Schweden gewann das EM-Halbfinale auf dem finnischen Myyrmäki-Feld mit 22:14 und wartet nun auf den EM-Endspiel Gegner. Da das zweite Halbfinale Frankreich gegen Italien wegen mehrerer Covid-19 Neuinfektionen abgesagt wurde, kann die zweite Entscheidung allerdings noch auf sich warten lassen.
Finnland erwischte einen starken Start und stoppte den ersten schwedischen Offense Drive sechs Yards vor der eigenen Endzone. Sekunden später nach dem erfolgreichen Tackle, entkam Karri Pajarinen den schwedischen Verteidigern und setzte mit einem 90 Yard Touchdown-Rush die ersten Akzente des Halbfinales. Auch der zweite finnische Drive zwang die Schweden, sich auf die Verteidigung der Linienmitte zu konzentrieren, gleichzeitig wurde somit mehr Raum für das Passspiel gefunden. Finnlands Quarterback Miro Kadmiry nutzte die Gelegenheit, um Johannes Jauhiainen über 44 Yards zu bedienen und das 14:0 zu erzielen.
Nach der Pause kam die schwedische Auswahl besser in Schwung. Entsprechend betonte der schwedische Cheftrainer BD Kennedy später, dass es ein typisches Schweden-Finnland Spiel gewesen war. Es wurde hart aber fair gespielt und es gelang seiner Defense nach der Pause die Lücken besser zu füllen, um den finnischen Angriff zusammenbrechen zu lassen und das finnische Laufspiel zu attackieren. Zumal kamen die Schweden, trotz der längeren Anreise besser mit dem einsetzenden Regen zurecht. Eine Reihe von Ballverlusten machte den Finnen zusätzlich zu schaffen und spielte dem schwedischen QB Philip Juhlin in die Hände, der 243 Offense Yards sammelte und seine Pässe auf sechs Anspielstationen verteilte. Edvin Taborda sollte dabei zweimal sicher den Ball fangen und insgesamt 120 Yards erobern, hieraus entwickelte sich auch ein schwedischer Touchdown, der schließlich den Unterschied im Nachbarschaftsduell ausmachte.
Schlüter - 09.08.2021

QB Miro Kadmiry (Finnland) (© CS-Sportfoto)
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