Die Divisionssieger werden gejagt

Auch Super-Bowl-Sieger Kansas City Chiefs kann sich 2020 nicht sicher fühlen.Was haben Chicago Bears, Los Angeles Rams und Dallas Cowboys gemeinsam? Sie haben eine enttäuschende Saison 2019 hinter sich und sind die drei Divisionssieger von 2018, die in der letzten Spielzeit den Sprung in die Playoffs verpassten. Der Stachel der Enttäuschung bei den Fans sitzt da tief - aber eine besonders große "Schmach" ist es im historischen Vergleich eigentlich nicht. In den letzten Jahrzehnten ist es in der NFL die Regel, dass etwa die Hälfte der Divisionsmeister des Vorjahres eine Saison später nicht dabei ist, wenn im Januar und Februar um die Vince Lombardi Trophy gespielt wird.

Dennoch ist es für die drei genannten eine schwer zu schluckende Pille. Chicago und Los Angeles hatten 2018 ihre Gruppensiege schließlich mit großem Abstand auf die Verfolger eingefahren, die Rams waren anschließend gar in den Super Bowl gestürmt. Solch Auf und Ab in die Überlegungen aufzunehmen, ist die hohe Kunst der NFL Wetten. Und zumindest "gefühlt" war auch der Absturz der Cowboys sehr schmerzlich, in einer schwachen Gruppe unterboten die Cowboys von 2019 nicht nur die so hohen Ansprüche in Texas deutlich, sondern schienen geradezu von Woche zu Woche alles daran zu setzen, immer noch ein Stückchen schwächer aufzutreten als die geradezu harmlosen Widersacher.

Die großen Ausnahmejahre der letzten Zeit waren die Spielzeiten 2014 und 2016. 2014 schafften es von den acht Divisionssiegern des Jahres 2013 sieben von acht auch im nächsten Jahr in die Playoffs (damals kam nur Philadelphia nicht ein weiteres Mal in die Playoffs, unter anderem weil Dallas den Eagles eine entscheidende Heimniederlage zufügte). Das Gegenbeispiel 2016 sah nur zwei Divisions-Titelverteidiger erneut in die Endrunde kommen: "natürlich" New England und dazu Houston.

2015 war allerdings wohl ein Ausnahmejahr, in dem mit Washington, Arizona oder Denver Mannschaften an die Spitze ihrer Gruppen gekommen waren, die im zurückliegenden Jahrzehnt nicht zu den Spitzenteams zu rechnen waren. Mit dem, was wir von 2020 zu erwarten haben, könnte dies eher wenig zu tun haben, oder? Gruppensieger wie New England, Kansas City, Green Bay und New Orleans sind die festen Größen der letzten Jahre. Weder Fans noch "Hater" dieser Teams werden bezweifeln, dass diese im Normalfall wieder als Anwärter auf die Nummer eins ins Rennen ihrer Divisionen gehen - von überraschenden Personalrochaden in New England oder New Orleans vielleicht einmal abgesehen. Hinzu kommen San Francisco oder Baltimore, die mit ihren jungen Teams am Anfang einer großen Entwicklung stehen könnten.

Bleiben also Houston und Philadelphia für die kommende Saison als Wackelkandidaten? Dies muss keinesfalls so sein. Die Texans haben mit Quarterback DeShaun Watson schließlich ebenfalls "jugendliches Potenzial" an der Spitze, und beide Clubs eint, dass in ihren jeweiligen Divisionen die Konkurrenz mannigfaltige Probleme hat. Die Cowboys müssen sich an einen neuen Head Coach gewöhnen, die Indianapolis Colts wohl einen neuen Quarterback suchen, und ob New York Giants oder Tennessee in die Erfolgsspur zurückfinden oder in ihr bleiben, ist ebenso nicht ausgemacht.

Gerade die Konkurrenz innerhalb der eigenen Gruppe könnte aber viel mehr die Chancen auf die Playoffs beeinflussen als nur die eigene Stärke einer Mannschaft. Die Gruppensieger einer Saison treffen im kommenden Jahr stets auf alle anderen Vorjahresersten der eigenen Conference. Wenn dann ein hungriger Verfolger in Lauerposition liegt, kann einen das schon einmal unvermittelt in das Wild-Card-Rennen zurückwerfen. Setzt Buffalo den Aufwärtstrend fort und nutzt Miami seine Finanzreserven, kann es selbst für die Patriots eng werden. New Orleans hat traditionell starke Konkurrenz in der eigenen Division - und dass erbitterte Rivalen wie Seattle oder Pittsburgh "kampflos" die Vorherrschaft der 49ers und der Ravens in ihrer jeweiligen Gruppe anerkennen, ist nicht allen Ernstes zu erwarten.

Auch die Saison 2020 wird also wieder Überraschungen bringen und Vorabfavoriten schon im Dezember das Saisonaus bescheren. Wen es trifft, mag eine Überraschung sein. Dass es passiert, ist in der NFL aber keine.

19.02.2020

Auch Super-Bowl-Sieger Kansas City Chiefs kann sich 2020 nicht sicher fühlen.

Auch Super-Bowl-Sieger Kansas City Chiefs kann sich 2020 nicht sicher fühlen. (© Getty Images)

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