Spieler zwingen NFL zum Handeln

Die Stars der Liga wollen bei Twitter Antworten von der LigaIn einer konzertierten Aktion setzen die Spieler via Social Media der NFL erneut das Messer auf die Brust – zum zweiten Mal binnen weniger Wochen. Diesmal ist der Anlass die fehlende Einigung mit der Liga, was ein Hygienekonzept zur Durchführung eines geregelten Spielbetriebs angeht.

Russell Wilson, JJ Watt, Demarcus Lawrence, Jarvis Landry, Patrick Mahomes, Myles Garrett, Richard Sherman, Stefon Diggs, Carson Wentz und und und. Die Liste der Spieler, die am Sonntag unter dem Hashtag #WeWantToPlay vor allem bei Twitter lautstark ihrem Ärger Luft machte, ist sehr sehr lang. Und der Ärger lässt sich nachvollziehen: Die NFL war als einzige der großen US-Ligen in der komfortablen Lage, dass ihr Spielbetrieb bei der Ausbreitung des Corona-Virus in den USA sowieso nicht lief und daher auch nicht unterbrochen werden musste (die der Baseballer wäre Anfang April gestartet, NBA und NHL mussten unterbrechen).

Der Draft wurde – trotz anfänglicher Kritik und vielen Bedenken – zum geplanten Termin durchgezogen und verlief entgegen aller Unkenrufe absolut erfolgreich. Das war vor zweieinhalb Monaten. Seitdem scheint sich wenig bis nichts getan zu haben.

Stur hält man am Zeitplan, der den Report der Rookies in wenigen Tagen und den der gesamten Teammitglieder spätestens zum 28. Juli vorsieht, fest. Darüber hinaus ist nur wenig Struktur zu erkennen. Vorschläge der gemeinsam von Spielergewerkschaft und NFL beauftragten medizinischen Task Force wurden bislang ignoriert, auf einen Opt-Out – also einen freiwilligen Verzicht – von Spielern mit Familienmitgliedern, die ein erhöhtes Risiko haben, konnte man sich bislang nicht einigen. Sowohl die Frau von Russell Wilson als auch die von DeMarcus Lawrence sind aktuell schwanger und es ist absolut nachvollziehbar, dass sich die werdenden Väter deshalb viele Gedanken machen. Allein eine Antwort fehlt.

Es sieht so aus, als ob die NFL-Chefs auf die Worte "ihres" Präsidenten vertraut haben, der immer davon sprach, dass das Virus im Sommer sowieso verschwunden ist. Stattdessen sieht man sich täglich mit immer neuen Rekordansteckungszahlen konfrontiert und steht jetzt ohne erkennbaren Plan da. Nicht das erste Schlamassel, das der gewählte Landesvertreter der Liga eingebrockt hat, aber Mitleid ist fehl am Platz. Zeit wäre genug gewesen, aber jetzt läuft die mit Riesenschritten ab. Die Durchführung des mit viel Optimismus verkündeten Spielplans mit 17 Vorrundenpartien ist in weite Ferne gerückt. Die Schuldigen sind schnell auszumachen und sicher nicht auf Spielerseite zu finden. Bleibt abzuwarten, ob sich die NFL ebenfalls so schnell wie bei der letzten Aktion der Spieler - beim Thema "Black Lives Matter" - positioniert.

Carsten Keller - 20.07.2020

Die Stars der Liga wollen bei Twitter Antworten von der Liga

Die Stars der Liga wollen bei Twitter Antworten von der Liga (© Carsten Keller)

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