Packers patzen und Kicker mit viel Einfluss

Russell Wilsons Seahawks benötigten Überstunden gegen die BuccsGleich vier Spiele wurden am Ende durch Kicker (mit)entschieden – und nur in einem Fall auch erfolgreich. Eine wilde Woche 9, die die Dolphins ihren ersten Sieg und die Patriots ihre erste Niederlage sehen ließ. Die Rückschau:


Die #ranNFL-Spiele:

Das letzte Londonspiel in dieser Saison gewannen die Houston Texans (6:3) deutlich mit 26:3 gegen die "heimischen" Jacksonville Jaguars (4-5).

Die Jaguars konnten ihren "Heimvorteil", was speziell in ihrem Fall bedeutet, dass sie seit einigen Jahren den Londontrip gewohnt sind, nicht nutzen. Gardner Minshew gleich mit zwei kritischen Interceptions, die Texans dominierten vor allem mit einem starken Running Game; Carlos Hyde erlief 160 Yards (nach Chris Ivory 2015 erst der zweite Spieler, der in London auf 150+ Yards kam), während Duke Johnson einen Touchdown beisteuerte und kombiniert auch auf über 100 Yards kam.


Kansas City Chiefs (6:3) - Minnesota Vikings (6:3) 26:23

Die Chiefs noch einmal ohne den amtierenden MVP Quarterback Pat Mahomes, aber trotzdem mit der frühen Führung durch Wide Receiver Tyreek Hill nach Pass von Vertreter Matt Moore. Die Vikings glichen jedoch noch im Auftaktviertel durch Wide Receiver Bisi Johnson aus.

Es ging munter hin und her, wobei Chiefs Running Back Damien Williams mit einem 91 Yard Touchdown-Run einen neuen Saisonrekord aufstellte. Am Ende verwandelte Kicker Harrison Butker aus 54 und dann noch 44 Yards zum vielumjubelten 26:23 Heimerfolg; Kirk Cousins baute seine Serie bei Rückstand im letzten Viertel, seit er in Minnesota unter Vertrag steht, auf zehn Niederlagen und ein Unentschieden aus.


Die Überraschung des Tages:

Das hatten sich die zahlreichen Gästefans bei L.A. Chargers (4:5) - Green Bay Packers (7:2) sicher anders vorgestellt: Die Chargers Defense dominierte die Packers Offense und führte zur Halbzeit mit 9:0.
Aber auch in der zweiten Hälfte wurde es nicht besser für die Packers. Nach zwei Melvin Gordon Touchdowns wurde bei ProSieben Maxx sogar zum noch offenen Parallelspiel nach Seattle geschaltet. Aaron Rodgers gelang zwar noch ein Touchdown-Pass auf WR Williams, aber insgesamt war das deutlich zu wenig gegen eine starke Defensive der Chargers.


Der Überblick

Nach einer frühen Führung der Gäste bei Miami Dolphins (1-7) gegen New York Jets (1-7) drehten die Dolphins auf und erzielten drei Touchdowns in Folge, bevor die Jets einen Touchdown aberkannt bekamen und Sam Darnold anschließend an der Goal Line intercepted wurde. Am Ende bejubelten die Miami Dolphins beim 26:18 ihren ersten Sieg (und gleichzeitig den – temporären – Verlust des First Overall Picks im Draft 2020).

Bei Philadelphia Eagles (5-4) - Chicago Bears (3-5) gab es zwei unterschiedliche Hälften zu sehen. In der ersten Hälfte eine katastrophal schlechte Offensivleistung von Mitch Trubisky und Co, in der zweiten Hälfte... ließen die Eagles stark nach und machten das Spiel so noch einmal kanpp. Trotzdem ging man als 22:14 Sieger in die Bye Week.

Beim Spiel Pittsburgh Steelers (3-4) – Indianapolis Colts (5-2) musste Colts Quarterback Jacoby Brissett früh mit einer Verletzung vom Feld, als sein eigener O-Liner ihm ins Knie fiel; Backup Brian Hoyer, deutschstämmiger aktueller Super Bowl Champion, übernahm und führte sich gleich mit einem Touchdown-Pass auf TE Doyle ein. Allerdings sorgte er noch vor der Halbzeit auch für den 10:10 Ausgleich durch einen Pick-Six von Steelers Cornerback Minkah Fitzpatrick. Hoyer schaffte damit als fünfter Spieler der NFL-Geschichte einen Touchdown-Pass für sieben verschiedene Teams – mehr hat nur Ryan Fitzpatrick mit acht. Zum Schluss hatte Kicker Adam Vinatieri aus 43 Yards die Chance zum Sieg, aber er verzog spektakulär nach weit weit links. Das Ende seiner Karriere rückt unaufhaltsam näher, die Steelers feierten einen 26:24 Heimsieg.

