Turnover killen 49ers

Tony Pollard erlief als Vertreter des verletzten Zeke Elliott zwei TouchdownsDie Dallas Cowboys haben im "Spiel der Enttäuschten" gegen den amtierenden NFC Champion San Francisco 49ers mit 41:33 gewonnen. Eine Partie mit vielen Turnovern, die genau 30.092 live im AT&T Stadium sehen wollten – darunter viele Anhänger der Gäste. Zumindest erlebten sie ein punktreiches Spiel.

Die erste "Bombe" platzte schon vor dem Spiel: Obwohl Head Coach Mike McCarthy am Vortag noch betont hatte, dass er mit dem angeschlagenen Ezekiel Elliott plant, wurde der dann knapp zwei Stunden vor Spielbeginn aus dem aktiven Kader gestrichen. Das erste Mal, dass er aus Verletzungsgründen fehlte (er war schon einmal suspendiert). Stattdessen bekam Backup Running Back Tony Pollard, der in dieser Saison schon oft den aktiveren Eindruck machte, die First Team Snaps.

Die 49ers durften zunächst im Angriff starten, aber nicht zuletzt dank einer Strafe wegen Frühstarts mussten die Gäste um Starter Nick Mullens mit einem 3 & Out schnell wieder vom Platz. Allerdings waren auch die Cowboys nicht erfolgreicher. Beide Teams starteten offensiv vorsichtig.

Beim folgenden Punt der Cowboys erzwangen die Special Teams ein Fumble von San Franciscos Returner James und sicherten den freien Ball. Das bereits elfte Fumble der Niners – Platz 4 in der Liga.

Den Ballbesitz in der Red Zone der Gäste nutzten die Cowboys für 16 Yards Raumgewinn durch zwei Pässe zu Pollard auf der rechten Seite; der vollstreckte dann auch aus einem Yard Entfernung zur frühen 7:0 Führung nach gut fünf Minuten Spielzeit.

Die 49ers Offense durfte zurück aufs Feld, aber zunächst verfehlte Mullens sein Ziel meilenweit und im dritten Versuch schlug ihm Defensive End Tank Lawrence den Ball aus der Hand; Defensive Tackle Aldon Smith sicherte das Fumble – beides wie in der Vorwoche gegen die Bengals. Es hätte kaum schlechter starten können für die Gäste.

Diesmal war es am Ende Wide Receiver Michael Gallup, der das Turnover durch einen Pass aus drei Yards zum 14:0 Mitte des ersten Viertels bestrafte.

Erst im dritten Drive gelang den Gästen das erste First Down durch einen Lauf von Raheem Mostert. Der Drive sah auch endlich aus wie geplant: Vor allem Running Back Mostert sorgte für Raumgewinn und San Francisco stand direkt an der Endzone der Cowboys. Tight End Jordan Reed, den die Cowboys aus seiner Zeit beim Divisionsrivalen Washington bestens kennen, erfing den Pass aus fünf Yards zum 14:7.

Nach einem weiten Raumgewinn – wieder einmal durch Pollard – kassierten die Cowboys jedoch im dritten Versuch einen Sack; Kicker Greg Zuerlein vollstreckte aus 48 Yards zum 17:7.

Die 49ers hatten langsam ihren Rhythmus gefunden. Zudem musste Dallas Nose Tackle Atwaun Woods mit einer Knöchelverletzung vom Feld; trotzdem stoppten die Cowboys die Gäste an der zwei Yard Linie. Die Niners ließen die Offense aber für einen vierten Versuch auf dem Feld und wurden belohnt: Rookie Brandon Aiyuk konnte über links in die Endzone joggen zum 17:14.

Es dauerte bis zur letzten Minute vor der Pause, bevor noch etwas Nennenswertes passierte: Nach einem Sack schienen die Cowboys außer Reichweite, aber dann fand Dalton Receiver CeeDee Lamb für 20 Yards in der Mitte. Doch ein Field Goal Versuch von Greg Zuerlein aus 60 Yards segelte rechts vorbei.

Die Cowboys starteten mit ihrer Offense, aber ein Run von Andy Dalton bei 3. & 9 sorgte prompt für eine Challenge von Gästecoach Shanahan, da der Ball verloren worden war. Letztendlich blieb es aber beim Punt.

Nachdem die Niners aus 49 Yards durch Kicker Robbie Gould ausglichen, geriet Dallas unter Zugzwang. Dalton fand zunächst mit einem weiten Pass CeeDee Lamb für 45 Yards und dann seinen (Vor-)Namensvetter Tight End Dalton Schultz für die letzten 12 Yards zum 24:17.

Zwischenzeitlich musste Raheem Mostert verletzt vom Feld; stattdessen wurde Tevin Coleman stärker eingesetzt. Bei den Cowboys hatte sich dafür Linebacker Leighton Vander Esch verletzt.

Die 49ers marschierten ihrerseits übers Feld und das letzte Yard holte Jeff Wilson Jr zum erneuten Ausgleich. Mit 24:24 ging es dann auch in das Schlussviertel.

Dort machten sich die Niners erneut mit einem Turnover das Leben schwer: Ein Pass von Quarterback Mullens in Richtung Tight End Reed an der eigenen 16 Yard-Linie wurde von Safety Donovan Wilson abgefangen. Aber mehr als ein Field Goal zum 27:24 gelang den Cowboys nicht.

Die 49ers hatten noch viereinhalb Minuten, um die Entscheidung zu ihren Gunsten zu drehen. Nick Mullens musste jedoch seine drittes Turnover, diesmal wieder eine Interception, an der Mittellinie hinnehmen.

Tony Pollard, der lange Phasen abgetaucht zu sein schien, erlief prompt einen 40 Yard Touchdown, so dass auch das insgesamt vierte Turnover zu Punkten der Cowboys wurde. Die 24 Punkte machten eindeutig den Unterschied.

Den vermeintlichen Schlusspunkt setzte Wide Receiver CeeDee Lamb bei einem versuchten Onside Kick, den er zum 41:27 zurücktrug, aber ein erfolgreicher Hail Mary von Beathard auf Bourne sorgte erst für den 41:33 Endstand.

Zum vorletzten Spiel einer Katastrophensaison empfangen die Cowboys nächste Woche um 22:25 Uhr die Philadelphia Eagles; das Spiel, das eigentlich als eine Art Endspiel um den Divisionssieg angesehen worden war. Es scheint Lichtjahre her, aber so ganz aus dem Rennen sind sie im Schneckenrennen um den Divisionssieg noch nicht.

Die San Francisco 49ers bleiben in Arizona, wo sie Corona-bedingt untergekommen sind, spielen aber dort "bei" den Cardinals.

Carsten Keller - 20.12.2020

Tony Pollard erlief als Vertreter des verletzten Zeke Elliott zwei Touchdowns

Tony Pollard erlief als Vertreter des verletzten Zeke Elliott zwei Touchdowns (© Getty Images)

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