Titel Nr. 15 für die Vikings

Die Vienna Vikings konnten auch 2020 trotz aller Widrigkeiten über den österreichischen Titel jubeln.Mit einem 46:29 Sieg gegen die Graz Giants in Wien und somit drei Siegen in Folge in der Best-Of-5 Serie holten sich die die Vienna Vikings ihren 15. österreichischen Meistertitel. Nach dem 31:19-Sieg in Graz Eggenberg und einem fulminanten 45:13 zu Hause präsentierten sich die Grazer mit neuem Spielmacher deutlich stärker und boten in ausverkauften Footballzentrum Ravelin mehr Gegenwehr als zuletzt. Die Neo-Vikings und Running Backs Anton und Flo Wegan, auch "Wegan-Brothers" genannt, holten die MVP-Offense Trophäe, Leon Balogh wird mit seinen herausragenden Defense-Plays zum Defense MVP der Finalserie gekürt. Die Rookie MVP Trophäe trägt als Youngstar der erst 17jährige Giant Raphael Komeyli nach Hause.

2020 ist alles anders. Auch der Weg zum Staatsmeistertitel in American Football. Mit drei Siegen in Folge krönten sich die Wikinger mit einem 46:29 Sieg in Wien bereits nach Spiel 3 zum österreichischen Staatsmeister. Denn der 15. Titel wurde von den Wikingern aufgrund Covid19-bedingter Absagen der sechs anderen AFL-Teams in einer Best-of-5-Serie, die zwischen den Alltime-Rivalen Projekt Spielberg Graz Giants und dem Rekordmeister Dacia Vienna Vikings ausgetragen wurde, erkämpft. Doch die Corona-Jahr-Trophäe ist um nichts weniger wert als die anderen 14 und glänzt nach all den Mühen und Widrigkeiten fast noch ein wenig schöner als so manche andere. Umso schöner, dass der Titel erstmals auf der neu renovierten Heim- und Trainingsstätte der Wiener, liebevoll "Die Ravelin" genannt, geholt werden konnte.

Bei anfänglich starkem Wind, der sich vor allem auf Punts und Kicks auswirkte, begrüßten die Wikinger in einem ausverkauften Footballzentrum Ravelin die Gäste aus Graz. Die erste Halbzeit zeichnete sich durch starke Defense-Leistungen und eine abwechslungsreiche Pass-Runspiel Kombination in der Vikings Offense aus. Nach einem Blitzstart der Gastgeber mit zwei Scores bereits in den ersten beiden Drives wurde den Zuschauern ein starkes Spiel auf beiden Seiten geboten. Die Grazer Giants mit Neo-Import Quarterback Anthony Gardener, der extra für das letzte Spiel aus Slowenien geholt wurde, präsentieren sich im Vergleich zu den ersten Partien deutlich gesteigert. Zwischenzeitlich wurde das Spiel im 3. Quarter sogar zu einem ein Score Game und sorgte für Spannung auf der Tribüne. Insgesamt war dieses Finalspiel nach einem dominanten Beginn der Wikinger lange Zeit ausgeglichener, die Giants leisteten starke Gegenwehr, so dass die Dacia Vikings bis zum Schluss mit Startern hart um den Sieg und die Trophäe kämpfen mussten. Im letzten Viertel drehten die Huasherren noch einmal stark auf und bewiesen, dass sie zurecht als das stärkere Team aus dieser Serie hervorgingen. Herausragend und rekordverdächtig auch die Leistung des Vikings Import Quarterbacks, Jadrian Clark, der mit seiner professionell ruhigen Art 464 Passing Yards und 5 Passing Touchdowns erzielte.

Zum dritten Mal in dieser Best-of-5-Serie gewannen die Giants den Coin Toss, entschieden sich jedoch erstmals für den Ballbesitz zu Spielbeginn. Diese erste Angriffsserie konnte von der Vikings-Defense gleich im Keim erstickt werden. Im Gegenzug legten die Gastgeber, wie bereits im letzten Spiel, einen Blitzstart hin. Wieder war es WR #14 Yannick Mayr, der wohl schnellste Spieler der AFL, der bereits im ersten Spielzug der Vikings Offense mit einem Run after Catch die ersten 6 Punkte für die Vikings holte. PAT von Dennis Tasic war gut. Die Vikings Defense hielt und schon in der zweiten Angriffsserie brachte Running Back Flo Wegan, nach kontinuierlichem Bewegen des Balls Richtung Giants Endzone in Teamarbeit mit seinem Bruder, den zweiten Touchdown für die Gastgeber. Die dominante Führung nach zwei Offense-Drives: 14:0. Doch aller guten Dinge sind scheinbar für die Giants auch hier drei. Denn im dritten Drive gelang endlich der Anschluss. Nach einem weiten Pass auf Bierbaumer, erlief Wenzel Rock die ersten sechs Punkte für die Grazer. Dieser für die Giants wichtige Score verlieh der Partie neue Würze und, man merkte, wie die Gäste Fahrt aufnahmen und immer mehr ins Spiel fanden. Der Extrapunkt wurde von den Wikingern vereitelt. Neuer Spielstand: 14:6. Mit diesem Ergebnis ging es auch in den ersten Seitenwechsel.

