Erinnerung an den German Bowl XXXVI

Der German Bowl XXXVI erkor Braunschweig zum Rekordmeister. Bereits viermal, in den Jahren 2014 bis einschließlich 2017, trafen die Schwäbisch Hall Unicorns und die New Yorker Lions aus Braunschweig in einem German Bowl Endspiel aufeinander. In diesem ersten Teil der kleinen Serie erinnert football-aktuell.de an den German Bowl Xxxvi:


Der neunte German Bowl Titel für Braunschweig sorgte für Rekorde

Mit aller Deutlichkeit hatten die New Yorker Lions ihren deutschen Titel verteidigt und können nach über 25 Jahren Clubgeschichte den bereits neunten German Bowl für ihren Verein sichern. Der 47:9 Erfolg in Berlin manifestierte 11. Oktober 2014 im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn Sportpark die momentane Überlegenheit der Braunschweiger Footballer, die es wohl bisher im deutschen Football und seinen nun 36 Endspielen bisher so noch nicht gegeben hat. Der insgesamt 38 Punkteabstand bedeute zudem eine neuen Bestmarke im bundesdeutschen Footballspielbetrieb. 1987 hatten noch die Berlin Adler die Badener Greifs in Berlin vor fast 17000 Zuschauern mit 37:12 bezwungen. Der Rekordmeister darf seit Samstagabend von sich behaupten, auch diese Rekordmarke überboten zu haben.

Schwäbisch Hall eroberte sich allerdings das erste Angriffsrecht und auch die ersten Punkte im 36. Endspiel. QB Marco Ehrenfried durfte auch in den ersten Minuten erste Raumerfolge feiern und RB Marcus Sims, beziehungsweise Sebastian Küstner in Szene setzen. Schnell erreichten die Haller die Red Zone und Braunschweigs Defense versuchte in der Laufverteidigung die Räume eng zu halten. Als auch noch ein Haller Passversuch als nicht komplett bewertet wird, schicken die Süddeutschen Felix Brenner als Kicker auf das Feld, der wiederum sicher aus 29 Yards Entfernung die ersten Punkte des 36. German Bowl kickt. Von diesem Zeitpunkt an übernahmen die Löwenstädter jedoch die Regie über das Spiel und genauso erwartungsgemäß schnell können die Lions in die Haller Red Zone während ihres ersten Drive eindringen. David McCants bewies wiederholt seine Qualitäten und wurde auch von seinen Offensive Linemen perfekt unterstützt. Nach mehreren Haken und freigeblockter Wege lief der Vorzeigeathlet über die linke Seite erstmals in die gegnerische Endzone. Halls QB Ehrenfried zeigte sich von der Braunschweiger Leistung zunächst nur wenig beeindruckt. Sein Angriffsspielzug musste allerdings nach einem incomplete Pass im dritten Versuch unverrichteter Dinge wieder beendet werden. Auf der anderen Seite sollte der Lions QB Casey Therriault erfolgreich scrambeln und erreichte planmäßig auch weitere First Downs.

Genauso rasant, wie das erste Viertel endete, eröffnete Therriault das zweite Viertel und lief bis zur fünf Yard Line der Baden-Württemberger. David McCants erlief erneut ohne nennenswerten Widerstand den zweiten Touchdown für die Niedersachsen, so dass bereits zu diesem frühen Zeitpunkt ein Debakel für die Einhörner andeutete. Eine Interception brachte zudem Hall um die Früchte ihrer Arbeit. Therriault nutzte andererseits die Lücken in der Haller Defense und sprintete rasant in die Haller Endzone zum 20:3 Zwischenstand. Den Unicorns schien die Luft auszugehen. Ein zweiter Turnover, diesmal ein Fumble, brachte die Lions erneut in Schlagdistanz. Hall fand zudem keine Mittel gegen die vielen Angriffswaffen der Braunschweiger agierte weiterhin hilflos. Weder McCants noch Therriault wurden effektiv aufgehalten. Selbst ein vierter Versuch und sieben Yards to go wurden von den Löwenstädter ausgespielt. Das Risiko wurde entsprechend belohnt und Braunschweig blieb weiterhin auf der Überholspur. Ein 15-Yard-Pass von Therriault auf seinen Receiver Anthony Dablé sorgte für ein weiteres Statement der Lions und für eine erste Vorentscheidung im German Bowl XXXVI.

