blasen zum Angriff.Drei Spiele in der Nordgruppe und eines im Süden beschließen den Juni in der SharkWater German Football League. Dabei kommt es auch zu den ersten Rückspielen. Zum einen zwischen den Düsseldorf Panthern und den New Yorker Lions, die in Braunschweig das Heimspiel klar für sich entschieden hatten und nun die nächsten zwei Punkte als zusätzliches Polster für ihre folgenden Partien gegen die Top-Konkurrenten Berlin Adler, Potsdam Royals und Cologne Crocodiles einfahren wollen.

Zum anderen auch in Marburg, wo die Marburg Mercenaries auf die Munich Cowboys warten. Zum Auftakt der Saison hatten sich die Münchner zu Hause mit 19:7 gegen die Hessen durchgesetzt und auch ihre weiteren beiden Spiele gewonnen. Nun geht es also ungeschlagen ins Stadion eines der potenziellen Hauptkonkurrenten um Platz zwei im Süden und damit das Heimrecht im Viertelfinale. Denn die Marburger präsentierten sich bei ihrem zweiten Auswärtsauftritt verbessert und gewannen bei den Saarland Hurricanes mit 24:14.

Auch die Munich Cowboys bezwangen den Vorjahreszweiten aus dem Saarland anschließend, allerdings auf eigenem Platz und beim 28:21 erst nach einem "Comeback" in den Schlussminuten nach vorherigem Rückstand. Die Münchner standen sich dabei durch den einen oder anderen Fehler manchmal selbst im Weg und mussten zudem einigem Verletzungspech Tribut zollen. Erst im Schlussviertel hatten die Running Backs Lucky Dozier und Alex Braunsperger mit ihren beiden Touchdowns die "weiße Weste" der Münchner noch retten können.

Nun geht es in Marburg nicht nur um diese. Die zwölf Punkte Rückstand aus dem mit 7:19 verlorenen Hinspiel aufzuholen, das ist für die Marburger gegen eine sehr solide Verteidigung aus München eine schwere Aufgabe. Doch sind zwölf Punkte eben auch weniger als zwei Touchdowns, und die können - wie die Münchner selbst gezeigt haben - eine Sache weniger Spielminuten sein. Für den direkten Vergleich in der SharkWater GFL zählt das kombinierte Gesamtresultat von Hin- und Rückspiel, und da beide Mannschaften ansonsten das selbe Programm absolvieren und beide als realistischerweise optimistischstes Saisonziel den zweiten Platz hinter Schwäbisch Hall anvisiert haben sollten, ist absehbar, dass um diese zwölf Punkte am Sonntag bis zum Schluss erbittert gefightet werden könnte.

Ähnlich sieht es am Tag zuvor in Köln aus. Die Cologne Crocodiles empfangen mit den Berlin Adlern eines der beiden mit ihnen punktgleichen Teams der SharkWater GFL Nord. Im Unterschied zu Marburg und München spielen Köln und Berlin allerdings in verschiedenen "Halbgruppen". So gibt es für sie nur eine einzige Chance, den direkten Vergleich für sich zu entscheiden. Belastet sind beide mit Niederlagen gegen den jeweiligen Favoriten ihrer Halbgruppe aus Braunschweig beziehungsweise Potsdam. Auch wenn Köln im Rückspiel gegen Braunschweig möglicherweise bessere Karten haben könnte als die Berliner im August in Potsdam: Eine Niederlage im direkten Duell lässt sich mit nur einem Sieg mehr beim Restprogramm allein noch nicht kompensieren.

Umso wichtiger wird das Spiel in Köln am Samstag, wobei beide Mannschaften bisher auf starkes Passspiel vertrauen durften. Bei den Kölnern allerdings zeigt sich zumindest statistisch, dass auch die Verteidigungsleistungen gerade gegen Passspiel ausgeprägt sind, was die Aufgabe für die Adler erschweren dürfte. Dass beide Mannschaften unabhängig vom Ausgang der Partie weiterhin gleichzeitig Playoff-Chancen haben, hängt mit dem Schicksal von Titelverteidiger Dresden Monarchs zusammen. Noch hat dessen neu formierter Angriff nicht zueinander gefunden, mit bereits drei Niederlagen im Gepäck geht es nun zum dritten Auswärtsspiel in die Hauptstadtregion.

Da warten die Berlin Rebels, mutmaßlich die leichteste der drei Aufgaben dort. Doch die Angreifer der Rebels um Quarterback Donovan Isom sind eingespielt und lieferten letzte Woche gleich acht Touchdowns gegen Tabellenführer Potsdam ab. Zum Sieg reichte dies zwar nicht, weil die Royals beim Rekord-81:56 elf Touchdowns und ein Field Goal machten. Doch die Dresdner Defense weiß also, was auf sie zukommt. Ließe auch sie einen solchen Punkte-Tsunami zu, dann könnte es das gewesen sein mit den Playoff-Chancen für die Monarchs im 30. Jubiläumsjahr des Vereins...

Auerbach - 23.06.2022

Christian Strong und die Cologne Crocodiles blasen zum Angriff.

Christian Strong und die Cologne Crocodiles blasen zum Angriff. (© Brock)

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