Der Aushilfsstarter kehrt zurück

Andy Dalton fiel gut drei Wochen aus nach einem überharten Hit von BosticNach drei Wochen Pause kehrt Quarterback Andy Dalton zurück aufs Feld; nach einem informellen Training am Montag erklärte Head Coach Mike McCarthy, dass Dalton wieder mitwirken könne. Er wollte sich jedoch nicht festlegen, ob Dalton dann auch gleich wieder als Starter gegen die vergangene Nacht siegreichen Minnesota Vikings auflaufen wird.

Eine Zurückhaltung des angesichts enttäuschender Leistungen mittlerweile stark kritisierten Head Coaches, die man nicht unbedingt verstehen muss: Sowohl Teambesitzer Jerry Jones als auch der für die Spielerseite zuständige Sohn Stephen Jones hatten bereits betont, dass Dalton wieder Starter sein wird, sobald er genesen ist.

Dalton hatte bei der Niederlage gegen die Washington Football Teamers am 25. Oktober eine Gehirnerschütterung erlitten, als er bei einem Slide überhart vom gegnerischen Linebacker Jon Bostic attackiert worden war. Bostic wurde richtigerweise vom Feld gestellt, bekam jedoch nur eine Geldstrafe und keine Sperre.

Kaum dass die Gehirnerschütterung am Abklingen war, wurde Andy Dalton auf die CoViD-19 Reserve Liste gesetzt. Seine Vertreter Ben DiNucci und Garrett Gilbert kamen so zu ihren jeweils ersten NFL-Starts, wobei nur Gilbert zufriedenstellende Leistungen liefern konnte.

Dalton hatte sich aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus im Frühjahr für die Cowboys entschieden und andere – objektiv wahrscheinlichere – Angebote ausgeschlagen.

Der Bonus eines Wechsels zu den Cowboys für Andy Dalton persönlich: Er besitzt sowieso ein Haus in Dallas und musste nicht noch nicht einmal umziehen oder zusätzliche Reisestrapazen auf sich nehmen. Zudem war die Erwartungshaltung zunächst nicht allzu groß – schließlich hatte Dak Prescott bis dahin alle möglichen Partien im Trikot der Cowboys seit seinem Draft absolviert.

Viel war im Vorfeld des Drafts spekuliert worden, wo Andy Dalton unterkommen würde, wenn die Bengals wie erwartet Joe Burrow an Position #1 ziehen sollten. Dass er angesichts nicht garantierter 17,7 Millionen Dollar Jahresgehalt in der notorisch geizigen Franchise als Mentor für Burrow bleiben würde, schien ausgeschlossen.

Andererseits konnte man ihn auch nicht vor dem Draft abgeben, da Burrow durchaus noch etwas hätte passieren können. Seit Freitag, 24. April, war Dalton jedoch überflüssig. Interessierten Teams war klar, dass sie kein Draftkapital abgeben mussten, da eine Entlassung von Dalton unvermeidlich war. Die kam dann wie erwartet knapp eine Woche später am 30. April.

Die Cowboys griffen mit einem Ein-Jahres-Vertrag und sieben Millionen Dollar (davon drei Millionen garantiert) zu.

Andy Dalton wurde 2011 nach seiner Zeit am College bei TCU (in unmittelbarer Nähe zu Dallas) von den Bengals in der zweiten Runde mit Pick #35 gedraftet. Vor ihm wurden Cam Newton (#1), Jake Locker (#8), Blaine Gabbert (#10) und Christian Ponder (#12), direkt nach ihm Colin Kaepernick (#35) geholt. Hinter Cam Newton dürfte er sicher die Nummer 2 aus dieser Liste sein.

Er spielte seither ausschließlich für Cincinnati, wo er dreimal für den Pro Bowl nominiert wurde (2011, 2014 und 2016) und mit seinem Team in neun Spielzeiten sechsmal in die Playoffs einzog – zuletzt allerdings 2015.

Auch wenn der ein oder andere sofort äußerte, dass die Verpflichtung ein (weiteres) Warnsignal für Dak Prescott in den Vertragsverhandlungen des Frühjahrs sein dürfte, so war dies eher unwahrscheinlich: Jerry Jones sieht Dak Prescott eindeutig als seinen Quarterback der Zukunft an, alles andere war nur Verhandlungstaktik.

Einigen konnte man sich mit Prescott trotzdem nicht, so dass der mit dem Franchise Tag in die Spielzeit ging – und sich prompt schwer verletzte. Seine Verhandlungsposition dürfte dies trotzdem nicht geschwächt haben, da er zur nächsten Saison wieder voll genesen wird und zu Saisonbeginn trotz fehlender Siege historische Statistiken erwarf.

Dann wird Dalton maximal wieder Backup sein. Jetzt kann er aber in den nächsten Spielen mit guten Leistungen, die bisher noch fehlten, dafür sorgen, dass die Nachfrage für einen erfahrenen Veteranenen in der Free Agency 2021 hoch sein wird.

Carsten Keller - 17.11.2020

Andy Dalton fiel gut drei Wochen aus nach einem überharten Hit von Bostic

Andy Dalton fiel gut drei Wochen aus nach einem überharten Hit von Bostic (© Getty Images)

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