Das 2. Quarter wurde über lange Zeit von starken Defense-Leistungen auf beiden Seiten dominiert. Anton Wegan brachte schließlich mit einem starken Lauf den Ball einmal mehr in die Giants Endzone. Dennis Tasic verwertete auch den dritten PAT sicher. Viel Zeit hatte Quarterback Clark dank einer hervorragend arbeitenden Offensive Line schließlich 2 Minuten 20 vor der Halbzeitpause. Sein Pass unter Druck fand Yannick Mayr in der Endzone, dem somit sein 2. Touchdown in diesem Spiel gelang. Die spektakuläre Antwort der Giants kam postwendend in Form eines Kickoff Return Touchdowns des Giant-Imports Blake Nelson. Mit dem Spielstand 27:13 ging es in die Pause eines noch offenen Spiels.

Nicht ganz so wie gewünscht verlief der erster Drive der Wikinger nach der Pause. Eine an sich "gmahte Wiesen" in Form einer 1st and Goal Situation konnte nicht verwertet werden. Wesentlich erfolgreicher verlief der Start in die zweite Halbzeit für die Gäste. Nach einem Pass im vierten Versuch auf Florian Bierbaumer, erlief dieser nach einem weiten Pass die Vikings Endzone. Auch der PAT gelang und somit kam es erstmals in diesem Spiel zu einer 1 Score Game Situation. Zwei perfekten Catches von AFL-Neuling Daniel Schwam und einem dritten Pass auf Maurice Wappl folgte schließlich mit einem 4. Pass in diesem Drive an Yannick Mayr der wichtige Ausbau des Vorsprungs. Zum dritten Mal an diesem Tag brachte der Speed-Star Mayr 6 Punkte aufs Scoreboard. Zum zweiten Mal vergab Dennis Tasic jedoch den Zusatzpunkt – somit neuer Spielstand "nur" 33:20.

Zu einem Big Play auf Seiten der Grazer Defense kam es kurz vor Ende des 3. Viertels: Beide Import Defense-Spieler der Grazer brachen durch – das Big Play in Form eines Tackles des Wikinger Quarterbacks in der Endzone brachte den Giants einen Safety und 2 weitere Punkte sowie das Angriffsrecht, das aber punktelos beendet wurde.

So spektakulär wie das erste, begann auch das letzte Viertel: Beim Wuchten in die Endzone verlor Flo Wegan durch Facemasking der Defense seinen Helm. Somit wurde der Spielzug als vorzeitig beendet gerechnet und der Touchdown zählte nicht. Dieses Foul brachte aber vier neue Versuche kurz vor der Giants Endzone. Ein weiterer vermeintlicher Touchdown durch QB Clarke wurde wegen Holdings nicht gezählt, schließlich fand der Pass von Clark mit Bernhard Seikovits 3 Minuten 22 vor Ablauf der Uhr einen erfolgreichen Abnehmer – ein wichtiger Touchdown der bereits als Spielvorentscheidung gezählt werden konnte. Schnell kam jedoch die Antwort der bis zum Schluss kämpfenden Grazer in Form von zwei aufeinanderfolgenden Passspielzügen, die den Weg in die Wikinger Endzone fanden. PAT gut: Neuer Spielstand 40:29

Die letzte schöne Aktion des Tages: Ein weiter Pass von QB Jadrian Clark auf Bernhard Seikovits mit einem kraftvollen Run after Catch, in dem er drei Tackles brechen konnte und seine dominante Physis unter Beweis stellte. Auch die Tatsache, dass Tasic den PAT verpatzte, konnte an der Tatsache nichts ändern, dass die Wikinger als das stärkere Team aus dieser Best of 5 Serie hervorgingen und somit zum 15. Mal Staatsmeister im American Football sind.

"Ich bin dankbar für die Möglichkeit, dass wir in dieser besonderen, herausragenden Zeit spielen konnten und unsere Arbeit zeigen konnten. Dank und Respekt vor allem auch an die Giants, denn ohne sie hätten wir diese Serie nicht spielen können. In diesem Spiel haben wir in manchen Momenten ein wenig zu sloppy gespielt, leider auch zu viele Flags geholt aber sowohl in der Offense als auch Defense haben wir in den entscheidenden Phasen dieses Championship Games unsere Stärken gezeigt", zeigt sich Head Coach Chris Calaycay zufrieden mit der Leistung seiner Spieler.

Auch Projekt Spielberg Graz Giants Head Coach Martin Kocian konnte der Finalserie Positives abgewinnen: "Wir haben heute gekämpft und zwar bis zum Ende. Für eine Championship war es mit diesem jungen Team noch nicht genug, aber wir werden daraus lernen und wachsen. Das Team hat Potenzial und das wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Ich bin sehr stolz auf mein Team, wir haben unser Bestes gegeben."

Wittig - 27.09.2020

Die Vienna Vikings konnten auch 2020 trotz aller Widrigkeiten über den österreichischen Titel jubeln.

Die Vienna Vikings konnten auch 2020 trotz aller Widrigkeiten über den österreichischen Titel jubeln. (© GEPA pictures / AFBÖ)

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