Die nun von Minute zu Minute schwächer auftretenden Baden-Württemberger versuchten trotzdem dem Tempo der Niedersachsen Paroli zu bieten, doch die nächste Interception zeigte auch, dass die Braunschweiger Passabwehr funktionierte und ein eklatanter Leistungsabstand zwischen den Löwen und den Einhörnern existierte. Ein zu lasch geworfener Ball bedeutete kein Problem für LB Joseph LeBeau und Therriaults Offense sollte für weitere Punkte fünf Minuten vor der Halbzeitpause sorgen. Mit zwei Tight Ends und zwei Running Backs vollendete Braunschweig das zweite Viertel in dominanter Manier. RB Michael Andrew überrannte die Abwehr der Unicorns und punktete zum 34:3 Pausenstand, der während der Pause für viel Gesprächsstoff zwischen den 12531 anwesenden Footballfans und den Offiziellen sorgte.

Doch die New Yorker Lions blieben auch im dritten Viertel ihrer Linie treu. Die Haller verpassten mehrere Tackles und QB Therriault durfte auch weiterhin nach Lust und Laune agieren. Dass der Spielmacher aus Grand Rapids, Michigan, und sein Team noch Lust hatten, zeigten auch die ersten Minuten des dritten Viertels. Michael Andrews rushte in die Haller Endzone genauso ohne Probleme, wie zuvor Therriault 23 Yards zu Fuß überwand und auch jeweils ein Pass auf die Nationalspieler Dominic Hanselmann und Niklas Römer komplett abschloss. Hall verstand es zu keinem Zeitpunkt die Angriffsmaschinerie des Gegners zu behindern, geschweige denn zu stoppen. Allenfalls ein paar technische Änderungen wurden installiert und die Unicorns setzten im dritten Quarter auf ihr Passspiel und versuchten den Druck auf die Braunschweiger ein wenig zu vergrößern. Das Vorhaben gelang allerdings nur teilweise. Ein langer Pass, der von QB Marco Ehrenfried auf WR Will Powell von der Braunschweiger 32 Yards Line gepasst wird, wurde allerdings als nicht komplett geworfen bewertet.

Das vierte Viertel mutierte schließlich zu einem reinen Trainingsspiel für die New Yorker Lions. Die Braunschweiger konnten es sich sogar leisten, einen leichten Pass auf Lukasz Omelanczuk in der Endzone der Unicorns fallen zu lassen und auf ihre Backups zu setzen. Im zweiten Versuch gelang der Plan besser. David McCants ließ sich nicht lange bitten und sein drei Yards Touchdownrush führte folgerichtig zum 47:3. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ließen die Braunschweiger Coaches ihre zweite Garde auf das Feld und nahmen Geschwindigkeit und Schärfe aus dem Spiel. Die Unicorns nutzten diese Möglichkeit, um sich in Ehren von ihrem Publikum zu verabschieden und ihr Receiver Aurieus Adegbesan dürfte rund drei Minuten vor dem Abpfiff doch noch über den 47:9 Endstand jubeln. Der 21 Yards Touchdown-Pass von QB Ehrenfried endete für die Haller versöhnlich, obwohl die Deutlichkeit des Endergebnisses für sich selbst sprach. Die New Yorker Lions aus Braunschweig gewannen verdient den 36. German Bowl und damit auch ihren neunten Deutschen Meister Titel mit einem bisher noch nicht gesehen Leistungsabstand zwischen dem Meister und seinem Vizemeister.

Schlüter - 11.10.2019

Der German Bowl XXXVI erkor Braunschweig zum Rekordmeister.

Der German Bowl XXXVI erkor Braunschweig zum Rekordmeister. (© Weber)

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