Rekordvertrag für den Star der Defense

Joey Bosa triumphierte nicht nur auf dem Feld gegen die Browns, sondern auch im Vertragsduell Für einen kurzen Augenblick war Cleveland Browns Defensive End Myles Garrett der bestbezahlte Verteidiger der NFL, jetzt wird er von Los Angeles Chargers Pass Rusher Joey Bosa abgelöst: Seine Verlängerung um fünf Jahre bringt ihm offiziell 135 Millionen Dollar; Garrett hatte vor zwei Wochen ebenfalls um fünf Jahre, aber "nur" 125 Millionen Dollar in Cleveland verlängert.

Joey Bosa wurde nach seiner High School-Zeit vom jetzigen Tennessee Titans Head Coach Mike Vrabel für die Ohio State Buckeyes "gewonnen". Allerdings hatte dort auch schon sein Onkel Eric Kumerow, der später drei Jahre in der NFL auflaufen durfte, gespielt, so dass die Rekrutierung vermutlich nicht allzu schwer gewesen sein dürfte. Im Rückblick unverständlicherweise galt er damals bei rivals.com nur als der viertbeste Defensive End seines Jahrgangs.

Am College änderte sich dies schnell, wo er ab seinem ersten Jahr 2013 überzeugte und für seine Leistungen Auszeichnungen einheimste und 2014 mit den Buckeyes die National Championship einfahren konnte.

Mit starken Leistungen am College und dann beim Combine 2016 zementierte er seinen Status als hoher Erstrundenpick. Die San Diego Chargers holten ihn im Draft 2016 bereits an Position #3 hinter den beiden Quarterbacks Jared Goff und Carson Wentz; gleichzeitig war er der - von gleich fünf in der ersten Runde - am höchsten gezogene Buckeye dieses Jahrgangs vor Ezekiel Elliott (#4).

Es begann zähe Vertragsverhandlungen mit den Chargers um seinen Rookievertrag; Vater John, der Ende der 80er selbst drei Jahre NFL hinter sich gebracht hatte, beriet seinen Sohn so, dass dieser bis Ende August nicht auftauchte und jegliche Camps mied, letztendlich aber als Sieger vom Verhandlungsfeld ging.

Das fehlende Camp bescherte ihm schnell eine Leistenverletzung zum Start, aber nach vier Wochen Zwangspause zu Beginn der Spielzeit überzeugte er auf ganzer Linie und wurde trotz nur 12 Spielen, aber gleich 10,5 Sacks, zum NFL Defensivrookie des Jahres gekürt.

Im zweiten Jahr folgte sein erster Pro Bowl Besuch (auch dank 12,5 Sacks), 2018 warf ihn eine Fußverletzung lange zurück, so dass er nur sieben Spiele (aber mit 5,5 Sacks) absolvieren konnte. Im Vorjahr holte er in 16 Spielen erneut 11,5 Sacks und wurde zum zweiten Mal zum Pro Bowl geschickt. In der kürzlich veröffentlichten Liste der Top100 NFL-Spieler belegt er diesmal Platz 34 (17 Plätze hinter seinem jüngeren Bruder Nick, der ebenfalls bei den Ohio State Buckeyes geglänzt hatte).

Bosa wäre jetzt in die letzte Spielzeit seines Rookievertrags – also das per Option im Vorjahr von den Chargers gezogene fünfte Jahr – gegangen. Er hatte bereits angedeutet, dass er sich einen Holdout vorstellen könnte (wäre ja auch nicht sein erster gewesen). Allerdings tauchte er dann doch kurz vor Vertragsbekanntgabe am Abend noch auf.

Die fünf Jahre Verlängerung bringen ihm 135 Millionen, von denen 102 Millionen garantiert sind; der Durchschnitt von 27 Millionen pro Saison übertrifft den von Garrett (25 Millionen pro Jahr) noch einmal deutlich.

Bosa ist so etwas wie das Gesicht der Los Angeles Chargers; die wollten eigentlich zur neuen Saison (als Mieter) in das neue SoFi Stadium ziehen und Bosa war einer der Spieler, der die Zuschauer dort anziehen sollte; in den bisherigen Jahren im Fußballstadion der LA Galaxy war das nicht einmal unzureichend gelungen.

Durch die aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus zwangsläufig verspätete Neueröffnung muss dies zunächst einmal zurückstehen. An den Leistungen Bosas lag es jedoch keinesfalls, dass die Zuschauer ausgeblieben waren. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.





Carsten Keller - 30.07.2020

Joey Bosa triumphierte nicht nur auf dem Feld gegen die Browns, sondern auch im Vertragsduell

Joey Bosa triumphierte nicht nur auf dem Feld gegen die Browns, sondern auch im Vertragsduell (© Getty Images)

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