Wild-Card-Krimi in Houston

DeAndre HopkinsDie Houston Texans gewinnen das Playoff-Kopf-an-Kopf- Duell gegen die Buffalo Bills mit einem Spielstand von 22:19 in Overtime. Texans Kicker Ka‘imi Fairbairn erbrachte die erlösenden Punkte durch ein Field Goal, Defense Spieler JJ Watt kehrte aus seiner Krankheitspause zurück und überzeugte durch sein starkes Auftreten.

In der Vorwoche hatte Head Coach Bill O‘Brien alle seine Schlüsselspieler am Gameday geschont, um sie für das Matchup gegen die Buffalo Bills in Form zu bringen. Umso glücklicher war somit auch die ganze Texans Organisation, dass Defense Spieler JJ Watt sein Team wieder unterstützen konnte, nachdem er fast neun Wochen aufgrund seiner Schulterverletzung ausfiel.

In den ersten Quartern war jedoch alles andere als eine "starke" Leistung der Texans zu sehen, ganz im Gegenteil, die Buffalo Bills übernahmen das Spielzepter und machten es den Houston Texans mehr als schwer. Sie hatten ihre Hausaufgaben gemacht und sich ein genaues Bild über die Schwächen und Stärken der Texans gebildet, um sich dieses Wissen von Spielzug zu Spielzug zu Nutze zu machen. Somit endete der erste Drive im NRG Stadium bereits mit einem Touchdown für die Gäste, denn Bills Quarterback Josh Allen hatte alle Register gezogen. Er bediente abwechselnd seine Wide Receiver und auch Running Back Devin Singletary wurde umfangreich eingesetzt. Die letztendlichen Touchdown Punkte kamen jedoch über einen cleveren Trickspielzug zu Stande, Wide Receiver John Brown warf den Pass auf Quarterback Josh Allen und dieser marschierte einfach selbst in die Endzone. Dass er rasant laufen kann, hatte er schon vorab gezeigt, nachdem er sein Team durch seinen langen vorherigen Run in eine gute Ausgangslage gebracht hatte. Die Texans wiederum, hatten in den ersten Quartern nicht wirklich etwas entgegenzusetzen und fanden selten eine Antwort auf die durchdachten Spielaktionen der Gäste. Zu oft ging die Offense zu früh vom Feld, Quarterback Deshaun Watson wurde über 6 Mal im ganzen Spiel "gesackt" und die Installation eines Passspiels war anfänglich fast undenkbar. Die Texans Defense hielt die Gäste jedoch zumindest in der Red Zone unter Kontrolle, so dass die Bills lediglich noch zwei Field Goals mit Kicker Steven Hauschka umsetzen konnten, um mit einem Spielstand von 0:13 in die Halbzeitpause zu gehen.

