Und immer siegen irgendwie die Seahawks

Lachende Sieger am Ende: DK Metcalf und die SeahawksDas hätte klappen können: Über weite Strecken hielt die Defense der Minnesota Vikings den Angriff der Seattle Seahawks im Griff. Am Ende blieben die Seahawks aber ungeschlagen und landeten gegen die Vikings noch den 27:26-Sieg. Ein paar wilde Minuten im dritten Viertel genügten den Seahawks, um ihre eher verschlafene erste Hälfte auszugleichen. Und am Ende war DK Metcalfs zweiter Touchdown im Spiel 15 Sekunden vor dem Ende der erfolgreiche Matchball.

Neben Metcalf waren Russell Wilson und Chris Carson die besten Akteure im Team der Seahawks, das einmal mehr bewies, dass es im rechten Moment immer wieder selbst aus scheinbarer Lethargie heraus gnadenlos zuschlagen kann. Kein einziger der nun fünf Saisonsiege kam mit mehr als einem Touchdown Differenz, und doch traut man gerade diesem Team den Nimbus von Unbesiegbarkeit zu. Russell Wilson warf bei 32 Versuchen 20 gültige Pässe (62,5 Prozent) für 217 Yards und drei Touchdowns bei einem Fehlpass. Mit fünf Läufen lieferte er zudem 58 Yards Raumgewinn. DK Metcalf fing sechs Pässe für 93 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns. Und mit acht Läufen erlief Chris Carson 52 Yards Raumgewinn und einen Touchdown.

Die Entscheidung fiel, als die Seahawks im vierten Viertel mit dem Touchdown-Pass von Russell Wilson auf DK Metcalf 27:26 in Führung gingen. Metcalf fing den kurzen Touchdown-Pass über sechs Yards über die rechte Seite im vierten Down 15 Sekunden vor Schluss. Die Seahawks-Offense hatte im ganzen Spiel kein einziges Third Down in ein First Down ummünzen können. Es war zum Haare raufen für die Vikings: Auf dem Weg zum Touchdown-Pass überbrückte Seattle nun aber in dieser Serie 94 Yards mit 13 Spielzügen in etwa zwei Minuten und dies auch zweimal unter Ausspielen von Fourth Downs. Einmal ganz tief in der eigenen Hälfte und einmal zum finalen Touchdown. Seattles Offense nutzte in diesem Drive fast ausschließlich Passspiel - und wenn es darauf ankam, klappte es auch mit dem notwendigen Raumgewinn. Der längste Spielzug des Drives war der Pass auf DK Metcalf für 39 Yards Raumgewinn und ein neues First Down an der gegnerischen 38-Yard-Linie. Von Bedeutung war zuvor schon ein Lauf von Wilson für 17 Yards Raumgewinn und ein neues First Down an der eigenen 23-Yard-Linie gewesen. Ein Pass auf Metcalf für 15 Yards Raumgewinn hatte Seattle schließlich in Stellung gebracht. Dreimal stand Minnesotas Goal Line Defense - beim vierten Mal wurde sie von Metcalf überwunden.

Bitter, denn die Vikings hatten die erste Hälfte mit einem Shutout beendet, nachdem sie durch Dalvin Cook in der ersten Serie vom Fleck weg mit 7:0 in Führung gegangen waren. Seattles Angriffsserien aus Hälfte eins mündeten allesamt in Punts - außer jener aus den letzten zehn Sekunden vor der Pause. Auch die erste nach der Pause lief nicht anders. Erst nach rund 35 Spielminuten gab es für die Gastgeber das 7:13 durch Will Dissly nach einer 58-Yard-Serie, zu der Greg Olsens Passfang für 20 Yards Raumgewinn maßgeblich beigetragen hatte, ein erstes Erfolgserlebnis. Eine Minute später fumbelte Vikings-Quarterback Kirk Cousins nach einem Quarterback Sack an der eigenen 9-Yard-Linie - der Videoschiedsrichter jedenfalls sah den Ball nicht als durch Cousins mit einem Verzweiflungspass geworfen, sondern als aus den Händen verloren an. Seattle brauchte 39 Sekunden, um durch Metcalf erstmals in Führung zu gehen.

Der Spielverlauf war schon auf den Kopf gestellt - zwei Spielzüge später lag Seattle schon "klar" in Front. Erst warf Kirk Cousins eine Interception, direkt danach lief Carson im ersten Spielzug zum 21:13. Es war ein kurzes Aufblitzen von Seattles Gefährlichkeit, danach übernahmen die Vikings quasi ansatzlos wieder das Kommando - aber die 21 Punkte waren in der Endabrechnung eben doch die entscheidenden. Mit zwei Touchdown-Pässen auf Adam Thielen konnte Minnesota eben nur 26:21 in Führung gehen. Zunächst gab es eine blitzsaubere 77-Yard-Serie, bei der Cousins immer wieder Thielen suchte und fand. Seattle verlegte sich wieder aufs Punten, und Minnesota brachte anschließend gar eine 97-Yard-Serie mit mehr als acht Minuten in Ballbesitz ins Ziel. Minnesotas Defense fing danach gar eine Interception von Wilson ab - die Offense der Gäste verzichtete nach der Two Minute Warning an Seattles 6-Yard-Linie aber auf das Field Goal, das acht Punkte Vorsprung bedeutet hätte.

Seattles Defense stoppte den Angriff der Gäste hier im Fourth Down und "marschierte" anschließend über 94 Yards zum finalen Touchdown - unter Ausnutzung erfolgreicher eigener Fourth Downs. Besonders ärgerlich für Eric Wilson, Adam Thielen und Dalvin Cook, die für Minnesota die besten Spieler waren. Wilson hatte einen Pass seines Namensvetters auf der Gegenseite abgefangen, landete auch einen Quarterback Sack. Adam Thielen fing neun Pässe für 80 Yards Raumgewinn und zwei Touchdowns. Bei 17 Läufen lieferte Dalvin Cook 65 Yards Raumgewinn und einen Touchdown. Aber Seattle ist auf Rang eins der gesamten NFC - Minnesota dümpelt weiter im Tabellenkeller der NFC North herum...

Auerbach - 13.10.2020

Lachende Sieger am Ende: DK Metcalf und die Seahawks

Lachende Sieger am Ende: DK Metcalf und die Seahawks (© Getty Images)

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