Von der Kunst, zu gut für Liga 2 sein zu wollen

Der Transfermarkt im Fußball ist bekanntlich noch bis zum Ende des Jahres geschlossen, Spieler unter Vertrag können ihren Verein auf der Suche nach mehr Glück also frühestens zu Beginn 2020 verlassen. Für all jene aber, die seit dem Ende der letzten Phase noch immer ohne Verein sind, sind auch die Herbstmonate immer noch relevant – denn auch sie dürfen sich noch einen neuen Arbeitgeber suchen, da sie vertraglich nicht gebunden sind. Und auf dem Markt sind immer wieder mal jene, die aus überraschenden Gründen es nicht geschafft haben, während der Wechselzeit einen neuen Verein zu finden. Gründe gibt es sicherlich zuhauf; da es allerdings auch genug Vereine auf dieser Welt gibt, sollte man meinen, jeder altgediente Profifussballer ohne Vertrag sollte schnell irgendwo unterkommen. Sollte man meinen... allerdings trifft dies in immer seltener auf jene Spieler zu, die immer noch auf ihre einst glorreiche Vergangenheit setzen .

Einst für „die Mannschaft“, heute nicht mal mehr für Bochum

Sidney Sam war vielleicht genau solch ein Paradebeispiel auf dem Markt. Der einstige Nationalspieler hat nach seinen 2 Jahren im Pott beim VfL Bochum in der 2.Bundesliga keinen neuen Vertrag mehr erhalten und hielt sich bis zuletzt privat fit – auch weil sich ein Engagement in Belgien bei Anderlecht aufgrund finanzieller Abstimmungsprobleme nach vielen Wochen Probe zerschlagen hat. Vertragslos durfte er also quasi bei jedem Verein anheuern.. Das Problem an der Sache: scheinbar hatte kein Verein aus der Beletage Deutschlands ein Interesse oder eine Notwendigkeit, um einen Sidney Sam aktuell einen gutdotierten Vertrag anzubieten. Und es ist ja auch nicht so, dass er zu allem „ja“ und „Amen“ sagen würde. Denn nach eigener Aussage kann er bis auf den Bayern aus München und der Dortmunder Borussia sofort allen Vereinen weiterhelfen. Scheinbar scheint er vergessen zu haben, dass er in den vergangenen Jahren selbst nicht mal mehr der Malocher-Mannschaft aus Bochum in Liga 2 wirklich helfen konnte, wenn man mal einen Blick auf seine Daten wirft.

Sein Glück aufs Spiel gesetzt

Wie es scheint, haben sich Profis wie Sam – oder auch ein Sinan Kurt der immer noch ohne Verein dasteht – zu sehr auf das eigene Glück verlassen. Dabei ist es nicht immer ratsam, sich auf dem Platz zu sehr auf das eigene Glück zu verlassen. Denn es gibt immer noch Millionen an Menschen, die für eine Chance auf Profifussball – und dem damit einhergehenden Gehalt – träumen. Es spricht daher Bände, wenn man sich seinen Arbeitgeber mit Anfang 30 aussuchen kann und nicht jedes Angebot annehmen muss. Selbstüberschätzung bei Profis ist aber weiß Gott keine neue Erfindung. Immerhin werden bereits Jugendspieler oft schon darauf getrimmt, sich ihrem Status bewusst zu werden. Kurt hat erst kürzlich wieder erwähnt, seine Profikarriere noch nicht aufgeben zu wollen. Nur, wer will ihm wirklich noch eine Chance geben nach all den kleinen und großen Eskapaden? Denn auch ein Sam ist mittlerweile noch irgendwo untergekommen – auch wenn es „nur“ Altach in der 1. Bundesliga Österreichs ist. Und es ist ihm dennoch zu gönnen, seinen Beruf wieder ausführen zu dürfen.

07.11.2019

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