Mehr Besucher, aber (zu) wenig Offensive

Woche 2 der XFL sorgte auch für lange GesichterWoche 2 der XFL ist vorüber und zwei Teams sind noch ungeschlagen; dazu kamen fast zehn Prozent mehr Zuschauer als zum Ligaauftakt. Trotzdem hielt sich die Begeisterung bei den meisten Fans und Experten in Woche 2 in Grenzen.

Die D.C. Defenders liegen nach ihrem nicht allzu mühevollen 27:0 Heimerfolg gegen die New York Guardians mit zwei Siegen an der Tabellenspitze der XFL East. Es folgen St. Louis und New York mit einer 1-1 Bilanz vor den noch sieglosen Tampa Bay Vipers, die es auf einen ganzen Touchdown in zwei Spielen bislang brachten.

Im Westen stehen die Houston Roughnecks ungeschlagen an der Spitze, obwohl sie die zweitmeisten Touchdowns der Liga (sechs) kassiert haben, aber eben auch mit neun die bislang meisten der Liga erzielt haben.

Durch den besucherstarken Heimauftakt der Seattle Dragons, die bekanntlich im Stadion der Seahawks auflaufen, bekam die ganze Liga einen Schub in der Zuschauerzahl: Insgesamt sahen 29.000 Besucher den Heimsieg der Dragons und sorgten so für die beste Attendance der noch jungen Ligageschichte. Insgesamt wollten über 76.000 Fans die vier Spiele in Woche 2 sehen, was eine Steigerung von fast zehn Prozent zur Vorwoche bedeutete, als jeweils zwischen 17.000 und 18.000 zahlende Besucher kamen.

Allerdings hatten Houston und die D.C. Defenders, die beide jeweils auch schon in Woche 1 ein Heimspiel hatten, jetzt deutlich weniger Zuschauer (New York -12,4 Prozent, Houston -4 Prozent).

Größtes Problem der Liga sind aktuell noch die wenig berauschenden Leistungen einiger Offenses. Kreative Spielzüge waren eher Mangelware und auch die hochgelobten Quarterbacks, die zum Teil schon NFL-Erfahrung aufweisen können (wie Landry Jones, Josh Johnson und Matt McGloin), konnten die Erwartungen bislang nur ansatzweise erfüllen; allerdings ist dies aufgrund des auch in der NFL nicht gerade großen Überflusses an top Quarterbacks irgendwie nachvollziehbar. Sollte hier jedoch nicht mehr erfolgreiche Offensive zu sehen sein, so besteht die Gefahr eines schnell nachlassenden Interesses der Fans.

Dafür konnte man in dieser Woche den ersten erfolgreichen Drei-Punkt-Versuch der XFL-Geschichte erleben: Die Los Angeles Wildcats waren im Schlussabschnitt bei den Dallas Renegades mit 19:9 hintengelegen, bevor Wide Receiver Nelson Spruce von der 45 Yard-Linie seinen zweiten Touchdown des Tages fing. Bei einem Vierpunkte-Rückstand entschlossen sich die Wildcats zum Dreipunktversuch von der 10 Yard-Linie. Der gelang zwar, aber am Ende verlor man trotzdem mit 25:18; doch zumindest konnten sie sich in den Rekordbüchern verewigen...

Carsten Keller - 18.02.2020

Woche 2 der XFL sorgte auch für lange Gesichter

Woche 2 der XFL sorgte auch für lange Gesichter (© Carsten Keller)

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