"Jetzt können wir endlich nach vorne blicken"

Lamar Jackson hat die Kritiker zum schweigen gebracht.Medien in unserem schnelllebigen Social Media-Zeitalter sind gerne und schnell mit Schubladen zur Stelle, wenn es darum geht, Schlagzeilen zu generieren. Ein Opfer war Ravens-QB Lamar Jackson, der nach den Playoff-Niederlagen in den letzten beiden Spielzeiten jeweils in der ersten Runde das Label verpasst bekam, dass er keine Playoffspiele gewinnen könne. Im dritten Anlauf ist dieser Nonsens nun vorbei. Ein großartig aufspielender Jackson führte seine Ravens zum 20:13-Erfolg über die Tennessee Titans und nahm damit erfolgreich Revanche für die Niederlage aus dem Vorjahr.

Überhaupt war der erste Erfolg in den Playoffs seit 2014 extrem emotionsgeladen für die Ravens. Head Coach John Harbaugh: "Wir wussten dass der Fokus auf Lamar und dieser Playoff-Geschichte liegt. So ist nun einmal das Geschäft. Aber er hat heute herausragend gespielt und wird diese Fragen nun zum Glück nie wieder beantworten müssen. Wir haben uns alle darüber gefreut", und ergänzte: "Für mich ist dies der beste und wichtigste Sieg in meiner Laufbahn."

Grund dafür ist sicher der Kontrahent. Die Titans hatten sich in den letzten beiden Spielen zwischen diesen Teams, die die Titans beide gewonnen hatten, nicht gerade als besonders sportlich erwiesen. Während bei den Steelers JuJu Smith Schuster, noch während der Aufwärmphase kleine Tänzchen auf dem gegnerischen Logo veranstaltet hatte, war es bei den Titans unmittelbar vor dem Spielbeginn oder nach dem Schlusspfiff fast das halbe Team, was sich provokativ auf dem Loge der Ravens ausgiebig amüsierte. Dies führte auch zu einer hitzigen Diskussion zwischen beiden Head Coaches vor einigen Wochen.

Aber die Spieler der Ravens wurmte das doch gewaltig. Und als nach der Interception von CB Marcus Peters kurz vor dem Ende der knappe Sieg feststand, konnten viele Spieler der Ravens nicht widerstehen. Sie stürmten auf das Logo der Titans und gaben ihrerseits eine kleine Tanzeinlage. CB Marlon Humphrey wurde nach der Partie ungewöhnlich deutlich: "Das waren wir ihnen einfach schuldig."

Letztendlich ausschlaggebend für den Erfolg war eine außergewöhnlich Leistung der Defense, die Titans-RB Derrick Henry nur 40 Yards mit 18 Läufen (Schnitt 2,2Yards) erlaubte. Die Ravens hatten dazu eine eher abwartende Taktik gewählt. Statt hart zu attackieren, spielten alle Abwehrspieler ihr jeweiliges Gap extrem diszipliert, jeder Spieler auf seiner Position bis zum Ende des Spielzugs. So fand Henry über die gesamte Partie keinen Raum für seine Läufe und wurde zu einem späteren Zeitpunkt sichtbar frustriert an der Seitenlinie gesichtet.

Dabei begann die Partie nicht gut für die Ravens. Ein Touchdown-Pass von Ryan Tannehill auf WR A.J. Brown sowie ein Field Goal von K Stephen Gostkowski brachte die Titans früh mit 10:0 in Front. Dem Field Goal war eine Interception von Jackson vorausgegangen. Manch einer glaubte wohl, dass sich die Geschichte wiederholt und Jackson sein drittes Playoff-Spiel in Folge verlieren würde. Doch nicht diesmal. Während die Titans im Rest des Spiel nur noch ein Field Goal erzielten, waren es für die Ravens derer 20 Punkte.

Bis zur Halbzeit hatten die Ravens zwar nur den Ausgleich zum 10:10 erreicht, aber eine deutliche Überlegenheit war sicht- und messbar. Die Ravens hatten bereits 105 Yards durch Laufspiel auf ihrem Konto, die Titans dagegen nur 26. Und diese Überlegenheit sollte noch zunehmen. Während Henry und damit die taktische Grundlage des Spiels der Titans später komplett wegbrach, steigerte sich Jackson immer weiter.

Beim Schlusspfiff hatte Jackson in 16 Läufen 136 Yards und einen Touchdown erlaufen. Doch damit nicht genug. Auch als Passgeber setzte er wichtige Akzente. Und auch ein anderer Spieler konnte die Kritik der letzten Monate endlich abschütteln. 7 von 17 Pässen für 109 Yards gingen an WR Marquise Browns, der endlich einmal die hohen Erwartungen erfüllen konnte.

"Das fühlt sich wirklich sehr gut an. Aber ich bin einfach nur dankbar für den Sieg. Es war der beste Weg, die Kritiker zum schweigen zu bringen. Ich fand dieses Label auch nicht gerecht. Es ist erst mein drittes Jahr in der Liga. Aber jetzt ist das Thema erledigt und wir können nach vorne blicken", gab Jackson einen kurzen Einblick in sein Seelenleben.

Korber - 11.01.2021

Lamar Jackson hat die Kritiker zum schweigen gebracht.

Lamar Jackson hat die Kritiker zum schweigen gebracht. (© Getty Images)

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