Neue Regeln, Lob und eine schnelle Entlassung

Das erste Fazit zur XFL fällt positiv ausDas erste Wochenende der XFL ist abgeschlossen und das erste Fazit fällt durchaus positiv aus: Einige kreative Regeln sorgten für Lob, die Stadien waren den Umständen entsprechend gut besucht und sogar die ersten personellen Veränderungen wurden bereits vollzogen.

Die XFL hatte im Vorbereitungsteil die letzten gut eineinhalb Jahre über 6.000 Fans zu Verbesserungsvorschlägen befragt und einige Meinungen in neue Regeln einfließen lassen. Dies konnte man gleich beim Kickoff erkennen, bei dem sich Returning und Kicking Team in nur fünf Yards Entfernung gegenüberstehen (mit Ausnahme des Kickers, der von der eigenen 30 Yard Linie gegen den Ball tritt). Eine Bewegung ist erst erlaubt, wenn der Returner den Ball berührt hat, was dazu führt, dass die Hochgeschwindigkeitskollisionen, die man aufgrund der hohen Verletzungsgefahr auch in der NFL vermeiden will, nahezu ausgeschlossen sind. Trotzdem sieht man deutlich mehr Returns als bei der mittlerweile sehr Touchback-lastigen NFL.

Eine zweite Änderung gibt es bei den Extrapunkten: Statt der eher drögen Kicks der NFL haben die Teams die Wahl zwischen einem Ein-, einem Zwei- oder einem Drei-Punktversuch nach einem Touchdown. Die meisten entschieden sich für die Ein-Punktvariante (ein Play von der Zwei-Yard-Linie), aber auch die Varianten von der Fünf-Yard-Linie (für zwei Extrapunkte) oder Zehn-Yard-Linie wurden versucht (für drei).

Während der zweifache Pass nach vorne (wenn der Ballfänger des ersten Passes noch nicht über die Line of Scrimmage gelaufen war) noch Mangelware war, wurden zwei andere Änderungen allgemein gefeiert: Bei den Übertragungen, die hierzulande im ran-Stream zu verfolgen waren, blieb die Kommunikation zwischen Playcaller (meist Head Coach) und seinen Skill Playern der Offense auch für die Fernsehzuschauer hörbar. Die Experten konnten noch vor Start des Spielzugs ihre Prognosen abgeben und man fühlte sich deutlich mehr "mitgenommen".

Auch ein zweiter Punkt der Kommunikation war absolut gewinnbringend: Bei strittigen Szenen wurde der im Stadion befindliche Video Replay Verantwortliche zugeschaltet und dessen Diskussion mit dem Hauptschiedsrichter ebenfalls live übertragen. So wurden diskutable Spielmomente wesentlich transparenter für die Zuschauer, als dies in der NFL der Fall ist. Es gibt übrigens keine Coaches Challenges, sondern die Überprüfungen erfolgen automatisch, sobald Klärungsbedarf besteht.

Alles in allem ein durchaus unterhaltsamer Auftakt der XLF; einziger Wermutstropfen: so fiel das Fazit auch nach dem Premierenwochenende der Alliance Of American Football aus und die war nach wenigen Wochen wieder Geschichte.

Die erste größere Personalentscheidung gab es übrigens auch schon: Nach nur einem Spiel entließen die Los Angeles Wildcats laut XFL-Insider Konnor Fulk ihren Defensivkoordinator / Linebacker Coach Pepper Johnson. Die hatten beim Spiel gegen die Houston Roughnecks gleich 37 Punkte kassiert.



Carsten Keller - 10.02.2020

Das erste Fazit zur XFL fällt positiv aus

Das erste Fazit zur XFL fällt positiv aus (© XFL)

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