Bei Carolina Panthers (5-3) – Tennessee Titans (4-5) spielte der wiedergenesene Kicker Ryan Succop eine unfreiwillige Hauptrolle: Lange gelang den Titans offensiv wenig und dann vergab Succop, der diese Woche von der Injured Reserve Liste kam, gleich drei Field Goal Versuche. Das 30:20 der Panthers war hochverdient.

Die Partie Seattle Seahawks (7-2) – Tampa Bay Buccaneers (2-6) sah lange die Gäste überraschend vorne, bevor Seattle wie erwartet die Führung übernahm. Allerdings zeigten Mike Evans und Co starke Moral und glichen in letzter Minute noch zum 34:34 aus. Das hätte trotzdem nicht gereicht, wenn Seattles Kicker Myers aus 40 Yards mit auslaufender Uhr verwandelt hätte, aber er verzog nach rechts, so dass eine Verlängerung her musste. In der entschied ein Touchdown-Pass - der fünfte von Russell Wilson - auf TE Hollister die Partie für die Seahawks.

Kleine Kuriosität am Rande: Insgesamt starteten diese Woche gleich drei Quarterbacks mit dem Nachnamen Allen: Josh (Buffalo), Kyle (Carolina) und Brandon (Denver) mit seinem allerersten Start nach drei Jahren in der NFL.
Alle drei Allens gewannen.


Sunday Night: Baltimore Ravens (6-2) - New England Patriots (8-1) 37:20

Endlich durften die Fans von 31 Franchises feiern: Die Patriots kassierten bei den Ravens ihre erste Niederlage. Baltimores Quarterback blieb fehlerfrei und erlief gleich zwei Touchdowns selbst. Nach einer frühen 17:0 Führung ließen sie die Gäste zwar noch einmal herankommen, aber die fanden keine Antwort auf das Running Game Baltimores, das Mark Ingram 115 Yards erlaufen sah.

Bill Belichick sparte daher auch nicht mit Kritik an seinem Team: "Wir haben nichts gut genug gemacht, um einen Sieg zu verdienen. Wir müssen alle einen besseren Job erledigen."


Offensivspieler der Woche: Running Back Christian McCaffrey, Carolina Panthers

CMC spielte erneut eine überragende Partie mit insgesamt drei Touchdowns, womit er die Ligaführung übernahm. Seit dem verletzungsbedingten Ausfall von Cam Newton trägt er einen Großteil der Angriffslast und spielte sich so in die MVP-Diskussion (die aktuell aber wohl kein Running Back gewinnen wird).
Sein 58 Yard Touchdown war bereits der dritte mit mehr als 50 Yards in dieser Spielzeit von ihm; insgesamt kam er auf 146 Rush- und 20 Receiving-Yards mit den genannten drei Touchdowns. So gewinnt man auch mit einem Rookie Quarterback relativ ungefährdet.


Die Vorschau aufs Monday Night Game:
New York Giants (2-6) – Dallas Cowboys (4-3) (02:15 Uhr, live bei DAZN)


Die Partie gab es – wie gefühlt in jedem Jahr – schon zur Saisoneröffnung in Woche 1. Dabei gewannen die Cowboys relativ locker mit 35:17 und Quarterback Dak Prescott kam dank 405 Yards, vier Touchdowns und ohne Interception auf ein perfektes Passer Rating von 158,3. Die Cowboys haben die letzten fünf Vergleiche für sich entscheiden können, in New York Ende letzten Jahres mit 36:35.
Auch diesmal sind die Cowboys gegen die Giants favorisiert; ein Sieg ist Pflicht, denn nach momentanem Stand zieht nur der Sieger der NFC East auch in die Playoffs ein.

Danke fürs Mitlesen und bis zur Vorschau am Donnerstag!


Carsten Keller - 04.11.2019

Russell Wilsons Seahawks benötigten Überstunden gegen die Buccs

Russell Wilsons Seahawks benötigten Überstunden gegen die Buccs (© Getty Images)

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