Am Ende unnötig spannend

Jalen Hurts erlief gleich drei TouchdownsDie Philadelphia Eagles haben ihr Heimspiel gegen die New Orleans Saints mit einer lange Zeit dominanten und kontrollierten Vorstellung mit 40:29 gewonnen; Garant für den Sieg war das Laufspiel der Eagles, das die Gäste lange nicht stoppen konnten. QB Jalen Hurts erlief gleich drei Touchdowns. Über das letzte Viertel sollten die Eagles jedoch den Mantel des Schweigens decken.

Die Gäste mussten gleich auf eine ganze Reihe prominenter Akteure – allen voran top Running Back Alvin Kamara – verzichten. Stattdessen vertrauten sie wieder auf Rückkehrer Mark Ingram II, der letzte Woche mehr Snaps bekommen hatte als in den letzten 6 Jahren.

Zunächst dominierten jedoch die Verteidigungsreihen. Nach jeweils einem kurzen Drive auf beiden Seiten waren es die Eagles, die in Person von Linebacker T.J. Edwards für das erste Highlight sorgten: Saints Quarterback Trevor Siemian unterwarf seinen ersten Pass im zweiten Drive in Richtung TE Adam Trautman und Edwards konnte dazwischenspringen.

Den Ballbesitz an der New Orleans 39 nutzte Philadelphia sieben Spielzüge später durch einen kurzen Lauf von QB Hurts durch die Mitte zum 7:0. Zuvor konnten sie zweimal 3. & 6 durch Pässe zu dem kürzlich mit einer hochdekorierten Vertragsverlängerung belohnten TE Goedert in neue First Downs verwandeln.

Und es ging so weiter: Die Eagles erzwangen schnell ein Three & Out, die Offense zeigte erfolgreiche Läufen vom zurückgekehrten RB Sanders und von QB Hurts. Nach ausschließlich Läufen – mehrfach mit starken Option Plays – stand es nach sieben Snaps 14:0. Erneut war es Hurts mit dem Touchdown, auch wenn die Referees dazu eine Challenge von Head Coach Sirianni brauchten, um den Touchdown zu erkennen. Die Saints hatten im ersten Viertel kein Mittel gegen die Lauf-Offense Philadelphias gefunden und 75 Rush Yards der Eagles zugelassen. In dieser Saison waren es zuvor gerade einmal 73 pro komplettem Spiel gewesen.

Irgendwie hatte man das Gefühl, dass das alles zu einfach ging und prompt fumbelte RB Sanders im ersten Versuch an der eigenen 4 Yard-Linie. Die Saints konnten den freien Ball sichern. Im dritten Versuch machte ein Holding gegen Young den Touchdown-Pass zu Humphrey noch zunichte, aber anschließend klappte der Pass von Siemian aus 18 Yards zu TE Trautman zum 14:7 Anschluss.

Die Eagles warfen den Ball plötzlich, aber am Ende reichte es nur für ein Field Goal von K Elliott aus 50 Yards zum 17:7. Das genügte jedoch, weil die Defense Trevor Siemian immer wieder Druck machte und ihn so verwirrte.

Im nächsten Drive war es vor allem RB Howard, der die Eagles nach vorne brachte und erneut konnte Goedert einen 3. & 6 verwandeln; mehr als ein Field Goal aus 37 Yards zum 20:7 sprang jedoch nicht heraus.

Fast hätte Sanders erneut vor seiner Endzone den Ball verloren, aber diesmal hatte er mehr Glück und der Spielzug war zuvor als abgeschlossen gewertet worden.

Direkt vor der Pause gelang CB Darius Slay noch ein Pick-Six, als er einen Pass von Siemian an der eigenen 49 Yard Linie schnappte und an der linken Seitenlinie über 51 Yards in die Endzone zum verdienten 27:7 Pausenstand trug. Es war bereits sein dritter Touchdown in diesem Jahr; im letzten Viertel musste er jedoch mit einer Verletzung vom Feld.

In der zweiten Hälfte beschränkten sich die Eagles darauf, offensiv das Tempo und damit die Uhr zu kontrollieren. Gleichzeitig ließ die Defense wenig Raumgewinn der Gäste zu. Zwei zusätzliche Field Goals von Kicker Elliott stellten zum Ende des dritten Viertels sogar auf 33:7.

Gefühlt hielten die Eagles das wohl auch für den Schlusspfiff der Partie. Anders ist fast nicht zu erklären, was dann folgte: Ein Pass von Siemian zu WR Callaway "verkürzte" zu Beginn des Schlussabschnitts auf 33:13 und anschließend nahmen die Eagles gerade einmal eine gute Minute von der Uhr, was sich nach dem Erfolg des Laufspiels zuvor nicht nachvollziehen ließ.

Prompt nutzten die Saints binnen einer weiteren Minute die Abwesenheit von Slay für weiten Raumgewinn und am Ende lief QB Siemian für 17 Yards – sein längster Karrierelauf – in die Endzone. Da Kicker Maher den Extrapunkt verzog, blieb es bei zwei Touchdowns Vorsprung für Philadelphia.

Aber es ging gleich noch einmal so weiter: Unerklärliche Playcalls der Eagles, nicht einmal zwei Minuten von der Uhr und kurz darauf standen die Saints schon wieder in der Red Zone. Zum dritten mal innerhalb von nicht einmal sechs Minuten Spielzeit.

Head Coach Sean Payton entschied sich jedoch im 4. Versuch für ein Field Goal aus 28 Yards, was man bei 7:30 auf der Uhr und 14 Rückstand nicht verstehen musste.

Die Eagles bestraften das mit einem Touchdowndrive, den erneut QB Hurts zum 40:22 über links abschloss. Der abschließende Touchdown-Pass von Siemian zu Humphrey war dann nur noch für die Statistiker wichtig.

Die Eagles reisen kommende Woche zum Divisionsrivalen New York Giants (Kickoff Sonntag, 19 Uhr). Die Saints empfangen zum Abschluss des Thanksgiving Donnerstags die Buffalo Bills (Freitagfrüh, 02:20 Uhr).

Carsten Keller - 21.11.2021

Jalen Hurts erlief gleich drei Touchdowns

Jalen Hurts erlief gleich drei Touchdowns (© Getty Images)

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