Die Leipzig Kings haben ihr Heimspiel gegen die Stuttgart Surge mit 49:23 gewonnen; die Formkurve beider Teams aus den Vorwochen bestätigte sich damit. Auffälligster Spieler war dabei Quarterback Michael Birdsong mit fünf Touchdownpässsen. Stuttgart Surge übernimmt jetzt nach drei Niederlagen in Folge den letzten Tabellenplatz der Division South.
Dabei ging es zunächst gar nicht schlecht los für die Gäste: Bis kurz vor Ende des ersten Viertels stand es noch 0:0, bevor ein Muffed Punt von Returner Alpha Jalloh an der eigenen 14 Yard-Linie Stuttgart in beste Feldposition brachte. Zwei Snaps später führte Surge durch einen Pass von Quarterback Aaron Ellis auf Paul Steigerwald mit 0:6; allerdings gelang der Extrapunktversuch von Kicker Jens Hauser nicht.
Die Kings legten jetzt offensiv einen Zahn zu und nach einigen Pässen von Birdsong folgte auch folgerichtig der Pass zu Running Back Aguemon für den kurzzeitigen Ausgleich. Leipzig versuchte umgehend die Two Point Conversion, die im zweiten Versuch per Pass auf WR Dable-Wolf auch gelang.
Der nächste Drive Stuttgarts endete nach nur 12 Yards Raumgewinn – im Gegensatz zu dem Leipzigs: Pässe und Läufe von Aguemon wechselten sich ab, am Ende holte der Running Back per Lauf aus zwei Yards auch die 14:6 Heimführung. Der Kick von Marcel Ulbrich verfehlte jedoch sein Ziel.
Die Surge Offense blieb weiter zu harmlos und so konnte Leipzigs Defense schnell einen Punt erzwingen. Mit nur sechs Passversuchen – und davon vier complete – von Michael Birdsong brachten die Kings gleich noch einmal sechs Punkte auf die Anzeigentafel: Diesmal war es Wide Receiver Knuettel, der aus 33 Yards scoren konnte. Der anschließende Kick von Ulbrich ging erneut am Gehäuse vorbei, aber eine Strafe gegen Stuttgart brachte eine Wiederholung des Versuchs. Diesmal packte man das bewährte Erfolgsrezept – ein Pass auf Dable-Wolf – aus und stellte so auf 22:6 kurz vor der Halbzeit.
Die Halbzeit-Ansprache von Surge Head Coach Martin Hanselmann zeigte zunächst Wirkung: Nach einem 42-Yard-Pass auf Wide Receiver Louis Geyer verwandelte Jens Hauser ein Field Goal aus 23 Yards. Aber auch die Kings kamen gut in die zweite Hälfte. Star-Receiver Dable-Wolf sorgte aus 24 Yards Entfernung für den nächsten Kings-Touchdown und die gefühlte Entscheidung. Diesmal traf Ulbrich und erhöhte so auf 29:9.
Ein schnelles Three & Out brachte die Kings Offense zurück aufs Spielfeld und die blieb weiter gefährlich: Zwei weite Pässe auf Knuettel – der zweite davon zum Touchdown aus 25 Yards – stellten auf 35:9 für Leipzig. Diesmal scheiterte die Two-Point-Conversion.
Zum Ende des dritten Viertels dann noch einmal das alte Bild: Stuttgart musste nach einem kurzen offensiven Auftritt mit insgesamt acht Yards Raumgewinn wieder vom Feld, Leipzig punktete mit nur wenigen Spielzügen mehr. Birdsong eröffnete den Schlussabschnitt mit vier Pässen in Folge, brachte drei davon an und erhöhte so aus sechs Yards mit Passfänger Schneider auf 42:9, da diesmal auch der Extrapunktversuch von Ulbrich klappte.
Doch damit noch lange nicht genug: Auch der ehemalige Birdsong-Vertreter / eigentliche Wide Receiver Awini durfte noch einen Drive als Quarterback aufs Feld und fand Alpha Jalloh am Ende zum 49:9.
Kampflos wollte sich Stuttgart denn doch nicht ergeben und schaffte schließlich noch einen Rushing Touchdown von Moukouri und einen Touchdown per Pass von Ellis auf Rofalski zum 49:23 Endstand.
Leipzig damit jetzt nach Siegen gleichauf in der Tabelle der Division North mit den Wroclaw Panthers, die jedoch eine Niederlage weniger aufweisen. Stuttgart musste durch die Niederlage die rote Laterne von den Barcelona Dragons in der Division South übernehmen.
Die Leipzig Kings haben kommende Woche ihre Bye Week. Stuttgart Surge empfängt am nächsten Sonntag die wiedererstarkten Barcelona Dragons, die die Cologne Centurions in einem Spiel mit 111 Punkten besiegen konnten, um 15 Uhr im Stadion auf der Waldau.
Carsten Keller - 09.08.2021

Timothy Knuettel fing Pässe für 117 Yards und gleich zwei Touchdowns (© Frank BAUMERT)
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