Auch Verletzungen können Raiders nicht stoppen

Jubel bei #12 QB Sean Shelton das Comeback gegen Prag ist gelungen.Fast zwei Jahre hatten die Tirol Raiders auf die Rückkehr ins Tivoli Stadion warten müssen. Und das Comeback sollte gelingen, auch wenn die Rahmenbedingungen alles andere als gut waren. Stark dezimiert angetreten und von weiteren Verletzungen während der Partie geplagt, holten die Tiroler einen zwischenzeitlichen Rückstand auf und siegten gegen die Prague Black Panthers dann doch noch relativ deutlich mit 22:14. Kevin Herron, Head Coach der Swarco Raiders Tirol: "Wir haben heute als Familie gewonnen. Die Jungs haben in der zweiten Halbzeit daran geglaubt, dass wir zurückkommen können. Leider mussten wir einige weitere Verletzungen verkraften, was uns ein wenig runtergezogen hat. Man muss bedenken, dass sehr viele der Spieler, die heute unterwegs waren, 2019 noch in unserer 2. Mannschaft gespielt haben. Doch wir haben an uns geglaubt und uns diesen Sieg erarbeitet." Das nächste Spiel findet bereits am kommenden Samstag, den 8. Mai im Tivoli statt. Dann sind die Mödling Rangers zu Gast.

Die Liste der Tiroler Starter, die nicht in der Partie gegen Prag antreten konnten – und teilweise noch lange ausfallen werden – ist lang: RB Tobias Bonatti, DB Vincent Müller, WR Fabian Abfalter, vier Offensive Linemen um Michael Habetin sowie die komplette Starting Defensive Line. Und die Liste sollte länger werden - schon innerhalb der ersten drei Spielzüge gab es die nächsten beiden Verletzten: Erst erwischte es RB Lukas Haslwanter, der statt Bonatti in der Startformation stand, beim Return des Opening Kickoff. Dann folgte WR Adrian Platzgummer, der ebenfalls nicht weiterspielen konnte. Selbst Shelton fiel zwischenzeitlich aus, konnte zum Glück aber weiterspielen.

Und doch machten die Tiroler immer weiter, treu dem Motto "Next Man Up". Der erste Drive endete zwar mit einem Punt, doch die Defensive, bei der neben der kompletten Starting Defensive Line unter anderem auch Defensive Back Vincent Müller fehlte, stoppte die Prager nach nur wenigen Yards und forcierte ihrerseits einen Punt. An der eigenen 35-Yard Linie beginnend, fand Shelton WR Simon Pilger für 11 Yards. Dann fing WR Marco Schneider einen 14-Yarder. Der Drive endete mit einem 17-Yard-Field-Goal von K/DB Arno Schwarz.

Nach Punts auf beiden Seiten erhielten die Prager den Ball mit Beginn des 2. Viertels zurück. Doch einmal mehr hielt die Abwehr der Swarco Raiders. Der eigene Angriff kam anschließend dank eines 55-Yard Passes von Shelton auf WR Nicholas Tagwerker bis tief in die gegnerische Hälfte. Doch ein verschossenes Field Goal verhinderte weitere Punkte. In der Folge kamen die Black Panthers dank zweier Strafen gegen die Tiroler erstmals tiefer in die gegnerische Hälfte. Der Drive endete mit dem ersten Touchdown der Partie. WR Nolan Corpening fing einen 15-Yard Touchdown Pass von QB Zackerey Greenlee. Nach dem Extrapunkt führten die Gäste etwa 4:30 Minuten vor der Halbzeit mit 7:3. Bis zur Pause sollte sich daran nichts mehr ändern.

Die Gäste eröffneten das 3. Viertel mit ihrem bislang besten Drive. RB Ladislav Jensik lief 11 Yards. Dann fing WR Kamil Roba einen 36-Yard Pass von Greenlee. Nach einem 2-Yard Touchdown-Lauf von Jensik führten die Tschechen mit 14:3. Doch die Tiroler gaben sich nicht geschlagen. Nach Punts auf beiden Seiten starteten sie nach einem starken Return von DB Patrick Pilger an der eigenen 43-Yard Linie. RB Romed Zangerle lief 11 Yards. Dann fand Shelton Pilger bei einem 4. Versuch für 9 Yards. Kurz darauf bediente der Spielmacher Schneider und der flinke Receiver sprintete 31 Yards in die Endzone. Die Two-Point-Conversion misslang, doch die Swarco Raiders waren kurz vor Viertelende wieder auf 9:14 dran.

Auch die Defensive der Tiroler war nun wieder hellwach und forcierte zu Beginn des Schlussviertels einen Punt. Nun war wieder die Offensive an der Reihe und sie marschierte 95 Yards. Alles begann mit einem 13-Yard Pass auf WR Rafael Belici. Anschließend fing WR Toni Rabensteiner einen 41-Yarder. Schneider legte 19 Yards drauf und fing schließlich einen 10-Yard Touchdown-Pass von Shelton. Erneut gelang die Two-Point-Conversion nicht, doch die Swarco Raiders führten rund fünf Minuten vor dem Ende mit 15:14.

Erneut stoppte die Verteidigung die Prager früh. Die Offense bedankte sich daraufhin mit einem weiteren Score. Angeführt von Shelton und Zangerle erarbeiteten sich die Tiroler Yard und Yard und am Ende punktete Shelton mit einem 9-Yard Touchdown-Lauf. Nach dem Extrapunkt stand es 22:14.Prag hatte noch eine Chance auf ein Comeback – doch diese verstrich in Windeseile. Denn direkt den ersten Passversuch von Greenlee fing Schwarz ab. Einige Spielzüge später war der erste Heimsieg seit 658 Tagen unter Dach und Fach.

Wittig - 02.05.2021

Jubel bei #12 QB Sean Shelton das Comeback gegen Prag ist gelungen.

Jubel bei #12 QB Sean Shelton das Comeback gegen Prag ist gelungen. (© TR/Flo Mitteregger)

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