Das Comeback des Jahres

Alex Smith zurück auf dem Feld - ein Moment, den wohl die kühnsten Optimisten nicht mehr erwartet hattenEs wird langsam unübersichtlich, was die Spielverlegungen angeht, aber die Partien, die tatsächlich wie geplant stattfanden, sorgten für Highlights.

Verschoben wurde nach einem weiteren positiven Corona-Fall die Partie der Patriots gegen die Broncos auf nächstes Wochenende, was in der Folge sieben weitere Spielverlegungen nötig machte.

Überstrahlt wurde das jedoch von einem fast zwei Jahre lang nicht für möglich gehaltenen Comeback, während andernorts die ganze Liga eine schwere Verletzung bedauerte.


Der Rückblick:

Die #ranNFL – Spiele:
Kansas City Chiefs (4-1) - Las Vegas Raiders (3-2) 32:40

Es war eine absolut unterhaltsame Partie, in der sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch lieferten und es bereits zur Halbzeit 24:24 stand.

Nach einem punktlosen dritten Viertel brachte Running Back Jacobs die Gäste zu Beginn des Schlussabschnitts in Führung und nach einer Interception von Mahomes gab es kurz darauf gleich noch einen Josh Jacobs Touchdown zu sehen.

Diesmal scheiterte der Comeback-Versuch der Chiefs trotz eines Travis Kelce Touchdowns vier Minuten vor dem Ende. Ein insgesamt verdienter Auswärtssieg der Raiders.


Cleveland Browns (4-1) - Indianapolis Colts (3-2) 32:23

Die Browns diktierten von Beginn an die Partie, wobei die trotz zwei Interceptions und einem Safety gegen Phillip Rivers lange nicht entschieden war.

Ein Interception Return Touchdown ließ die Browns vermeintlich deutlich mit 27:17 in Führung liegen, aber Isaiah Rodgers brachte die Colts mit einem 101 Yard Kickoff Return Touchdown sofort wieder auf zehn Punkte heran. Trotz Zitterns entschieden die Browns das Spiel am Ende für sich und setzen zum gefühlt ersten Mal in diesem Jahrtausend ihr Potenzial auch tatsächlich in Siege um. Sie stehen zum ersten Mal seit 1994 bei 4-1... damals mit Bill Belichick als Head Coach und Nick Saban als Defensive Coordinator.


Die Überraschung der Woche:
San Francisco 49ers (2-3) – Miami Dolphins (2-3) 17:43


Die Dolphins legten los wie die Feuerwehr und führten schnell mit 14:0 im ersten Viertel. Und es kam noch schlimmer für die 49ers, denen offensiv rein gar nichts gelingen wollte. Bis zu Halbzeit hatten die Dolphins ihre Führung auf 23 Punkte ausgebaut und Kyle Shanahan brachte Backup Quarterback C.J. Beathard für Jimmy Garoppolo.

Allein es half nichts: Ryan Fitzpatrick mit insgesamt 350 Yards, drei Touchdown-Pässen zu drei verschiedenen Receivern und am Ende entführten die Gäste überraschend deutlich den Sieg aus San Francisco.


Der Überblick

Die Houston Texans (1-4) können doch noch gewinnen: Beim Debüt von Interim Head Coach Romeo Crennel konnte man dank 161 Yards und einem Touchdown von Wide Receiver Brandin Cooks 30:14 gegen die Jacksonville Jaguars (1-4) siegen; bei den Gästen ist "Minshew Mania" nach vier Niederlagen in Folge wieder stark abgeebbt.

Die Atlanta Falcons (0-5) verlieren auch gegen die Carolina Panthers (3-2), denen man vor der Saison kaum etwas zugetraut hatte. Noch in der Nacht wurden sowohl Head Coach Dan Quinn, bei dem man schon länger darauf spekuliert hatte, als auch General Manager Thomas Dimitroff entlassen. Überraschend ist das nach diesem kapitalen Fehlstart nicht mehr.

Eine unterhaltsame Partie gab es dagegen beim 38:29 der Pittsburgh Steelers (4-0) im "Battle Of Pennsylvania" gegen die Philadelphia Eagles (1-3-1) zu sehen. Wide Receiver Chase Claypool erlief einen Touchdown und erfing gleich noch drei weitere plus 110 Yards. Da reichte selbst eine hervorragende Partie des unbekannten Eagles Wide Receivers Travis Fulgham (zehn Catches für 152 Yards und ein Touchdown) nicht.

