Buccaneers schlucken überforderte Fische

Antonio Brown konnte seinen 900ten Catch in nur 143 Partien feiern - NFL RekordDie Tampa Bay Buccaneers haben die Pflichtaufgabe Miami Dolphins souverän mit 45:17 erledigt; nach ausgeglichener Anfangsphase dominierte die Offense des Titelverteidigers fast mühelos. Tom Brady durfte nach 411 Yards und fünf erworfenen Touchdowns die letzten neun Minuten Platz machen für Backup Gabbert. Es war das erste Mal überhaupt in 22 Jahren Brady, dass er mehr als 400 Yards plus fünf Touchdowns erwerfen konnte.

Running Back Leonard Fournette erklärte nach dem Spiel in der Pressekonferenz, dass ihm Richard Sherman in der Halbzeitpause anvertraut hätte, dass "er noch nie in einem derart talentierten Team gespielt hätte". Wenn man weiß, dass der erfahrene Cornerback als Teil der "Legion Of Boom" in Seattle 2013 den Super Bowl gewann und mit den San Francisco 49ers in der Saison 2019 noch einmal im Endspiel stand, kann man diese Aussage gut einsortieren.

Dabei ging es gut los für den Angriff der "Fische": QB Jacoby Brissett brachte Pässe zu Williams und Waddle an und führte sein Team bis an die Tampa Bay 5 Yard-Linie. Am Ende blieb jedoch nur ein 23-Yard-Field-Goal von Kicker Sanders zum 0:3 übrig.

Gegenüber konterten die Buccaneers schnell mit präzisen Pässen von Brady, die sofort neue First Downs brachten. Den Touchdown aus 10 Yards erfing dann Running Back Gio Bernard.

Als Miami unbeeindruckt noch im ersten Viertel ebenfalls einen Touchdown durch einen Pass auf Running Back Myles Gaskin aus 24 Yards erzielte, sah alles nach einer spannenden Partie aus. Die Dolphins nutzten hier die verletzungsbedingten Ausfälle in der Passverteidigung Tampas gnadenlos aus.

Die geölte Angriffsmaschinerie des Meisters lief jedoch auf vollen Touren: Wide Receiver Antonio Brown konnte seinen 900ten Catch in der 143. Partie feiern und überholte so Ex-Colt Marvin Harrison, der sechs Spiele mehr dafür gebraucht hatte, für den NFL Rekord. Brown erzielte gleich zwei Touchdowns, wobei er im ersten Fall seine Schnelligkeit voll ausspielte.

Als bei den Dolphins QB Brissett aufgrund einer Oberschenkelverletzung untersucht werden musste, fühlte es sich ein bisschen wie der Wendepunkt an. Er konnte jedoch zurückkehren, aber man sah ihm an, dass er nicht mehr im Vollbesitz seiner Kräfte war. Aber nur dann hätte Miami wohl auch nur annähernd eine Chance gehabt. So schaffte man nur noch im dritten Viertel einen Touchdown durch Gaskin, als der nach einer vorherigen Pass Interference Strafe gegen Cornerback Sherman nur noch ein Yard für den Score überbrücken musste.

Bis dahin hatte Tampa Bay allerdings 17 Punkte im zweiten Viertel erzielt und Gaskins Touchdown konterte man mit einem knapp siebenminütigen Drive, an dessen Ende Running Back Leonard Fournette den Touchdown aus fünf Yards erzielen konnte.

Die 14 Punkte Vorsprung waren genug, Mike Evans durfte noch zwei Touchdowns aus 34 und 22 Yards erfangen und am Ende verzichteten die Buccaneers an der Miami fünf Yard Linie kurz vor Schluss darauf, das Ergebnis noch einmal auszubauen und knieten stattdessen ab.

Die Buccaneers damit bei 4-1 allein an der Spitze der NFC South, die Dolphins können die Playoffträume dank 1-4 vermutlich demnächst begraben.

Einen Wermutstropfen gab es trotzdem für Tampa Bay: Tom Brady schlug sich bei einem Wurf den Daumen der rechen Hand an einem Helm an und trug nach der Partie eine Manschette. Linebacker Lavonte Davis musste mit einer Knöchelverletzung, die er sich kurz vor der Pause zugezogen hatte, den Rest der Partie aussetzen. Sollte sich die Ursprungsdiagnose einer "High Ankle Sprain" bestätigen, wird er mehrere Wochen ausfallen.

Die Buccaneers reisen für das Thursday Night Football Spiel zu den Philadelphia Eagles (Kickoff 02:20 Uhr), die Miami Dolphins noch weiter: Sie spielen am Sonntag um 15:30 Uhr deutscher Zeit in London "bei" den Jacksonville Jaguars.


Carsten Keller - 11.10.2021

Antonio Brown konnte seinen 900ten Catch in nur 143 Partien feiern - NFL Rekord

Antonio Brown konnte seinen 900ten Catch in nur 143 Partien feiern - NFL Rekord (© Getty Images)

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