Vernichtende Kritiken für Gutekunst

Jordan Loves Wahl stieß bei den Packers-Fans und Experten auf wenig LiebeAuch Tage nach der ersten Runde des NFL-Drafts haben sich die Gemüter bei den Anhängern der Green Bay Packers noch nicht beruhigt; "Schuld" daran ist General Manager Brian Gutekunst, der statt endlich einmal "Waffen" für Quarterback Aaron Rodgers zu draften, stattdessen einen Quarterback und damit den potenziellen Nachfolger für den Franchise Star wählte.

Es war sicherlich die meistdiskutierte Entscheidung der ersten Runde; auf der einen Seite gewannen die Packers im Vorjahr 13 ihrer 16 Vorrundenspiele und setzten im ersten Jahr des neuen Head Coaches Matt LaFleur ein Ausrufezeichen. Allerdings war man nach einem knappen Sieg in der Divisional Runde gegen die Seahawks anschließend chancenlos gegen die 49ers, was durchaus Kritik hervorgerufen hatte, dass die Packers womöglich doch nicht so stark waren, wie ihre Bilanz dies auf den ersten Anschein vermuten ließe.

Großen Anteil daran hatten sicher die fehlenden Offensivwaffen: Wide Receiver Davante Adams, Lieblingsanspielstation von Rodgers, kam knapp an die 1.000 Yards und erzielte fünf Touchdowns; der zweitbeste Receiver war statistisch gesehen Allen Lazard mit übersichtlichen 477 Yards und drei Touchdowns. Einen Großteil der Last schulterten auch hier die Running Backs Aaron Jones und zu geringerem Anteil Jamaal Williams.

Die Packers sind hier zu ausrechenbar und in einem Draft mit einer anerkannt breiten Spitze an Receivern wäre die Wahl eines Passcatchers absolut sinnvoll gewesen. Stattdessen tradeten die Packers sich von Position 30 auf den Spot der Dolphins an 26, investierten dazu noch ihren 136. Pick und holten mit Quarterback Jordan Love von den Utah State Aggies einen Spieler, der im Idealfall mehrere Jahre auf der Bank verbringen wird.

Aaron Rodgers hat bislang angedeutet, dass er noch mehrere Jahre spielen will, auch wenn er mittlerweile bereits 36 Jahre alt ist. Man kann zurecht davon ausgehen, dass der manchmal launisch reagierende Quarterback die Wahl mit wenig Begeisterung aufgenommen hat. Vor dem Draft hatte er in der Pat McAfee Show erklärt: " Wir haben in den letzten 15 Jahren keinen offensiven Skill Player in der ersten Runde geholt; das wäre also irgendwie cool."

Jetzt wurde es zwar ein offensiver Skill Player, aber keiner der den Packers und vor allem Rodgers weiterhilft. Stattdessen muss Rodgers wohl weiter zu Davante Adams oder Davante Adams werfen. Tatsächlich haben die Packers in den Jahren 2015 bis 2020 keinen einzigen Wide Receiver in den ersten drei Runden gedraftet, in der Free Agency geholt oder per Trade verpflichtet.

Keinen einzigen in sechs Jahren.

Brian Gutekunst versuchte die Kritik zu relativieren: "Ron [Wolf, ex-General Manager der Packers in den 90ern] hat 1992 einen Erstrundenpick für Brett [Favre] getradet, der selbst nur ein Zweitrundenpick gewesen war und nicht einmal startete in Atlanta. Stell Dir das Aufgeschau der Medien an, wenn das heute passieren würde. Ich denke, wenn man in diesem Stuhl hier sitzt, muss man akzeptieren, dass man schwer kritisiert werden wird. [...] Ich versuche, das Richtige für die Organisation zu machen. Das ist mein einziger Fokus" erklärte er Peter King. Zudem gab er an, dass man zwei Receiver anfangs und Mitte der zweiten Runde gewollt hätte, aber ein Trade dorthin wäre nicht gelungen und als die beiden vom Markt gewesen waren, hätte man aufgehört, nach Receivern zu suchen. Stattdessen holte man mit dem 62. Pick dann Running Back A.J. Dillon von Boston College.

Da hatte man eigentlich keinen Bedarf.

Es ist also mehr als verständlich, wenn die Fans verärgert sind und die Packers mit die schlechtesten Zensuren einfahren, was ihre Draftausbeute angeht.

Sollte Jordan Love jedoch aufs Spielfeld kommen und ähnlichen Erfolg wie seine Vorgänger Favre und Rodgers einfahren können, wird man über diese Episode lachen.

Bis dahin muss Brian Gutekunst mit der Kritik leben. Falls er solange General Manager ist.

Carsten Keller - 28.04.2020

Jordan Loves Wahl stieß bei den Packers-Fans und Experten auf wenig Liebe

Jordan Loves Wahl stieß bei den Packers-Fans und Experten auf wenig Liebe (© Getty Images)

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