Vor rund 18 Jahren organisierte der AFVD schon einmal und erstmals eine American Football WM im eigenen Land. Das zweite große American Football Event des Jahres 2003 wurde nach dem Eurobowl Wettbewerb in den hessischen Städten Wiesbaden und Hanau ausgerichtet. Der Versuch, American Football zu globalisieren, fand zunächst ohne die Amerikaner statt, entsprechend hieß der WM-Titelverteidiger und Favorit auch Japan, der bereits 2003 auf dem wohl höchsten Niveau außerhalb Nordamerikas spielte. Deutschland galt vor der zweiten Football WM als ein Außenseiter. Sechs Tage bereitete sich die deutsche Nationalmannschaft auf das Turnier vor, doch es blieben Zweifel, ob diese kurze Vorbereitungsphase ausreichte, um im Halbfinale gegen Mexico zu bestehen. Als entscheidende Vorteile der Gäste konnten nämlich die größere Erfahrung auf den so genannten "Skill Positions" im Angriff und die größere Spielpraxis gegen US-amerikanische Gegner sein. Japan hielt schließlich Wort und gewann auch die zweite American Football Weltmeisterschaft. Unterschiedlicher konnten zwei Football Mannschaften nicht auftreten. Team Japan glänzte durch seine Disziplin. Jeder Einzelne versuchte, seine Aufgabe mit größtem Einsatz zu erfüllen. Zusammen ergab das ein Team, bei dem ein Rad in das andere griff und das effizient arbeitete. Auf der anderen Seite Mexiko, ein Team, das auf dem Platz viel Emotionen zeigte. Emotion gegen Disziplin. Zwei Wege, die beide in das Finale führten. Letztlich siegte die Disziplin über die Emotion und Japan wurde erneut Football-Weltmeister. Wurde das Finale vor vier Jahren erst in der Verlängerung entschieden, so sorgten die Söhne Nippons in diesem Jahr bereits frühzeitig für eine Entscheidung und gewannen verdient mit 34:14. Entsprechend fand auch das kleine "Wunder von Wiesbaden" nicht statt, auch wenn der "Geist von Grünberg" in die deutsche Nationalmannschaft Einzug gehalten hatte. Beim ersten WM-Auftritt unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Martin Hanselmann der Vertretung Mexikos unglücklich und knapp mit 17:21. Erst drei Minuten vor dem Ende der Partie konnten die Mexikaner den siegbringenden Touchdown erzielen. Im kleinen Finale sprang für Deutschland immerhin noch der dritte Platz heraus. Mit 36:7 gewann Deutschland bei der Football-WM in Hanau das "kleine Finale" gegen Frankreich souverän. Vor rund 3.000 Zuschauern im Herbert-Dröse-Stadion lieferte das deutsche Team eine starke Leistung ab und landete diesen nie gefährdeten Sieg.
Schlüter - 10.10.2021

2003 wurde erstmals eine Football WM in Deutschland ausgetragen. (© Schüler)
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