Verdient ohne Sieger

Randy Bullock war mit 3/3 perfekt - quasi als einziger AkteurDie Philadelphia Eagles haben ihr Heimspiel gegen die Cincinnati Bengals im Duell zweier bis dahin siegloser Teams mit 23:23 nach Verlängerung beendet; Zuschauer waren wie bei den bisherigen Spielen der Eagles nicht zugelassen, was wohl auch besser war: Die Eagles Fans wären kein bisschen erfreut über die Darbietung ihres Teams gewesen. Am Ende hatte kein Team den Sieg auch wirklich verdient.

Die Defense der Eagles startete gleich mit einem Stopp der Bengals; allerdings kassierte Quarterback Carson Wentz nach zwei guten Läufen durch Miles Sanders für insgesamt 25 Yards schnell eine Interception, als er einen kurzen Pass durch die Mitte zu DeSean Jackson versuchte; Defensive Tackle D.J. Reader ließ den Ball nie aus den Augen und sprang mit zwei schnellen Schritten in den Passweg, so dass sein Team kurz vor der Mittellinie die Offense aufs Feld schicken konnte.

Weit kamen die Bengals jedoch nicht, so dass die Interception ohne direkte Folgen blieb.

Eagles Tight End Dallas Goedert musste in der nächsten Serie mit einer Verletzung am linken Fuß vom Feld und konnte auch nicht mehr zurückkehren, aber ansonsten lief es jetzt besser: Mit einem guten Mix aus Pässen und Läufen von Miles Sanders kamen die Eagels erstmals an die Endzone Cincinnatis. Ein Sack von Hubbard im dritten Versuch erzwang zu Beginn des zweiten Drittels jedoch nur ein Field Goal durch Kicker Elliott aus 27 Yards zum 3:0. Die O-Line der Eagles ließ erneut zu viel Druck auf Carson Wentz zu.

Viel gelang den beiden Teams anschließend nicht; die Verteidigungsreihen sorgten jeweils für schnell Stopps und Punts. Dabei musste Joe Burrow nach einem harten Hit von Eagles Malik Jackson kurz vom Feld, um behandelt zu werden. Warum die Schiedsrichter hier eine Strafe wegen Roughing The Passer verhängten, wissen jedoch nur sie selbst. Burrow konnte jedoch nach einem Play Pause wieder zurückkehren.

Es war auf jeden Fall kein Spiel für Offensivliebhaber. Die Bengals glichen durch Kicker Bullock Mitte des zweiten Viertels aus 48 Yards zum 3:3 aus. Die Eagles konterten ihrerseits aus 42 Yards zum 6:3; das waren auch schon fast die Highlights in einer maximal mittlemäßigen Partie bis dahin.

Der Drive der Bengals innerhalb des Two-Minute-Warnings sah dann endlich auch einmal nach einer guten Offensive aus: Zwei schöne Pässe auf rechts zu WR Auden Tate und Tee Higgins, eine Strafe in der Endzone gegen Eagles Safety Mills wegen Pass Interference und schon stand Cincinnati in bester Ausgangsposition. Higgins fing im zweiten Versuch dann den Pass zum 6:10.

Die hätten jedoch sogar noch Grund zum Feiern bekommen: 16 Sekunden vor der Pause nutzten QB Wentz und WR Greg Ward Jr einen Abstimmungsfehler in der Passverteidigung aus und der Passfänger konnte den dritten Versuch über rechts unberührt aus 26 Yards in die Endzone tragen; 13:10 zur Hälfte und die nicht vorhandenen Fans im Stadion waren wieder milder gestimmt.

Zwar starteten die Eagles schnell mit einem weiteren Drive, der drei Punkte brachte, aber so ließen sie den Bengals die Tür offen für ein Comeback bei nur sechs Punkten Rückstand. Die Passverteidigung der Eagles jetzt immer öfter zu weit weg von ihren Gegenspielern und die Bengals arbeiteten sich mit Pässen von Burrow an die Eagles Endzone. Da war es erneut WR Higgins, der diesmal eine Crossing Route von rechts nach links in einen einfachen Touchdown zum 16:17 verwandelte.

Philadelphia war gefordert, aber ein Pass von Carson Wentz auf rechts in Richtung Lieblingsanspielstation Tight End Zach Ertz wurde von Cornerback LeShaun Sims abgefangen. Es war erneut kein guter Auftritt von Carson Wentz, der zu selten seine Receiver fand, auch wenn diese einmal frei waren.

Ein weiteres Field Goal der Bengals aus 31 Yards als Folge stellte auf eine vier Punkte Gästeführung. Als Joe Burrow dann sechs Minuten vor dem Ende nach einem aberkannten Catch von Higgins stattdessen bei 3.&15 Running Back Gio Bernard fand, der 18 Yards schaffte, schien ein Bengals Sieg alles andere als ausgeschlossen. Das dritte Field Goal von Bullock, diesmal aus 25 Yards, stellte auf sieben vor für die Gäste mit noch gut drei Minuten zu spielen.

Es war do-or-die Zeit für Carson Wentz. Unterstützt von einigen Strafen gegen Cincinnati und einem Lauf von Wentz selbst kamen die Eagles in die Red Zone der Bengals. Dort wich Wentz zunächst dem herannahenden Pass Rush nach rechts aus, nahm dann selbst die Beine in die Hand und hechtete sich mit 21 Sekunden auf der Uhr neben dem Pylon in die Endzone zum 23:23 Ausgleich. Endlich ein guter Drive des Franchise Quarterbacks, der so eine Overtime erzwang.

Dort gelang beiden Offenses erst einmal nichts. Erst im vierten Drive schafften die Eagles nennenswerten Raumgewinn mit einem tiefen Pass von Wentz auf die rechte Seite zu Zach Ertz für 30 Yards. Am Ende gab es hier aber genausowenig Punkte, wie für die Bengals im Anschluss. Offensichtlich wollte kein Team diese Partie wirklich gewinnen.

Passend dazu traten die Eagles für ein 59-Yard-Field-Goal an... um einen Frühstart zu begehen. Stattdessen musste 19 Sekunden vor Schluss das Puntteam aufs Feld und die letzte halbwegs realistische Siegchance war dahin.

Ein gerechtes 23:23 Unentschieden, weil kein Team den Sieg verdient hatte. Für die Playoffambitionen der Eagles eine gefühlte Niederlage.

Neben dem bereits erwähnten Dallas Goedert mussten auch Wide Receiver DeSean Jackson und Cornerback Avante Maddox verletzt vom Feld.

Nächste Woche reisen die Eagles zu den ebenfalls verletzungsgeplagten San Francisco 49ers (Sonntagnacht, 02:20 Uhr, live bei DAZN) und die Bengals empfangen Sonntag um 19 Uhr die Jacksonville Jaguars.

Carsten Keller - 27.09.2020

Randy Bullock war mit 3/3 perfekt - quasi als einziger Akteur

Randy Bullock war mit 3/3 perfekt - quasi als einziger Akteur (© Getty Images)

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