Die Pause nutzten die Texans, um in sich zu gehen und sich vor allem wieder zu konzentrieren. Im dritten Quarter war JJ Watt maßgeblich daran beteiligt Quarterback Josh Allen zu sacken, so dass die Bills gezwungen waren, ihre nächsten Punkte nur noch durch ein weiteres Field Goal zum 0:16 umzusetzen. Schritt für Schritt bekamen die Texans ihr Selbstbewusstsein zurück, so dass Quarterback Deshaun Watson im dritten Quarter nahezu mühelos der zwingend notwendige Touchdown gelang. Er überbrückte die fehlenden 20 Yards zur Endzone mit einem eigenen und rasanten Lauf. Anschließend entschied sich Watson für eine 2 Point Conversion, um auf 8:16 aufzuholen. Im weiteren Spielverlauf stellte Head Coach Bill O‘Brien auch endlich die Routenkombinationen um, so dass sich Wide Receiver DeAndre Hopkins mehr und mehr ins Spiel einbringen konnte. Bis zum dritten Quarter, war er gerade auf den langen Routen zu gut gedeckt worden, so dass er als Anspielstation für Deshaun WAtson fast gar nicht in Frage kam. Yard für Yard brachten sich die Texans durch ein abwechselndes Run & Passspiel zurück ins Spiel, um nach 5 Minuten Spielzeit im dritten Quarter, drei weitere Punkte durch ein Field Goal umsetzen, und auf 11:16 zu verkürzen. Unermüdlich erliefen die Running Backs Duke Johnson und Carlos Hyde wichtige Yards für die Texans. So war es später auch Carlos Hyde, der einen 5 Yard Pass galant in die Endzone trug, um die erfreulichen Punkte für die hart zurück erkämpfte Führung mit 17:16 einzuholen, auch hier entschieden sich die Texans nach einer Auszeit für eine weitere 2 Point Conversion und sie bauten damit die Führung auf 19:16 aus. Gerade diese 2 Point Conversion war ein cleverer Spielzug, es erschien, als hätten die Texans es im Blut gehabt, dass die Bills nochmal "zurück" kommen würden. Trotz vieler kleiner Fehler, schafften es die Bills kurz vor Ende des vierten Quartas noch mit einem Field Goal zum 19:19 auszugleichen und somit die "Overtime" einzuleiten. Die Texans eröffneten die Overtime mit ihrem Drive, der manche Experten jedoch den Kopf schütteln und Fans lautstark bangen ließ. Es erschien, als fielen sie in alte Muster zurück, da zum Beispiel Tight End Darren Fells einfach den Ball fallen ließ, doch auch die Bills konnten in ihrem Drive nicht wirklich etwas "reißen", so dass auch sie auf eine weitere Chance hoffen mussten. Jedoch kamen ihnen die Texaner zuvor, sie hatten sich wieder gesammelt und generierten einen guten Drive mit wachsamer Kontrolle. Ein 10 Yard Pass auf Taiwan Jones ermöglichte eine gute Ausgangslage, um das Field Goal zum "finalen Sieg" von 22:19 umzusetzen.

Fakten rund um das Spiel:

*Schiedsrichter Entscheidungen: im Spiel kam es oft zu Spielsituationen, die unter "Review" gestellt wurden, zu Teilen waren die Entscheidungen berechtigt, zu anderen Teilen hinterlassen sie auch im Nachgang noch einigen Diskussionsspielraum.
*Hitzige Gemüter und unnötige Strafen: Texans Offensive Line Spieler Laremy Tunsil produzierte erneut zwei unnötige "False Start" Strafen, daran sollten und müssen die Texans dringend arbeiten. Des Weiteren stieg von Minute zu Minute auch der Aggressionsmodus beider Teams - Personal Fouls waren somit gegeben.
*Ein Wild Card Sieg in "Overtime" - zuletzt gelang dies 2011 den Denver Broncos im Spiel gegen die Pittsburgh Steelers. Quarterback Tim Tebow beförderte einen langen Pass genau in die Arme von Wide Receiver Demaryius Thomas und sie holten sich dadurch den Sieg. Demaryius Thomas ist auch den Texans bekannt, spielte er zumindest letztes Jahr eine kurze Spielzeit für sie bis er verletzungsbedingt entlassen wurde.
*Unterirdische Offensive Line der Texans: Insgesamt wurde Deshaun Watson über 6 Mal gesackt und verständlicherweise schaute er jedesmal verdutzt in die Röhre. In diesem Spiel wollte alles nicht so wirklich gelingen, fehlende Kommunikation und ungenaue Deckungsarbeit waren die Folge, die Texans müssen individuell massiv daran arbeiten.
Fazit: Ein spannendes Spiel bis zum Schluss, nach anfänglich wackeligen Zügen kamen die Texans "Willensstark" zurück und konnten das Spiel zu ihren Gunsten wandeln. Jedoch sollten sie das nächste Spiel von Anfang an mit größter Konzentration bestreiten.

Nadia Quast - 05.01.2020

DeAndre Hopkins

DeAndre Hopkins (© Getty Images)

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