USFL vs. XFL im Ringen um TV-Zuschauer

Die USFL kämpft mit schwindenden Zuschauerzahlen, während die XFL einen TV-Vertrag mit ESPN verkündetWährend die United States Football League (USFL) aktuell ihren sechsten Spieltag absolviert, hat die im nächsten Jahr (zum dritten Mal) startende XFL ihren Fernsehvertrag unterschrieben.

Die USFL startete Mitte April und wird bei FOX und NBC übertragen, die auch Eigentümer der Liga sind. Um Kosten zu sparen, wurden alle acht Teams im ersten Jahr in einer Stadt (Birmingham) zentriert und tragen alle Spiele dort aus, bevor man im Jahr darauf in die jeweiligen Städte umziehen soll.

Sicherlich war eines der Hauptziele, eine TV-Stammkundenzuschauerschaft zu gewinnen, die auch dann dabeibleibt, wenn im nächsten Jahr die XFL an den Start geht. Dass sich nach jahrzehntelangen erfolglosen Versuchen, auch nur eine Frühjahrsliga zu etablieren, plötzlich zwei Ligen halten, kann sich wohl niemand ernsthaft vorstellen.

Aktuell sieht es jedoch nicht besonders gut um die Einschaltquoten der USFL aus: Vergangenes Wochenende fielen die durchschnittlichen Quoten ins Bodenlose: Insgesamt schalteten pro Spiel im Schnitt gerade einmal 640.000 Zuschauer ein, beim Freitagsspiel (Michigan Panthers vs Tampa Bay Bandits – zwei der Favoriten vor der Saison) auf dem Sender USA mickrige 250.000 im Schnitt. In der Woche zuvor kam man zumindest im Schnitt beim Samstags- und Sonntagsspiel auf über eine Million Zuseher.

Die Konkursmasse der XFL hatte Dwayne "The Rock" Johnson mit seiner Ex-Frau Dany Garcia (und einem Kapitalgeber) im August 2020 für 15 Millionen Dollar aufgekauft, nachdem die Liga nach vielversprechendem Start zu Beginn der Corona-Pandemie aufgegeben hatte.

Der angekündigte Fernsehpartner überrascht denn auch nicht unbedingt: ESPN und die Walt Disney Company haben einen Mehr-Jahres-Vertrag mit der Liga des Schauspielers geschlossen; Johnson ist eines der Zugpferde für Disney und hat bereits eine ganze Reihe Filme mit hervorragenden Einspielergebnissen für sie abgedreht.

Das dazugehörige Pressestatement ging ebenfalls in diese Richtung: "Das ist ein definierender Moment für die XFL und der Start einer unglaublichen Langzeitpartnerschaft für die Liga, gebaut auf meiner langjährigen und sehr erfolgreichen Zusammenarbeit, die ich mit Disney in meiner Karriere hatte. [...] Durch die geballte Power von Disney und der XFL werden wir zusammen ein neues Powerhouse im Sportkalender erschaffen und eine dynamische Form des Footballs zu den Fans überall bringen. Zeit loszulegen!"

Die USFL dürfte die Partnerschaft nicht unbedingt begeistert aufnehmen. Momentan sieht es jedenfalls nicht danach aus, als ob sie eine marktbeherrschende Stellung innehaben wird, wenn die XFL am 18. Februar 2023 an den Start gehen wird.

Carsten Keller - 22.05.2022

Die USFL kämpft mit schwindenden Zuschauerzahlen, während die XFL einen TV-Vertrag mit ESPN verkündet

Die USFL kämpft mit schwindenden Zuschauerzahlen, während die XFL einen TV-Vertrag mit ESPN verkündet (© Carsten Keller)

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