Champions besuchen das Weiße Haus

Als es noch keine Kontroverse gab: Die Saints überreichen Barack Obama 2010 "sein" Saints-Jersey mit der 44 Einige Jahre, die "rein zufällig" mit einem großen Teil der Amtszeit des vorherigen Präsidenten zusammenfallen, wurde eine langjährige Tradition ruhen gelassen. Die lebt jetzt mit dem Machtwechsel im Weißen Haus wieder auf: Der amtierende Super Bowl Champion Tampa Bay Buccaneers wird der Einladung von US-Präsident Joe Biden folgen und am Dienstag dort zu Besuch sein.

Letztmals besuchten die New England Patriots nach ihrem "28:3"-Sieg gegen die Atlanta Falcons (Super Bowl LI) im Jahr 2017 auf Einladung von Donald Trump das Weiße Haus. Hier fehlten bereits einige Spieler, die aufgrund der Aussagen von Trump in den Jahren zuvor keine Lust auf den Trip hatten (oder aus anderen Gründen, wie das bei Tom Brady – guter Bekannter des Ex-Präsidenten – der Fall gewesen sein dürfte).

Der große Eklat folgte im Jahr darauf: Nachdem eine ganze Reihe Führungsspieler der Philadelphia Eagles erklärt hatten, auf den Ausflug aus politischen Gründen zu verzichten, widerrief Trump seine Einladung. Vor allem die sehr aktiven Kritiker und um soziale Gerechtigkeit bemühten Malcolm Jenkins, Chris Long und (der zwischenzeitlich zu den Panthers gewechselte) Torrey Smith hatten sofort signalisiert, dass sie keinen Wert auf den Besuch legen und lieber anderen Tätigkeiten nachgehen würden. Der Philadelphia Inquirer hatte damals berichtet, dass von den über 70 Spielern, die man am Ende der Saison (inklusive Practice Squad und Injured Reserve Liste) im Kader hatte, nicht einmal 10 den Trip in die US-Hauptstadt antreten wollten.

Ein Schlag ins Gesicht für den Präsidenten, der versuchte, die Ausladung wieder einmal in die Richtung des "fehlenden Respekts gegen die Hymne" zu drehen: "Die Philadelphia Eagles schaffen es nicht, morgen in ihrer vollen Besetzung zur Feier ins Weiße Haus zu kommen. Sie sind anderer Meinung als ihr Präsident, der darauf besteht, dass sie stolz für die Hymne stehen, mit der Hand auf dem Herzen, zur Ehrerbietung gegenüber den großartigen Männern und Frauen des Militärs und dem amerikanischen Volk. Die Eagles wollten eine kleinere Delegation schicken, aber die 1.000 Fans, die dem Event beiwohnen wollten, verdienen besseres. Diese Fans sind immer noch eingeladen, einer anderen Art von Zeremonie beizuwohnen – eine, die unser großartiges Land ehren will und den Helden, die für ihren Schutz kämpfen, Tribut zollt und laut und stolz die Nationalhymne spielt. Ich werde um 15 Uhr mit der Marineband und dem Army Chor da sein, um Amerika zu feiern."

Die Veranstaltung geriet dann zur Lachnummer: Zwar waren überraschend viele Personen erschienen, doch stellte sich schnell heraus, dass es sich nicht um patriotische Eagles-Fans handelte, sondern um Angestellte diverser Behörden der US-Hauptstadt, die auf Frage noch nicht einmal den Namen des Quarterbacks der Eagles kannten. Die Zahl der offensichtlichen Eagles-Anhänger unter den Anwesenden bewegte sich im zweistelligen Bereich. Zudem sang Trump dann zwar laut, aber wenig textsicher, bei "God Bless America" mit. Eine peinliche Veranstaltung.

Seitdem wurden keine Einladungen des Super Bowl Siegers ins Weiße Haus mehr öffentlich ausgesprochen.

Das änderte sich jetzt unter Nachfolger Joe Biden: Die Buccaneers kommen anscheinend gerne und es wäre überraschend, wenn nicht ein Großteil des Kaders auch erscheinen würde.

Auch beim "Mitbringsel" kann man sich relativ sicher sein: Ein Trikot des Super Bowl Siegers mit dem Nametag "Biden" und der Nummer 46. An dieser Tradition dürfte sich nichts geändert haben in der "Zwangspause" seit der letzten Einladung.


Carsten Keller - 18.07.2021

Als es noch keine Kontroverse gab: Die Saints überreichen Barack Obama 2010 "sein" Saints-Jersey mit der 44

Als es noch keine Kontroverse gab: Die Saints überreichen Barack Obama 2010 "sein" Saints-Jersey mit der 44 (© Getty Images)

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