Saints erteilen Packers Abfuhr

Jameis WinstonStar-Quarterback-Routinier Drew Brees hat die Karriere beendet, ein Hurrikan vertrieb die New Orleans Saints zum zweiten Mal in diesem Jahrhundert aus ihrer Heimatstadt. Gegen die Green Bay Packers, deren Star-Quarterback-Routinier Aaron Rodgers vehement abstreitet, zum "alten Eisen" gehören zu können und einen weiteren Super Bowl anvisiert, waren die Saints so beim nach Jacksonville verlegten Heimspiel nicht der Favorit. Umso bemerkenswerter die Abfuhr, die sie den Packers beim 38:3 erteilten.

Es war auch eine persönliche Niederlage für Rodgers. Zwei Quarterback Sacks musste Green Bay einstecken, nur einen davon Rodgers, der später in der Partie durch den Nachwuchsmann Jordan Love ersetzt wurde. Doch bis dahin hatte er auch zwei Fehlpässe geworfen, Vertreter Love ließ noch einen Ballverlust per Fumble folgen. Die Angriffslinie der Saints dagegen ließ ihre Gegner nicht einmal zum eigenen Quarterback Jameis Winston durch.

Und der nutzte die Gelegenheit, sich für das Vertrauen der Coaches und deren Glauben daran, dass er Brees tatsächich ersetzen kann, zu bedanken. Winston erspielte sich ein Passer Rating von 130,8 Punkten, warf 14 gültige Pässe für 148 Yards und fünf Touchdowns bei 20 Passversuchen (70,0 Prozent gültige Würfe) und blieb dabei ohne Fehlpass. Immerhin in fünf von zehn Fällen kamen die Saints auch bei Third Downs zum neuen First Down, bei den Packers fiel die Bilanz mit einem einzigen Erfolg bei ebenfalls zehn Anläufen demoralisierend aus. Mit insgesamt 171 Yards aus Laufspiel dominierte auch die Rushing Offense New Orleans' die Partie. Mit 83 Yards Raumgewinn bei insgesamt 20 Läufen (im Schnitt 4,2 Yards pro Lauf) war einmal mehr vor allem Alvin Kamara kaum zu stoppen.

So punkteten die Saints in allen ihren drei Angriffserien der ersten Hälfte. Einem Field Goal folgten nach langen Angriffsserien von jeweils etwa 80 Yards die kurzen Touchdown-Pässe auf Kamara und Juwan Johnson. Als Johnson den kurzen Touchdown-Pass über die Mitte im vierten Down kurz vor der Halbzeitpause fing, schien dies schon der Schlusspunkt der ersten Hälfte zu sein und auch die Vorentscheidung. Aber hier zeigte Rodgers dann für eine gute Minute seine Klasse, mit langen Pässen auf Davante Adams und Allen Lazard ging es flugs in die Field-Goal-Reichweite, und das 3:17 ließ wieder hoffen, zumal Green Bay nach der Pause zuerst in Ballbesitz kam.

Doch wie gewonnen, so zerronnen. Beide folgenden Angriffsserien der Packers endeten mit Interceptions für Rodgers. Die erste besonders schmerzhaft, weil man schon in New Orleans’ Red Zone war, als Paulson Adebo den Pass abfing. Dass New Orleans zum ersten Mal an diesem Tag keine Punkte aus dem Ballbesitz machen konnte, half nichts. Denn die zweite Interception war besonders schädlich, weil Rodgers aus der eigenen Red Zone versuchte, Marquez Valdes-Scantling mit einer langen Bombe in der Saints-Hälfte anzuspielen. Marcus Williams hatte nach der Interception da viel freies Feld vor sich und wurde gerade einmal vier Yards vor der ursprünglichen Anspiellinie erst ins Aus gedrückt.

Nach diesen 53-Yard-Return hatten die Saints den Ball an der 12-Yard-Linie in der Red Zone der Packers, der Touchdown-Pass auf Chris Hogan ließ da nicht lange auf sich warten. Es ehrt Rodgers, dass er sich auch danach noch der Verantwortung stellte und noch einmal nach dem Kickoff an der eigenen 13-Yard-Linie hinter dem Center Aufstellung nahm. Ein Pass auf Davante Adams kam an, doch vor dem vierten Versuch fehlte noch ein Yard, und der nächste Passversuch auf Adams blieb unvollständig. Wieder hatten die Saints so den Ball kurz vor der Packers-Endzone, diesmal an der 21-Yard-Linie. Diesmal landete aber auch ein Passversuch von Winston in den falschen Händen, doch der Tag für die Packers war halt ein gebrauchter: Za’Darius Smith krachte lang nach dem Wurf in Winston, die Saints behielten nach dem Roughing the Passer den Ball und bekamen ein First Down an der 10-Yard-Linie. Zwei Spielzüge später erhöhte Johnson mit seinem zweiten Touchdown-Fang auf 31:3.

Wenig später durfte Winston dann zeigen, dass er auch lange Touchdown-Pässe kann, als er Deonte Harris über 55 Yards zum 38:3-Endstand bediente. Vorher hatte Rodgers es ein letztes Mal versucht, doch war erneut - auch an Strafen gegen seine Nebenleute - gescheitert. Zeit also, einzugestehen, dass das Debakel komplett war. Die letzten zwei Angriffsserien absolvierte Jordan Love für die Packers. Und stand am Ende dicht vor einem Ehren-Touchdown, doch verlor er in der Red Zone der Saints nach dem Quarterback Sack von Tanoh Kpassagnon den Ball aus den Händen. Matchwinner Winston durfte in der Victory Formation noch einmal aufs Feld, um den Triumph bis zum Ende auszukosten.

Auerbach - 13.09.2021

Jameis Winston

Jameis Winston (© Getty Images)

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