Beim 37:34 der Dallas Cowboys (2-3) gegen die New York Giants (0-5) wurde hinterher vor allem über die grausam anzusehende Knöchelverletzung von Dak Prescott gesprochen, der noch in der gleichen Nacht operiert werden musste. Es ist die Schattenseite für Spieler, die mit dem Franchise Tag auflaufen müssen – eine schwere Verletzung kann viele Millionen kosten. Stattdessen musste ex-Bengal Andy Dalton ran und schaffte gerade genug, dass am Ende ein siegbringendes Field Goal von Kicker Greg Zuerlein aus 34 Yards erfolgreich versucht werden konnte.


Offensivspieler der Woche: Quarterback Alex Smith, Washington Football Team

Alex Smith, vor gefühlt mehreren Jahrzehnten First Overall Pick der San Francisco 49ers (als anschließend Aaron Rodgers im freien Fall bis zu den Packers an #24 segelte), spielte wieder.

Dabei gewann er nicht einmal.

Aber seit einer unglaublich grausam anzusehenden Beinverletzung stand zunächst eine Amputation des Beins und später sogar das Leben von Alex Smith durch eine Infektion auf der Kippe. Außer ihm ging wahrscheinlich kaum jemand davon aus, dass er noch einmal auf einem Footballfeld stehen würde.

Dwayne Haskins spielte jedoch so schlecht, dass ihn Head Coach Ron Rivera nach Woche 4 gleich komplett auf die Tribüne verbannte und stattdessen Kyle Allen zum Starter machte. Alex Smith wurde Backup und kaum verletzte sich Kyle Allen nach einem harten Hit von Jalen Ramsey in der ersten Halbzeit, kam Alex Smith nach 694 Tagen Pause wieder zurück.

Vor den Augen seiner Familie und mit den besten Wünschen wohl der ganzen NFL-Welt. Das Ergebnis – eine 10:30 Niederlage gegen die Rams - war da nur noch Nebensache und die insgesamt kassierten sechs Sacks führten wenigstens zu keiner weiteren Verletzung.

Der Titel des "Comeback Players des Jahres" sollte ihm sicher sein.


Sonntagnacht: Seattle Seahawks (5-0) - Minnesota Vikings (1-4) 27:26

Die Seahawks können als einziges Team der Liga eine 5-0 Bilanz nach dieser Woche vorweisen (Bills, Packers, Steelers und Titans könnten das später noch schaffen, da sie weniger Spiele haben). Ein 5-0 schaffte Seattle bislang noch nie in ihrer Franchisegeschichte.

Dazu benötigte er am Ende einen Touchdown-Pass in letzter Minute auf DK Metcalf; in der ersten Hälfte war nur wenig gelungen, aber seine Defense (und Kirk Cousins) half im dritten Viertel stark mit: Innerhalb von nicht einmal zwei Minuten konnten die Seahawks gleich drei Touchdowns feiern, wobei sie den Vikings mit einem Strip Sack und einer Interception zweimal den Ball in Folge abgenommen hatten.

In Minnesota wird sieht es nach einer Eiszeit aus und selbst Head Coach Mike Zimmer erscheint nicht mehr unantastbar.


Die Monday Night Games:

"Dank” Corona hätte es eigentlich gleich zwei Monday Night Games gegeben. Aber wie oben erwähnt empfangen die New England Patriots die Denver Broncos jetzt doch nicht Montag um 23 Uhr, sondern erst nächstes Wochenende. Mehr Zeit für Cam Newton, um vielleicht wieder in Spielform zu kommen nach seiner Corona-Erkrankung.

Um 02:15 Uhr Montagnacht treffen aber dann noch die New Orleans Saints auf die Los Angeles Chargers.


Danke fürs Dabeibleiben und bis zur Spieltagsvorschau am Freitag!








Carsten Keller - 12.10.2020

Alex Smith zurück auf dem Feld - ein Moment, den wohl die kühnsten Optimisten nicht mehr erwartet hatten

Alex Smith zurück auf dem Feld - ein Moment, den wohl die kühnsten Optimisten nicht mehr erwartet hatten (© Getty Images)

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